Auto Salon Genf 2016
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Special Neuheiten auf dem Autosalon Genf

Special: Neuheiten auf dem Autosalon Genf

Automobile Weltreise

03.03.2016

Der Genfer Autosalon ist in Europa die erste Automesse des Jahres und kann auf eine Tradition bis ins Jahr 1905 zurückblicken – damals noch als Nationale Automobil- und Fahrradausstellung. Auch im 111. Jahr der Ausstellung zeigen wieder zahlreiche Hersteller ihre Neuheiten am Lac Leman – wir haben uns für Sie bei den fertigen Serienmodellen umgesehen und präsentieren Ihnen die Highlights aus der ganzen Welt.

Beginnen wir unsere Reise im hohen Norden: Dort werden die Elche aber Augen machen, wenn der neue, schick designte Volvo V90 an ihnen vorbei eilt. Der große Kombi soll die Erfolge des V70 weiterführen und wird wahrscheinlich die Motorenpalette aus dem XC90 übernehmen – das heißt, Leistung von 190 bis 320 PS, plus einen Plug-In-Hyrbidantrieb, der 407 PS verwaltet und rein elektrisch 50 Kilometer zurücklegen kann. Erwartet wird er in der Zeit der ‚kräftskiva’, dem großen schwedischen Krebse-Essen im Spätsommer.

Sportler und SUVs aus Deutschland

Kommen wir in die Heimat Deutschland: Wie der krisengeschüttelte Volkswagen-Konzern mit spannenden Studien, SUVs und Super-Sportlern in die Zukunft blickt, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Aber auch die Rüsselsheimer merken: Kleine SUVs sind gefragter denn je – und so sind sie mit dem aufgefrischten Mini-SUV Opel Mokka angetreten, dem sie ein eleganteres Kleidchen angezogen und es mit der neusten Infotainmentgeneration gewappnet haben. Die Antriebspallette wird um den bereits aus dem Astra bekannten 1,4-Liter-Turbo-Benziner mit 150 PS erweitert. Fortan wird der Mokka den Namenszusatz „X“ tragen – warum, weiß keiner.

Galerie: Special Neuheiten auf dem Autosalon GenfEtwas weiter im Süden warten schon die Stuttgarter-Sternchen mit dem Mercedes-Benz C-Klasse Cabrio, welches ganz dem Stile des Coupés folgt – nur eben mit Stoffdach. Aus dem geschlossenen Bruder kommen auch die Motoren; und ist das Verdeck zu, soll das Cabrio nicht lauter sein als das Coupé. Wir sind auf die erste Ausfahrt gespannt! Und die Münchner? BMW hat zwei Versionen des 7ers ausgestellt: Einerseits das Zwölfzylinder-Topmodell M760Li xDrive mit satten 600 PS, andererseits den Plug-in-Hybrid 740Le, der einen Vierzylinder Turbo-Benziner (258 PS) mit einem E-Motor (83 kW) koppelt und so auf 326 PS Gesamtleistung kommt. Der Verbrauch: 2,1 Liter, aber nur auf den ersten einhundert Kilometern – und nur, wenn die Batterie voll ist!

Viel Platz bei den Franzosen

Mit dem TGV setzen wir die Reise von Stuttgart aus nach Frankreich fort. Hier warten bereits Citroën, Peugeot und Renault mit ihren Neuheiten. Größtes präsentiertes Modell der Franzosen ist der Citroën Spacetourer, ein Van, der Platz für bis zu neun Passagiere bereithält. In drei Fahrzeuglängen von 4,60 bis 5,30 Meter wird er ab Herbst in den Handel kommen. Wer ihn nicht aus dem Hause Citroën will, kann die baugleiche Schwester von Peugeot unter dem Namen Traveller ordern. Beide Modelle werden in Gemeinschaftsarbeit mit Toyota gebaut.

Renault bringt gleich zwei Neuerung mit viel Platz mit an den See: Zum einen die Kombiversion des Mégane, die wieder unter dem Namen Grandtourer antritt, sowie zum anderen die vierte Generation des Scénic. Den einst biederen Familien-Van hat man in der Neuauflage optisch ein wenig näher an den Capture und Espace gerückt und ihm, dem SUV-Trend folgend, mehr Bodenfreiheit gegönnt. Die Markteinführung wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Galerie: Special Neuheiten auf dem Autosalon GenfEin kleiner Abstecher gen Süd-Osten, wo schon die temperamentvollen Italiener auf uns warten: Fiat brachte mit Tipo und 124 Spider gleich zwei Modelle mit nach Genf. Der eine, Tipo, soll in der Kompaktklasse wildern und kommt nach der Fließheckversion nun als deutlich erfolgversprechenderes Stufenheck. Weitaus weniger praktisch, aber umso emotionaler, zeigt sich der 124 Spider – das Schwestermodell des Mazda MX-5 hat etwas mehr Power und eine eigenständige Optik. Die Nobeltochter Maserati wird ab Mai 2016 den Markt mit dem SUV Levante ordentlich auf den Dreizack nehmen – zwar ist er weniger sportlich als Quattroporte und Ghibli, dafür ist das Höhensitzen heutzutage ein gutes Verkaufsargument. Allrad ist natürlich Serie.

Viel PS aus Italien und England

Für mehr Sportlichkeit im Konzern sorgt Ferrari: Der FF hat eine Auffrischung erfahren und heißt jetzt GTC4 Lusso. Geblieben ist es beim V12-Sauger, jetzt aber mit 507 PS, der den Viersitzer bis zu 335 km/h schnell machen soll. Erstmal zum Einsatz kommt nun eine Hinterradlenkung. Auch Alfa Romeo ist am Genfer See vertreten und hat, nach der bereits gezeigten Top-Version, nun auch die etwas schwächeren Versionen der Mittelklasselimousine Giulia im Gepäck: Die Diesel leisten 150 bis 210, die Benziner 200 bis 280 PS.

