IAA 2013
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Galerie: Sitzprobe Opel Monza Concept

Sitzprobe: Opel Monza Concept

Mögliches und Unmögliches

10.09.2013

Mit Monza hat Opel einen schillernden historischen Namen gewählt, um seiner für die IAA aufgebauten, großartigen Zukunftsvision noch mehr Glanz zu verleihen. Doch wer nun auf eine Rückkehr der 80er-Jahre-Ikone hofft, wird enttäuscht. Vielmehr ist das Showcar eine verspielte Inszenierung mit immerhin einigen Details, die laut Designer Friedhelm Engler Serien-Entwicklungen der nächsten zehn Jahre andeuten.

Eine recht konkrete Vorschau auf kommendes Design dürfte das Gesicht des Monza geben. Die Front könnte bereits die Nachfolge-Generationen von Corsa und Astra schmücken. Wobei Opel solche Vermutungen weder bestätigt noch dementiert. Ersterer wäre 2014 fällig, der Astra dürfte noch bis 2015 auf sich warten. Die Proportionen wirken in jedem Fall sehr gelungen und hinterlassen einen sympathischen als auch fordernden Eindruck. Elegant wird das mit fein ausgearbeiteten, plastischen Details reich gesegnete Gesicht von den Sicken in der Motorhaube aufgenommen. Schick, schick.

Sehen und staunen

Galerie: Sitzprobe Opel Monza ConceptAndere Bereiche der Monza-Studie - die coupéartige Kombi-Silhouette, oder die riesigen, jeweils über zwei Scharniere am Dach angelenkten Flügeltüren - sind Details einer verspielten Blickfang-Inszenierung. Die Flügeltüren ermöglichen zwar den barrierefreien Einstieg, fehlende B-Säulen und der nach hinten eingezogene Schweller erleichtern zudem den Zugang zum Fond, doch mit ihrer Öffnungshöhe und fehlenden Fenstern wären sie auch unpraktisch. Wobei Engler einwirft, dass man in der näheren Zukunft an der Parkhaus-Ausfahrt kein Ticket mehr einschieben muss, sondern einfach per WLAN-Verbindung abgerechnet wird und somit Fenster gar nicht mehr nötig wären.

Ohnehin Internet: Prunkstück des Monza ist sein Armaturenbrett, welches nicht nur im Cockpitbereich, sondern über die gesamte Breite und auf mehreren Etagen mit Displays zugepflastert ist. Dabei ist das schwungvolle Armaturenbrett mit schicken freischwebenden Elementen herrlich dreidimensional skulpturiert, gekrümmt und spitz zulaufend, dennoch lassen sich die Projektionsflächen scheinbar willkürlich formen und zeigen trotz ihrer vielen Wölbungen in einer organisch fließenden Landschaft die Grafik an jeder Stelle scharf an. Dabei lässt sich laut Opel in jeder Display-Region festlegen, was dort angezeigt wird. Ein Film, eine Navikarte, eine Ambientegrafik, die Facebook-Seite – die Freiheitsgrade sollen enorm hoch sein.

Geheime Technik

Galerie: Sitzprobe Opel Monza Concept18 LED-Projektoren sollen die Grafik in die Displayflächen projizieren. Mehr verrät Opel über diese Technik noch nicht, die erstmalig in einem Auto ihre Anwendung findet. Doch soll es bei Opel in einigen Jahren Display-Bereiche geben, die sich nicht einfach nur auf einen rechteckigen Bildschirm in der Mittelkonsole beschränken, sondern die sich deutlich flexibler und eleganter an die Architektur anpassen lassen und so mehr Freiräume fürs Design schaffen.

Selbstredend bekommt der Fahrer ums Lenkrad herum die üblichen fahrrelevanten Informationen angezeigt. Schalter und Knöpfe gibt es im Monza kaum, denn viele Displaybereiche sind berührungsempfindlich und so als Bedieneinheiten einsetzbar. Alternativ kann der Fahrer aber auch per Sprachbefehl die Temperatur der Klimaanlage regulieren. Oder Fondpassagiere können mit kleinen Tablets den ganzen Informationswust steuern. Wenn es der Fahrer wünscht, kann er sich auch allein auf eine Tachoanzeige hinterm Lenkrad beschränken, wenn er nicht von den diversen anderen Anzeigen gestört werden will.

Der bessere Ampera

Ebenfalls künftige Serientechnik deutet der Antrieb des Monza an. Dabei handelt es sich um eine modernere Variante des Ampera-Antriebs (E-Motor und zusätzlicher Ottomotor als Range-Extender), bei dem sich die Batterie viel geschickter den Platzverhältnissen des Fahrzeugs anpassen lässt. Statt sich zum Beispiel allein in einem wuchtigen Mitteltunnel über die ganze Fahrzeuglänge auszubreiten, können sich kleinere Batteriepakete dann gleichmäßiger über das gesamte Fahrzeug verteilen. Entsprechend bietet der Monza keinen Tunnel mehr zentral im Innenraum, sondern einfach einen durchgehend topfebenen Boden.

Die Batterien ermöglichen es ihm, rein elektrisch zu fahren, und sollte der Strom nicht mehr reichen, erzeugt der kleine Dreizylinder-Ottomotor die für den Vortrieb nötige Energie. Im Fall des Monza kann das Einliter-Aggregat mit Gas oder Benzin arbeiten. Hier zeigt Opel neue Serientechnik, denn der Dreizylinder verrichtet bereits im Adam seine bivalente Arbeit.

 
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