Genfer Autosalon 2009
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Galerie: Sitzprobe VW Polo

Sitzprobe: VW Polo

Der Polo spielt Mini-Golf

03.03.2009

Ein Auto rollt auf die Bühne, VW-Entwicklungsvorstand Dr. Hackenberg sagt ein paar Worte, die versammelte Journaille applaudiert und weiter geht‘s im Programm des VW-Konzernabends am Vorabend des Genfer Auto Salons 2009. Dass auf der Bühne nicht irgendein Auto, sondern der neue Polo präsentiert wurde, merkt man kaum. Vielleicht mag die Inszenierung der wirtschaftlich schwierigen Zeit entsprechen. Dem Auto tut sie‘s jedenfalls nicht.

Die nun fünfte Auflage des Wolfsburger Kleinwagens dürfte sich zu einem der wichtigsten Modelle im Portfolio entwickeln und seinem großen Bruder, dem Golf, hausinterne Konkurrenz bereiten. Schließlich soll der Polo „das souveräne Konzept des Golf in das nächst kleinere Segment“ transferieren, so VW-Chef Martin Winterkorn.

Was der neue Polo auf jeden Fall transferiert, ist die Optik des Kompaktklässlers. Blickt man dem neuen Kleinwagen ins Gesicht, erkennt auch der Laie einen zu heiß gewaschenen Golf VI.  Die angeschnittenen Scheinwerfer, die Konturen auf der Motorhaube , der schmale Kühlergrill - das alles erinnert an den erst im vergangenen Jahr präsentierten Golf.

Nicht niedlich

Volkswagen PoloDazu ein wenig Scirocco und am Heck Anleihen vom Seat-Bruder Ibiza, fertig ist der neue Polo. Volkswagen-DNA nennt das Chefdesigner Walter de Silva. Und das jener kein Freund von Schnörkelei ist, wissen wir. Mit klaren Linien setzt sich der Neue von seinen Mitbewerbern im Kleinwagensegment ab, wirkt weder verspielt noch niedlich, sondern erwachsen und männlich und soll so die vor allem weibliche Zielgruppe um den Finger wickeln.

Mit nun 3,95 Meter Länge (vier Zentimeter mehr als bisher) ist der Polo auch alles andere als ein putziger Kleinwagen. Zum Vergleich: Ein Golf I maß gerade mal 3,70 Meter. Dementsprechend herrschen in der ersten Reihe fürstliche Platzverhältnisse und im Fond ist es nicht die Beinfreiheit, sondern der Spielraum nach oben, der die Passagiere etwas einschränkt: Aus optischen Gründen haben die Designer das Dach im 13 Millimeter abgesenkt. Der Kofferraum schluckt mit einem Volumen zwischen 280 und 952 Liter ausreichend Gepäck, die Rückbank ist aber erst ab der mittleren Ausstattungslinie geteilt umklappbar.

VW-Charme

Volkswagen PoloDie klaren Linien, die Walter de Silva so wichtig sind, gibt‘s auch im Cockpit. Keine Experimente, alles ist da, wo es hingehört und die meisten Bedienelemente, wie etwa das abgespeckte Radiosystem, sind bekannt. Was beim Exterieur aber in der maskulinen Optik fruchtet, wirkt im Innenraum, man mag fast leider sagen, wieder einmal VW-typisch konservativ.

Doch der Innenraum punktet auf andere Weise: Die Verarbeitungsqualität übertrifft, abgesehen von Kleinigkeiten, die wir der Vorserienproduktion anlasten wollen, den Klassenstandard um ein Vielfaches. Vor allem den weichen, fein genarbten Kunststoff an Türverkleidungen und Armaturenbrett sucht man selbst in der Kompaktklasse bei vielen Herstellern vergebens.

Volkswagen PoloPunkten kann der Polo auch mit einer modernen Motorenpalette. Sieben Aggregate will VW 2009 anbieten, fünf davon kommen erstmalig im Polo zum Einsatz. Einzig die beiden 1,2-Liter-Dreizylinder mit 60 und 70 PS gab es schon im Vorgänger. Neu im Programm ist der 1.4er-Vierzylinder mit 85 PS, das Highlight aber ist zweifelsohne der 105 PS starke 1.2 TSI mit Turboaufladung. Er ist als einziger Motor serienmäßig mit Sechsgang-Getriebe ausgerüstet und soll mit 5,5 Litern Durchschnittsverbrauch genau so sparsam sein wie die beiden Einstiegsbenziner.

Drei Sparmeister

Komplett neu ist die Dieselauswahl. Drei Common-Rail-Aggregate stehen zur Wahl, allesamt mit 1,6 Litern Hubraum, die ein Leistungsspektrum von 75 bis 105 PS abdecken. Vorbildlich: Auf dem Papier verbrauchen alle drei Selbstzünder gerade mal 4,2 Liter Diesel je 100 Kilometer. Und als BlueMotion-Variante soll der 90-PS-TDI nur noch 3,8 Liter konsumieren. Er ist als einziger Diesel zudem, neben dem 1.4er Benziner und dem 1.2 TSI, optional mit Siebengang-DSG bestellbar.

Volkswagen PoloDarüber hinaus hat VW auf dem Genfer Auto Salon eine Studie gezeigt, die noch vor Marktstart des neuen Polo einen Ausblick auf die nächste BlueMotion-Generation gibt. Schon 2010 will VW eine noch verbrauchsoptimiertere Variante auf den Markt bringen. Vorraussetzung: Ein sich in der Entwicklung befindender 1,2-Liter-TDI  muss bis dahin fertig sein. Der 75 PS starke Dreizylinder soll an eine Start-Stopp-Automatik gekoppelt werden, die zusammen mit weiteren Spritspar-Maßnahmen, wie etwa dem aerodynamischen Unterboden, den Verbrauch des nur 1.080 Kilogramm schweren Polo BlueMotion auf 3,3 Liter drücken sollen.

Gleicher Preis

Mit ESP, Berganfahrassistent, elektrischen Fensterhebern vorn, Zentralverriegelung und höhenverstellbarem Fahrersitz ist der Polo ab Ende Juni 2009 in der Basisversion Trendline erhältlich. Der Preis: 12.150 Euro, und damit genau soviel wie bisher. Wer mehr Komfort will, kann zu den Ausstattungslinien Comfortline und Highline greifen und seinen Polo mit Extras wie beheizbaren Außenspiegeln, Klimaanlage, Funkfernbedienung, Nebelleuchten und Multifunktionsanzeige ausrüsten.

Volkswagen Polo

 
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