Noch kurz ein Blick auf die Insel: Jaguar legt beim F-Type noch einmal nach und bringt mit dem SVR eine 575 PS starke Ausbaustufe des bekannten V8-Kompressor-Benziners, der den Sportler in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 bringt. Werte, mit denen sich ein McLaren nicht zufrieden geben würde. Der 675LT Spider tritt ohne Dach, dafür aber mit 675 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment an, die ihn in nur 2,9 Sekunden auf Landstraßentempo bringen – und auf Wunsch 326 km/h schnell werden lassen.

Ford punktet mit Connectivity und Power

Galerie: Special Neuheiten auf dem Autosalon GenfSchauen wir nach Übersee: Über den Atlantik ist Ford an den Genfer See gekommen und hatte die überarbeitete Version seines SUVs Kuga dabei. Die Änderungen sind nicht neu, wurde doch schon im Januar das aufgefrischte US-Schwestermodell in Detroit gezeigt. Doch die gründliche Überarbeitung hat dem Hochbeiner gut getan, deutlich selbstbewusster und gefälliger steht er auf den Rädern – und bringt gleich noch eine neue Generation des Infotainmentsystems mit über den großen Teich, das deutlich einfacher zu bedienen sein soll und bessere Vernetzung bietet. Ebenfalls am Ford-Stand: Der Fiesta ST 200 mit nun 200 PS; mit Overboost fallen für rund 20 Sekunden sogar 215 Pferdchen über die Forder-Achse her. Erklärter Gegner: der Mini John Cooper Works.

Nicht viel Neues aus Japan

Mehr gibt es aus USA gar nicht zu berichten, dafür aber aus Asien – wenngleich von den Chinesen in Genf bis auf ein paar Studien nichts zu sehen war. Blicken wir also nach Japan: Toyota brachte das Hybrid-SUV C-HR mit, das bereits in Frankfurt als Concept Car zu sehen war und nun serienfertig ist. Neben dem markentypischen Hybrid-Antrieb will Toyota auch einen Turbo-Benziner anbieten – und verspricht dank neuer Plattform hervorragendes Handling. Das bietet auch das Oberklassecoupé der Nobeltochter Lexus. Mit Verbrenner debütierte der LC 500 bereits in Detroit, jetzt reichen die Japaner die Hybrid-Version nach: Ein 299 PS starker V6 wird mit einem E-Motor kombiniert, gemeinsam schicken sie 354 PS an die Hinterachse.

Galerie: Special Neuheiten auf dem Autosalon GenfWenig Neues gibt es dagegen von den übrigen Herstellern aus dem Land der aufgehenden Sonne: Mazda zeigt einen neuen Spar-Diesel für den kompakten Mazda3: 3,8 Liter soll das 105-PS-Aggregat schlucken. MItsubishi hat den Kleinwagen Spacestar aufgefrischt und Nissan präsentiert, wie sie sich zukünftige Top-Versionen von Qashqai und X-Trail vorstellen können: Mit mattschwarzem Karbon und goldenen Deko-Details sind die Individualisierungsoptionen aber sicher nicht jedermanns Geschmack. Subaru stellt den überarbeiteten XV vor, den wir schon für Sie getestet haben. Und Suzuki legt mit dem Baleno im Kleinwagensegment nach. Der sieht zwar bieder aus, fährt aber mit Abstands-Tempomat, Notbremsfunktion, Touch-Screen-Navi und iPhone-Anbindung technisch weit vorne mit.

Koreaner setzen auf Öko-Modelle

Von Japan geht’s nach Korea, von wo drei Hersteller den Weg in die Schweiz geschafft haben. SsangYong zeigt in Genf den XLV, also die Langversion des Mini-SUV Tivoli. Der Große misst nun 4,40 Meter; das Plus von 20 Zentimetern kommt komplett dem Kofferraum zugute, der nun 720 Liter schluckt. Deutlich mehr hat Kia zu bieten: Zum einen hat der Optima nun einen Plug-in-Hybrid-Antrieb erhalten, der dem Mittelklässler rund 55 Kilometer rein elektrische Reichweite bescheren soll. Mit 202 PS ist die Elektro-Benzin-Kombination zudem nicht schwach auf der Brust, soll aber nur 1,6 Liter verbrauchen; zumindest wenn der Akku voll ist. Ebenfalls neu im Optima-Programm: Der Kombi mit 553 Liter Kofferraum.

Mit dem Nitro hat Kia auch noch ein komplett neues Modell am Stand: Das 4,36 Meter lange SUVchen fährt ausschließlich als Hybrid vor und kombiniert einen 105-PS-Benziner mit einem 32-kW-E-Motor. So soll sich der Crossover mit 3,8 Litern auf 100 Kilometer zufrieden geben. Auch Kias Mutterkonzern Hyundai setzt auf das grüne Gewissen und legt mit dem Ioniq eine Art koreanischen Prius auf. Der Viertürer kommt Ende des Jahres und ist als Hybrid, Plug-in-Hybrid und reines Batterieauto zu haben. Der Nur-Stromer kommt rund 250 Kilometer weit, die Steckdosen-Version schafft gut 50 Kilometer, ohne eine Tropfen Benzin zu verbrennen.

Und was kommt noch?

Sie wollen wissen, was die Zukunft bringt? Dann schauen Sie sich in unserer Studien-Übersicht um und träumen Sie mit uns von Elektro-Supersportlern, noch spektakuläreren SUVs und Cockpits fast ohne Knöpfchen und Schalter!

 
4
17

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.