Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Sitzprobe Porsche Macan

Sitzprobe: Porsche Macan

Hunger-Stiller

20.11.2013

Abgesehen von ein paar Stunden Zeitverschiebung enthüllt Porsche nahezu synchron den neuen Macan auf den Autoschauen in Toyko und Los Angeles. Beides ausgezeichente Plätze für die Premiere des neuen kompakten SUV: Für die Asiaten sind die Zuffenhausener ohnehin längst ein Geländewagenhersteller, und die Amerikaner kaufen grundsätzlich alles, wo Porsche drauf steht, mit Fleiß.

Dabei ist die asiatische Sichtweise gar nicht so weit hergeholt. Schon heute verkauft Porsche mehr Cayenne als andere Modelle zusammen und mit dem neuen, auf dem Audi Q5 basierenden Macan wird sich das Verhältnis noch weiter zu Gunsten der SUVs verschieben. Immerhin stößt Porsche damit in ein Segment vor, das nach wie vor mit zweistelligen Wachstumsraten aufwarten kann.

Um diesen Hunger zu stillen, hat Porsche sein Leipziger Werk aufgemöbelt, so dass dort künftig bis zu 50.000 Autos gebaut werden können; das kleine SUV würde dann ein Viertel des angestrebten Jahresabsatzes von 200.000 Fahrzeugen ausmachen. Damit sich der VW-Konzern damit nicht zu sehr selbst Konkurrenz macht, muss sich der Macan deutlich von seinem Technikspender Q5 unterscheiden.

Typisches Porsche-Outfit

Galerie: Sitzprobe Porsche MacanDass tut er zum einen optisch: Wer es nicht weiß, erkennt den Audi nicht wieder. Vielmehr besteht die Gefahr, dass Laien ihn im Vorbeifahren mit dem großen Bruder Cayenne verwechseln; mit 4,68 Metern ist der Neue allerdings fast 20 Zentimeter kürzer. An den markanten Scheinwerfern, die sich durch alle Baureihen ziehen, großen Lufteinlässen in der Front und dem rundlichen Heck ist er sofort als Porsche zu erkennen. Nur die schmalen Rückleuchten mit rotem Mittelsteg sind ein Macan-einzigartiges Designelement.

Die Familienzugehörigkeit zeigt sich auch im Innenraum. Die wuchtige Schalterbatterie auf dem Mitteltunnel ist ebenso bekannt wie die Rundinstrumente, die Uhr auf dem Armaturenbrett oder das Dreispeichenlenkrad. Viel Leder und reichlich Karbondekor bringen Sportlichkeit und Luxus in das Cockpit, und die Sitze laden schon beim bloßen Betrachten dazu ein, auch für längere Strecken darauf Platz zu nehmen. Dass auch beim Macan das Zündschloss links ist, versteht sich von selbst.

Fängt an, wo der Audi aufhört

Galerie: Sitzprobe Porsche MacanDer zweite große Unterschied zum Audi-SUV ist die Motorenpalette. Bietet Audi im SQ5 TFSI den Kunden maximal 354 PS an, ist im Macan S der aktuelle Basisbenziner mit 340 PS nur unwesentlich schwächer. Auf Wunsch packt Porsche einen 3,6-Liter-V6 mit zwei Turboladern unter die Haube, dann stehen satte 400 Pferdestärken bereit. Das reicht für 266 km/h, ohne Aufladung läuft der Macan Tempo 254; der Audi wird bei 250 Sachen elektronisch abgeregelt.

Dieselseitig dagegen hält sich Porsche zurück. Es gibt den ebenfalls drei Liter großen V6, der exakt die gleichen 258 PS leistet, wie im Audi und den Macan zum einen 230 km/h schnell macht, zum anderen adelt er ihn mit 6,1 Liter Durchschnittsverbrauch zum derzeit sparsamsten Porsche (die Benziner schlucken knapp neun Liter). Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis die Stuttgarter den im Audi als SQ5 TDI firmierenden, doppelt aufgeladenen Selbstzünder mit 313 PS als S-Modell nachschieben.

Weitere Motoren folgen

Galerie: Sitzprobe Porsche MacanUnd auch auf der Benzinerseite wird sich Porsche nicht allzu lange Zeit lassen, um in bekannter Manier weitere Varianten auf den Markt zu werfen. Dass es ein Einstiegsmodell unter dem Macan S - das dann wohl günstiger ist als der Boxster - geben wird, ist sicher. Und auf GTS, Turbo S und wahrscheinlich auch Hybrid wird man nicht ewig warten müssen. Schon jetzt schafft der S 5,4 Sekunden Sprintzeit, der Turbo braucht gar nur 4,6. Eine noch stärkere Variante dürfte sich der glatten vier annähern.

Serienmäßig sind alle Macans mit Allradantrieb und einem Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet, das das Segeln beherrscht und in Verbindung mit der Stopp-Start-Automatik den Konsum zügeln soll. Optional gibt es Schmankerl wie eine Luftfederung oder die klassischen Sport-Extras, also das Sport-Chrono-Paket oder ein Torque-Vectoring-System.

eVote

 

Näher am Cayenne als am Q5

Galerie: Sitzprobe Porsche MacanDoch dafür muss der Kunde tief in die Tasche greifen. Noch tiefer, als für den Macan ohnehin. Denn der liegt an sich schon rund 7.000 Euro über den halbwegs vergleichbaren Audi-Q5-Varianten. So fangen der S und der Diesel jeweils bei 57.930 Euro an, für den Turbo werden 79.826 Euro fällig. Damit ist der Macan preislich nicht nur deutlich über dem Audi, sondern auch ziemlich nahe am Cayenne, den es schon für rund anderthalbtausend Euro mehr gibt.

 
3
124

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

AutoWelten

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.