Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Sitzprobe Skoda Superb

Sitzprobe: Skoda Superb

Der Trickser

14.03.2008

Im Vorfeld zum Genfer Autosalon hat Skoda bereits mit vielen Info-Häppchen auf den neuen Superb neugierig gemacht. Doch erst zur offiziellen Enthüllung gab die VW-Tochter auf der bis zum 16. März andauernden Schweizer Automesse alle Details bekannt und uns dabei die Gelegenheit für eine beeindruckende Sitzprobe.

Statt des bislang uninspirierten Passat-Klons steht vor uns im Blitzlichtgewitter ein eigenständiger Luxusliner, der sich hinsichtlich Größe zwar auf E-Klasse-Niveau bewegt, im Innenraum aber mehr Platz als der Mercedes bietet. Das Blechkleid der zweiten Superb-Generation wirkt moderner, eleganter und eigenständiger als bisher. Zwar möchte man auch etwas Renault Laguna oder Volvo S80 erkennen. Doch ein Plagiat ist der Tscheche definitiv nicht. Besonders ungewöhnlich: Statt des gerundeten Kuppeldachs vom Vorgänger, kommt der neue Superb mit weit gestreckter Dachlinie daher, die erst spät abfällt.

Großzügig

Galerie: Sitzprobe Skoda SuperbUnter anderem diese ungewöhnliche Dachform sorgt für ein vorzügliches Platzangebot innen. Als Fondpassagier kann man sich über viel Knie- und Kopffreiheit freuen. Obwohl in den Außenmaßen gegenüber dem Vorgänger nur leicht gewachsen, ist das Platzangebot im neuen Superb deutlich besser. Dies hat Skoda unter anderem auch mit der Verlagerung des Getriebes und der Verschlankung des Mitteltunnels erreicht. Neben guten Platzverhältnissen laden die Fondsitze mit ihrer Konturierung und optional erhältlich Sitzheizung zum Verweilen ein.

Wohnlich

Galerie: Sitzprobe Skoda SuperbDarüber hinaus ist das Ambiente im neuen Superb wesentlich wohnlicher als bisher. Materialwahl und Verarbeitung wirken moderner und edler. Mit Dekorleisten lassen sich wahlweise elegante oder eher sportliche Akzente setzen. Auf Wunsch kann man mit vielen Ausstattungsoptionen wie Ledersitzen oder einer Zweizonen-Klimaautomatik das Komfortniveau deutlich heben. Das neue Navisystem Columbus arbeitet schnell, verfügt über Touchscreen und hat mit der 30 Gigabyte großen Festplatte viel Platz für Daten. Reichlich Platz für Kleinigkeiten bieten auch diverse Staufächer, Ablagen, Getränkehalter und Einstecktaschen.

Schwächstes Aggregat ist der turbogeladene 1.4 TSI mit 122 PS. Ihn gibt es ausschließlich in Kombination mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Vierzylinder stellt sein maximales Drehmoment von 200 Newtonmeter bereits ab 1.500 U/min zur Verfügung. Der 1,5-Tonner benötigt für den Sprint von null auf 100 km/h 10,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 201 km/h. Trotz bereits guter Fahrleistungen soll der Normverbrauch bei 6,6 Litern liegen.
Ebenfalls mit Turbolader gerüstet ist der 160 PS starke 1.8 TSI. Der laufruhige Vierzylinder gefällt mit seinem bärigen Drehmoment. Der Benziner ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder alternativ mit einem Siebengang-Direktschaltgetriebe kombinierbar. In beiden Fällen gibt Skoda den Durchschnittsverbrauch mit 7,6 Liter an. Ebenfalls gleich auf liegen beide Getriebevarianten bei der Endgeschwindigkeit von 220 km/h. Mit Doppelkupplungsgetriebe ist der 1.8 TSI beim Standardsprint mit 8,5 Sekunden um eine Hundertstel schneller.
Das vorläufige Ende in Sachen Dynamik markiert der 3,6-Liter-TSI mit 260 PS. Der Sechszylinder mit 350 Newtonmeter Drehmoment wird ausschließlich in der Kombination mit Sechsgang-Direktschaltgetriebe und Allradantrieb angeboten. Dank dieser Traktionshilfe soll der Superb in nur 6,5 Sekunden den 100-km/h-Sprint absolvieren, der Vortrieb endet wird auf 250 km/h elektrisch begrenzt. Wenig wunderlich, dass ein solcher Motor mit einem Normverbrauch von 10,0 Litern etwas durstig ist.

Grandioser Trick

Galerie: Sitzprobe Skoda SuperbStichwort Stauraum: Vorläufig gibt es den Superb allein als Stufenheck-Limousine. Doch bietet diese Karosserievariante eine besonders clevere weil variable Heckklappentechnik. Normal verschafft man sich über die klassische Heckklappe Zugang zum immerhin 565 Liter großen Kofferraum. Dank der umlegbaren Rückbank lässt sich dieses Gepäckabteil auf stolze 1.670 Liter erweitern. Damit bietet der Superb eine Transportkompetenz, die auf dem Niveau eines großen Kombis liegt. Und ähnlich wie ein Kombi, bietet der Superb auch einen besonders großen Zugang zum Heck. Der Trick: Die kleine Blechheckklappe lässt sich nach Betätigung zweier Tasten an der Unterkante des Kofferraumdeckels alternativ auch zusammen mit der Scheibe hochklappen. Die nutzbare Öffnung verdoppelt sich so. Der Twindoor getaufte Glanzpunkt ist durchdacht und praktisch und hinterlässt zudem noch einen sehr soliden Eindruck.

