Pariser Autosalon 2010
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Galerie: Sitzprobe VW Passat

Sitzprobe: VW Passat

Aus alt mach neu, Teil zwei

30.09.2010

Wie schon beim aktuellen Golf, ist auch der neue Passat im Grunde ein alter Bekannter. VW schärft bei der Mitte November startenden Limousine und dem Variant die Konturen, peppt die Technik auf und dämmt die Geräusche besser weg. Aus dem intern B6 genannten Modell wird der B7, ein Mega-Facelift - genau das Richtige.

Zum Anfang gleich das Langweilige: Die Motoren bleiben unverändert. Zumindest auf den ersten Blick. VW installiert im neuen Passat die bekannten TDI Motoren mit 1,6 Liter (105 PS) und 2,0 Liter (mit 140 und 170 PS). Als 140-PS-starker Blue-TDI soll er die Stickoxide deutlich senken. Alle TDI besitzen nun eine Stopp-Start-Automatik und verbrauchen teils deutlich weniger Sprit. So konnte der Verbrauch des 170-PS-TDI um 0,9 Liter auf nur noch 4,7 Liter gesenkt werden. Das BlueMotion-Modell benötigt nur noch 4,2 Liter was einem CO2-Ausstoß von 109 Gramm entspricht.

Alle Motoren deutlich sparsamer

Auf der Benziner-Seite gibt es zwei 1,4 Liter TSI mit 122 PS und 160 PS. Darüber rangiert der aus dem Golf GTI bekannte 2.0 TSI mit nun 211 anstelle der 200 PS. Der Verbrauch konnte bei den Vier-Zylindern um bis zu 0,6 Liter gesenkt werden. Nur für den 1.4 TSI (122 PS) BlueMotion Technology gibt es eine Stopp-Start-Technik. Für die anderen Benziner folgt sie später. Mit 5,8 Litern Benzinverbrauch gehört er zu den sparsamsten Ottofahrzeugen im Segment.

Galerie: Sitzprobe VW PassatAls Top-Motorisierung gibt es nach wie vor den VR6 mit 300 PS, der bislang als Passat R36 fungierte. Der Sechs-Zylinder kommt serienmäßig mit dem Sechs-Gang-DSG, bei allen anderen – bis auf den 1.6 TDI – können die Kunden anstelle des Sechs-Gang-Schaltegtriebes auch auf ein DSG setzen. Den TSI Ecofuel, wie VW die Erdgasvariante nennt, gibt es auch weiterhin mit 150 PS. Für Norwegen und Schweden bietet VW eine Ethanol-Variante (E85) mit 160 PS an.

Nicht zum Marktstart wird es somit den neuen Doppelturbo-TDI geben, der im T5 und im Amarok bereits eingesetzt wird. Ein 200-PS-Diesel soll inoffiziellen Informationen nach erst kommendes Jahr die schnellen Vertreter beglücken.

Sieht teurer aus

Mehr Aufmerksamkeit wird der neue Passat aufgrund seiner optischen Auffrischung erregen. Elegant, klassisch, fein und klar ist der neue Passat, wenngleich das Grundgerüst des alten Modells unverkennbar drunter steckt. So haben sich die Außenabmessungen kaum (nur 1,5 Zentimeter länger) verändert. Die großen Überhänge an Front und Heck gehören also nach wie vor zum Erscheinungsbild.

Galerie: Sitzprobe VW PassatDie Designsprache orientiert sich am Phaeton, dem der Passat sowohl vorne als auch hinten ähnelt. Bestellt der Kunde Bi-Xenonlicht oder Dynamic Light Assist, erstrahlen die Heckleuchten mittels LED-Technik, die Nachtgrafik ist bei allen jedoch gleich. Apropos Dynamic Light Assist. Das ans Bi-Xenon gekoppelte Frontlicht besitzt erstmals in dieser Preisklasse das variable Fernlicht, das praktisch um den Gegenverkehr herumfließt und diesen dadurch nicht blendet.

Ausstattungsbereinigt soll sich der neue Passat übrigens vergünstigen. Preise gibt es aber noch nicht. Die Ausstattungslinien werden abgespeckt. Trendline, Comfortline und Highline gibt es nunmehr, Sportline fliegt raus. Dafür bietet die R GmbH eine aufgewertete Exclusive Line an, die bereits auf 18-Zoll Rädern rollt und edles Leder den Innenraum schmückt.

Erstmals wenig zu sehen

Galerie: Sitzprobe VW PassatIm Interieur hat sich im Grunde am wenigsten offensichtlich verändert, auch wenn hier fast alles erneuert wurde. Neue Sitze sollen mehr Oberklasse-Komfort bieten, neue Materialien und die Türverkleidungen des Passat CC (sehr ähnlich zumindest) lassen auch Luxusverwöhnte ins Schwärmen geraten. Auf Wunsch gibt es eine Doppelverglasung, die das Innengeräuschniveau deutlich senken soll. Aber auch ohne diese Sonderausstattung soll der neue Passat extrem leise sein.

Am Kombiinstrument, Navi, Radio und Klimasteuerung änderte sich nichts. Lediglich um den Schalthebel herum haben sich nun neue Taster und Funktionen angeordnet. Konnte bislang beispielsweise kein DCC (adaptives Fahrwerk) mit dem schlüssellosen Motorstart-System geordert werden, weil einfach der Platz für die notwendigen Tasten fehlte, kann nun ungeniert die Sonderausstattungsliste geplündert werden. Links sitzen beispielsweise Motor-Start-Knopf und der Hebel für die elektrische Feststellbremse, rechts gibt es Platz für die Parklenktaste (die Parklücke muss nur noch 80 Zentimeter länger sein als der Passat), das adaptive Fahrwerk (DCC), die Parkpiepser-Deaktivierung und andere Funktionen.

Hightech Fahrassistenz

Neu sind Hightech-Features wie der Lane-Assist, der Tot-Winkel-Warner, die automatische Notbremsfunktion, die kamerabasierte Tempolimit-Erkennung und beispielsweise der Einschlafwarner, der ab Comfortline sogar serienmäßig ist. Eine gute Idee ist die automatisch öffnende Heckklappe. Zuerst nur bei der Limousine und nur in Verbindung mit dem schlüssellosen Zugang und der automatischen Heckklapp öffnet diese bei einem Fußschwenk unter dem hinteren Stoßfänger, sofern der Fußbeweger den Autoschlüssel in der Tasche hat. Hilfreich bei vollen Händen.

Umfangreich, daher ein Neuer

Galerie: Sitzprobe VW PassatAlles in allem ist das Mega-Facelift des Passats so umfangreich, dass man guten Gewissens von einem neuen Fahrzeug sprechen kann. Die Änderungen sind tiefgreifend und greifen dort, wo es etwas zu verbessern gab. Das perfekte Langstreckenfahrwerk blieb beispielsweise unangetastet. Auf den ersten Blick ist alles gelungen und wird der neue Passat sicherlich den Abstand zu den Premium-Mittelklasse-Modellen minimieren, oder gar überholen.

Ach ja, noch eine Anmerkung: In den USA wird es den neuen Passat nicht geben. Für diesen Markt plant Volkswagen einen eigenen Passat. Knapp fünf Meter lang, deutlich günstiger und im neuen VW-Werk in Chattanooga/Tennesse produziert, soll er dem Toyota Camry Paroli bieten und die nicht ganz so qualitätsverrückten Nord-Amerikaner auch in diesem Segment zu VW holen.

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