Roadtrip in die Zukunft
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Galerie: Special Roadtrip

Special: Roadtrip

Tag 1: Miami Beach nach Jacksonville

08.11.2016

Galerie: Special RoadtripDrei Uhr in der Nacht. Ich blicke mit ganz kleinen Augen auf den Wecker: Das bin ich nicht von mir gewohnt. Eigentlich habe ich einen sehr tiefen und festen Schlaf, und versuche mich an jede Sekunde zu klammern, ehe der Wecker klingelt und drücke mindestens sieben Mal auf die Schlummer-Taste. Nur in den ersten Tagen in Amerika ist das, wie bei den meisten Menschen, anders – dank Jetlag. Also hangle ich mich mit Schlaf-Wach-Schlaf-Phasen durch die warme Nacht von Miami Beach. Dann ist endlich Aufstehzeit und in Windeseile stehe ich in den Startlöchern. Heute wartet nämlich der neue Smart electric drive für eine erste Ausfahrt – ein im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich spannendes Auto! Schon sein Vorgänger, den AutoScout24 im Dauertest intensiv auf die Probe gestellt hat, war in der elektrisierten Version mein klarer Stadtfavorit. Einmal an der Ampel kurz aus Gaspedal gedrückt, und der Winzling lässt beim Start jeden Porsche alt aussehen. Zu diesem Zeitpunkt darf ich Ihnen allerdings noch nicht verraten, wie sich die neuste Generation des stromernden Bonsai-Benz fährt. Den ganzen Testbericht gibt’s exklusiv am 19. November 2016!

Galerie: Special RoadtripNach ausgiebiger Testfahrt stärken wir uns noch kurz, ehe wir am Nachmittag um 15 Uhr Ortszeit die Reise durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten antreten. Nein, natürlich nicht mit dem Elektro-Smart. Das wäre mit einer Reichweite von 160 Kilometern tatsächlich ein bisschen viel des Abenteuers, zumal die Lade-Infrastruktur auch in den USA jenseits der großen Städte nicht sonderlich ausgeprägt ist. Und es gibt viele dieser „Jenseits-Gegenden“ auf dem Weg nach Los Angeles. Aber: Unser Begleiter für die nächsten Tage und tausende von Meilen auf dieser doch etwas anachronistischen Reise ist ähnlich zukunftsweisend, wie der E-Smart – eine mit High-Tech-Features vollgestopfte Mercedes-Benz E-Klasse, die sogar autonom überholen kann!

Highway oder Interstate?

Die Reise beginnt mit der Etappe vom kosmopolitischen Miami in die bevölkerungsreichste Stadt Floridas, Jacksonville. Rund 560 Kilometer aus Highway und Interstate liegen vor uns. Wo da der Unterschied liegt? Zugegeben, die Bezeichnungen sind ein wenig irreführend, denn alle Straßen in Nordamerika, die dem Fernverkehr dienen, werden irgendwie als Highway bezeichnet. Von diesen “Hochwegen“ kennt der Amerikaner zweierlei. Die Hauptverkehrsstraßen, United States Highways, entsprechen den deutschen Bundes- und Hauptstraßen. Der bekannteste United States Highway ist übrigens keine geringere als die legendäre Route 66, deren Wege wir sicher noch kreuzen werden.

Galerie: Special RoadtripWer dagegen gerne auf klassischen Autobahnen unterwegs ist, der muss sich in Amerika einen sogenannten Interstate Highway suchen. Das offiziell „Dwight D. Eisenhower National System of Interstate and Defense Highways“ genannte Straßennetz geht auf den namensgebenden Präsidenten zurück, der in den 1950er Jahren die ersten Interstates bauen ließ. Doch anders als in Deutschland herrschen in den USA auch auf der Autobahn grundsätzlich Speed-Limits – und nicht mal an unsere Richtgeschwindkeit von 130 km/h reichen die Tempolimits heran: Bei maximal 80 Meilen pro Stunde (129 km/h) ist Schluss. Wer beim zu schnellen Fahren erwischt wird, kann außerdem hart bestraft werden. Das reicht von einem Verwarngeld über ein hohes Bußgeld bis hin zu einer Nacht im Gefängnis. Die aber würde unseren Zeitplan gefährlich ins Wanken bringen, schließlich haben wir schon in einer Woche einen Termin in Los Angeles. Deshalb: Lieber den Abstands-Tempomat setzen und die E-Klasse gemütlich in der der vorgeschriebenen Geschwindigkeit dahinrollen lassen.

Aber: Nicht nur zu schnelles Fahren wird teuer. Auch das Herauswerfen von Gegenständen aus dem Auto, wie eine leere Cola-Dose, eine McDonalds-Tüte oder das Leeren des Aschenbechers, kann schnell teuer werden. Oft stehen am Straßenrand Schilder die auf das Verbot und mögliche Folgen hinweisen. Mit der Aufschrift „$$$$ fine for litter“, versucht man schon vorab den Umweltverschmutzer von seiner Tat abzuhalten. Und das scheint zu klappen! Auf den Fernstraßen in Amerika sieht man nur sehr selten Müll herumfliegen. Überwacht werden die Straßen übrigens nicht nur durch den am Fahrbahnrand stehenden Sheriff, sondern auch verstärkt aus der Luft: durch Helikopter.

Zahlen des Tages

Tagesetappe: 354 Meilen (569 Kilometer); Gesamtstrecke: 354 Meilen (569 Kilometer); durchschnittliche Geschwindigkeit: 53 mph (85 km/h); durchschnittlicher Verbrauch: 31.3 mpg (7,5 Liter pro 100 Kilometer); Tankrechnung: 0 USD (0 Euro); Tankrechnung gesamt: 0 USD (0 Euro)

 
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