Weiter sehen

Als eine weitere Innovation kann der Superb mit dem optional erhältliche Adaptive-Frontlight-System aufwarten. Hierbei handelt es sich um dynamische Bi-Xenon-Scheinwerfer. Neben Kurvenlicht ermöglichen sie zusätzliche Anpassungen des Lichtkegels an die jeweilige Fahrsituation. Anhand von Fahrparametern errechnet die Elektronik die Lichtverteilung für Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn. Die Funktion des statischen Abbiegelichts übernehmen hingegen Nebelscheinwerfer. Ein weiteres Gimmick: Ein Chromband mit dem Schriftzug Superb trennt den Blinker in zwei Ebenen.

Bis zu neun Airbags

Galerie: Sitzprobe Skoda SuperbNeben diesen Super-Scheinwerfern gibt im Superb noch weitere moderne Ausstattungsoptionen. Dazu gehören ein Regensensor, eine Reifendruckkontrolle, Brems- und Berganfahrassistenten sowie eine Einparkhilfe mit Parklenkassistenten. Darüber hinaus ist die Sicherheitsausstattung umfangreich. Vier Airbags gibt es serienmäßig, gegen Aufpreis kann den Superb mit bis zu fünf weiteren Luftsäcken aufrüsten, unter anderem mit einem Fahrerknieairbag. Gegenüber dem Vorgänger soll sich die Crashsicherheit deutlich verbessert haben. Beim EuroNCAP-Crashtest dürfte der neue Superb wohl mit Sicherheit fünf Sterne einfahren.

Sechs Motoren

Apropos einfahren: Antriebsseitig steht dem Superb bereits zum Marktstart eine breite Motorenpalette zur Verfügung. Die drei Benzin- und drei Dieselmotoren sind mit Handschalt- oder DSG-Getrieben kombinierbar. Die 260 PS starke Topversion 3.6 FSI hat zudem serienmäßig einen traktionsstarken Allradantrieb. Die schwächste Variante ist der 105 PS starke 1.9 TDI. Diese Motorisierung ist auch Grundlage für das besonders sparsame Modell Greenline. Aerodynamikfeinschliff, Leichtlaufreifen und eine längere Auslegung der Getriebeübersetzung senken hier den Normverbrauch auf 5,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Der normale 1.9 TDI begnügt sich mit 5,7 Litern.

Der Einstiegsdiesel beim Superb ist ein alter Bekannter: Der 1,9-Liter-Vierzylinder verfügt über die bereits etwas betagte Pumpe-Düse-Technik. Mit 105 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment schafft der Superb 1.9 TDI den Sprint in 12,5 Sekunden und wird bis zu 190 km/h schnell. Beim Verbrauch bescheidet sich der Selbstzünder mit 5,7 Liter. Der Motor wird ausschließlich mit Fünfgang-Schaltgetriebe angeboten.
Mit moderner Commom-Rail-Technik, mehr Biss und Laufruhe empfiehlt sich der 2.0 TDI. Seine 140 PS und 320 Newtonmeter wuchten die große Limousine in 10,2 Sekunden auf 100 Sachen, das höchste der Gefühle ist 207 km/h, jeweils in Kombination mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Verbrauch soll 5,9 Liter betragen. Genau 0,9 Liter mehr braucht der 2.0 TDI mit dem Sechsgang-DSG. Und in der Endgeschwindigkeit ist diese Antriebsvariante zudem zwei km/h langsamer, bei identischer Sprintqualität.
Für richtig viel Dieseldampf sorgt der 2.0 TDI mit 170 PS. Der 350 Newtonmeter starke Motor ist ebenfalls mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Sechsgang-DSG kombinierbar. Auch hier ist das manuelle Getriebe in allen Belangen besser: 6,0 stehen 6,7 Liter (DSG) Verbrauch. 222 versus 220 km/h (DSG), 8,8 beziehungsweise 9,0 Sekunden (DSG) beim Sprint.

Golf/Passat-Fahwerk

Galerie: Sitzprobe Skoda SuperbDas Fahrwerk des Superb soll gleichermaßen Komfort wie sportliches Fahrverhalten auf gehobenem Niveau bieten. Die Fahrwerkskomponenten stammen in den Grundzügen von Golf und Passat. Doch wurde der Unterbau speziell auf den Superb abgestimmt. So wurde die McPherson-Vorderachse mit Dreiecksquerlenkern in Aluminium-Achskörpern gelagert, was bei weniger Gewicht für eine verbesserte Kinematik sorgen soll. Außerdem hat Skoda besondere Maßnahmen, um die Fahrwerksgeräusche zu minimieren. Auch die elektromechanische Lenkung soll gutes Ansprech- und Einlenkverhalten vermitteln. Elektrische Helfer wie ABS und ESP sorgen für ein zeitgemäßes Sicherheitsniveau.

Ab 22.900 Euro

Es gibt, abgesehen von der Version Greenline, die drei Ausstattungsniveaus Comfort, Ambition und Elegance. Basisversion ist der Superb Comfort 1.4 TSI . Für 22.900 Euro wird dieses Modell zu haben sein. Die weiteren Preise und die genauen Ausstattungsdetails wird Skoda erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Ab Anfang Juli 2008 werden die ersten Exemplare des großen Tschechen in den Handel kommen. (mh)

Galerie: Sitzprobe Skoda Superb

 
3
49

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.