Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Sitzprobe VW Touareg

Sitzprobe: VW Touareg

Was lange währt

12.02.2010

Acht Jahre ist der aktuelle VW Touareg bereits auf dem Markt, doch jetzt heißt es Abschied nehmen. Den Nachfolger hat VW nun in München zum ersten Mal gezeigt, doch bis das Auto endlich auf die Bühne durfte, dauerte es.

Fast mochte man meinen, das Auto war nicht der Star beim Premierenabend im Postpalast in München. Die von Thomas Gottschalk moderierte Präsentationnsgala, zu der rund 500 Journalisten und Prominente geladen waren, drehte sich lange, zu lange, um Star-Geiger David Garrett, Schauspieler Thomas Kretschman, diverse Rallye-Dakar-Fahrer, bei der VW kürzlich die ersten drei Plätze errang und den Comedian Michael Mittermeier, der die Geduld des Publikums mit einer langatmigen Darbietung auf die Probe stellte.   

Das Warten hat sich gelohnt

Volkswagen TouaregDass sich das Warten gelohnt hat, war nach knapp zwei Stunden klar. Dann endlich durften drei neue Touareg auf die Bühne rollen und mussten sich den Blicken und ersten Berührungen der neugierigen Journalisten und Vertretern der Oberschicht stellen. Und auch wenn es von außen nicht so aussieht, der Touareg II ist eine komplette Neukonstruktion.

Bewusst hat man sich dafür entschieden, die Karosserie nicht großartig umzugestalten. Riesengroße Lufteinlässe dominieren die neue Front und die Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sind schärfer gezeichnet. Simplicita nennt Chef-Designer Walter da Silva seinen Stil und meint damit das einfache, klare Design ohne große Spielereien - zu dem die üppigen Endrohre allerdings nicht ganz passen wollen.

Aufgeräumter

Volkswagen TouaregSimpler als bisher geht es dagegen im Innenraum zu. Zwar ähnelt auch das Interiereur der aktuellen Generation, doch wirkt das Cockpit deutlich aufgeräumter, wofür vor allem weniger Schalter und Tasten sorgen. Geblieben ist die gute Verarbeitung, das großzügige Platzangebot auf allen Plätzen und stolze 580 Liter Kofferraumvolumen. Schließlich ist der Neue auch knapp gewachsen, um vier Zentimeter auf 4,80 Meter. Und trotzdem wiegt die Basis-Version fast 200 Kilogramm weniger als bisher.

Was nicht heißt, dass der Touareg jetzt zum Exempel für Leichtbau aufgestiegen ist. Fast 2,2 Tonnen Leergewicht sind immer noch eine Menge, die bewegt werden will. Und das weitgehend von bekannten Motoren. Da wird es weiterhin den V6 TDI geben (mit 240 PS und serienmäßiger Stopp-Start-Automatilk) sowie den kürzlich im neuen A8 vorgestellten 4,2-Liter-Acht-Zylinder-Diesel mit 340 PS und einem bärigen Drehmoment von 800 Newtonmetern. Mit 7,4 beziehungsweise 9,1 Liten Durchschnittsverbrauch sollen beide verhältnismäßig sparsam unterwegs sein, aber den neuen VW 215 respektive 242 km/h schnell machen.

Hybrid statt V8

Volkswagen TouaregAuf Benzinerseite steht ein 280 PS leistender V6 FSI zur Verfügung, der mit jetzt 9,9 Litern gut zweieinhalb Liter weniger konsumiert, als bisher. Einen Acht-Zylinder sucht man dagegen vergebens, zumindest in Europa und den USA (in Arabien, China und Russland wird er weiterhin angebote). An dessen Stelle tritt der Touareg Hybrid, der bereits zur Markteinführung Mitte April 2010 verfügbar ist und als Vollhybrid sogar rein elektrisch Fahren kann. Im Idealfall ganze zwei Kilometer weit bei maximal 50 km/h.

Im Hybrid-Touareg kombiniert VW einen kompressorgeladenen V6-Benziner mit 333 PS (bekannt aus dem S4 und S5 Cabrio) und einen 34 Kilowatt (47 PS) starken Elektromotor, was eine Gesamtleistung von 380 PS und ein maximales Drehmoment von 580 Newtonmetern ergibt, das wie in allen neuen Touareg von der ebenfalls aus dem A8 bekannten Acht-Gang-Automatik verwaltet wird. Die Kraft genügt, um den 2,3 Tonnen schweren Hybrid in 6,5 Sekunden auf Tempo 100 zu Beschleunigen und maximal 240 km/h schnell zu machen. Und das bei einem Normverbrauch von lediglich 8,2 Liter Benzin je 100 Kilometer.

Zwei Allradsysteme

Galerie: Sitzprobe VW TouaregSerienmäßig übernimmt nun in allen Touareg ein selbstsperrendes Torsendifferenzial die Kraftverteilung zwischen den Achsen. Für den harten Offroadeinsatz bietet VW beim V6 TDI zusätzlich ein Terrain-Tech-Paket an, bei dem ein Verteilergetriebe inklusive Untersetzungsstufe und einem jeweils manuell zu 100 Prozent sperrbaren Mitten- und Hinterachsdifferenzial zum Einsatz kommt. Damit hat der Fahrer wieder, wie in der ersten Generation, selbst die Kontrolle über den Allradantrieb.

Des weiteren hat VW alles an Technik in den neuen Touareg gepackt, was das Konzernregal hergab: Den neuen Abstandstempomat ACC mit Stop-and-Go- und Notbremsfunktion, das Area View genannte Umfeldbeobachtungssystem, die dynamische Fernlichtregelung, eine weiterentwickelte Luftfederung mit Wankausgleich, einen Spurhalteassistent, und, und, und. Das meiste freilich gegen Aufpreis.

Galerie: Sitzprobe VW TouaregHybrid ab 74.000 Euro

Doch dürfte die Klientel ohnehin nicht sonderlich preissensibel sein, kostet doch schon der V6 TDI mindestens 50.700 Euro. Über 20.000 Euro mehr müssen für den bärenstarken Acht-Zylinder-Diesel an den Händler überwiesen werden und der Hybrid fängt erst bei 73.500 Euro an. Was der V6-Benziner kosten soll, steht noch nicht fest, dürfte aber spätestens bei der offiziellen Premiere auf dem Genfer Auto Salon bekannt gegeben werden.

 
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