Roadtrip in die Zukunft
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Galerie: Special Roadtrip

Special: Roadtrip

Tag 6: Canyon nach Gallup

14.11.2016

Galerie: Special RoadtripDie dunklen Wolken vom Vortag sind vergessen, heute Morgen begrüßt uns die Sonne mit hellem Schein. Schnell noch ein kleines Frühstück eingenommen und schon sitzen wir wieder in unserer Mercedes-Benz E-Klasse. Die heutige Etappe führt uns nach Gallup und damit in den Bundesstaat New Mexico, doch bereits nach wenigen Minuten Autofahrt steht der erste kurze Foto-Stopp auf dem Plan: The „Big Texan Steak Ranch“ ist mit seinen 72 oz Steaks (rund zwei Kilogramm) nicht nur ein wahrer Publikumsmagnet, sondern ein ein willkommenes Fotomotiv. Wer es schafft, diese monströse Portion in einer Stunde zu verputzen, darf ohne zu bezahlen den Laden wieder verlassen. Leider sind wir aber vom Frühstück noch so gesättigt, dass wir uns uns gegen die Herausforderung entscheiden und uns mit einem Erinnerungsfoto begnügen.

Groß und größer

Galerie: Special RoadtripBigger is better gilt aber natürlich nicht nur bei den Steaks: Auch kleine Autos fehlen hier in der ländlichen Region gänzlich. Wer etwas auf sich hält, stellt sich einen hochpotenten Pickup in seinen Vorgarten. Doch warum eigentlich? Ich frage nach: Der nette Herr im Pickup auf dem großen Parkplatz begrüßt mich mit einem freundlichen ‚Howdy‘ – ja, daran merkt man, dass man in Texas unterwegs ist – und auf meine Frage, warum man in Amerika große Autos mit ebenso großen Motoren so liebt, wo doch überall die strengen Tempolimits gelten, begegnet er mir mit einem Lächeln.

„So sind wir halt“, sagt er kurz und knapp. „Das Land ist groß, und scheinbar müssen die Autos dann auch groß sein. Das ist über die Jahre so gewachsen. Und die Motoren müssen das Fahrzeug mit ordentlicher Durchzugskraft vorantreiben.“ Der flotte Start an der Ampel, darauf kommt es den Amis an, und nicht auf die Maximalgeschwindigkeit. „Aber für eure Autobahnen beneide ich euch schon ein wenig“, gesteht er schließlich.  

Kunst wächst aus dem Boden

Galerie: Special RoadtripWir haben inzwischen nicht nur Erkenntnis über die amerikanischen Autovorlieben gewonnen, sondern auch die Antwort auf Tony Christies gesungene Frage: Is this the way to Amarillo? Genau dorthin sind wir nämlich unterwegs, und damit zu einem weiteren Highlight entlang unserer Route: Die Cadillac Ranch – eine Kunstinstallation direkt im Maisfeld. Cadillacs von 1948 bis 1963 zeigen den Beginn und Niedergang der Heckflosse.

Galerie: Special RoadtripDas Kunstwerk ist über die Jahre gewachsen, und die Besucher sind angehalten, sich mit Farbspraydosen auf den Fahrzeugen zu verewigen. Alle Nase lang werden die Autos wieder weiß übermalt und das Spiel beginnt von neuem. Es dauert aber jedes Mal keine 24 Stunden, ehe wieder neue Farbkleckse die Cadillacs verzieren.

Zeit für Kritik

Nachdem auch wir unsere Spuren auf den Caddies hinterlassen haben, geht es weiter gen Westen. Auf dem einsamen Highway haben wir wieder mal Zeit, uns näher mit der E-Klasse zu beschäftigen, und zur Abwechslung auch mal nach Kritikpunkten zu suchen. Doch so einfach sind die nicht zu finden: Der Fahrassistent übernimmt den Überholvorgang, das durchgehende Cockpit sieht schick aus und die Sessel sind bequem. Die direkte Lenkung arbeitet vorbildlich, das Fahrwerk federt geschmeidig, und sogar der Spritverbrauch kann sich mehr als sehen lassen.

Galerie: Special RoadtripDoch der Teufel ist bekanntlich ein Eichhörnchen und steckt wie so oft im Detail: Zum Beispiel die USB-Anschlüsse. Der Benz verfügt über derer drei, zwei unter der Mittelarmlehne, einer hinter dem Getränkehalter. Die sind auf so einer Tour natürlich im Dauereinsatz. Aber: Wenn man die Anschlüsse in der Mittelarmlehne nutzt, muss man das Kabel in einen viel zu engen Spalt einquetschen. Kleine Aussparungen würden das Problem lösen und den Kabelverschleiß deutlich reduzieren. Außerdem - und das gilt nicht nur für Mercedes – sollten sich die Autobauer schleunigst Gedanken über ihre Navi-Infotainment-Systeme machen. Die Funktionen werden immer mehr, und die Bedienung immer komplexer. Auch nach ein paar Tagen entdecken wir immer noch neue Features und müssen hin und wieder zweimal nachdenken, wie das oder jenes bedient wird.  

Galopp, Gallup

Doch Schluss mit der Kritik, wir kümmern uns wieder um unsere Route, die heute ein paar besondere Schmankerl bereit hält: Während unserer Fahrt nach Gallup schneiden wir gleich mehrmals den historischen Teil der Route 66! Die bekannteste Straße der USA war ursprünglich 2.451 Meilen lang und führte von Chicago nach Santa Monica. Sie war, abgesehen vom Lincoln Highway, die erste durchgehend befestigte Straße an die US-amerikanische Westküste.

Galerie: Special RoadtripHeute allerdings kann die historische Route 66 nicht mehr durchgehend befahren werden. Doch sie ist und bleibt ein Anziehungspunkt für viele Touristen – ein Hauch von Freiheit und Abenteuer fährt eben immer noch mit! Gemütlich wie Easy Rider rollen wir die restlichen Meilen in Richtung Gallup und kommen – ausnahmsweise - noch im Hellen an. Und da wir heute Morgen schon die zwei Kilogramm Steak stehen lassen mussten, ist die Entscheidung fürs Abendessen schnell gefallen: Es geht ab ins Steak-House. Glücklich, müde und pappsatt – auch nach weniger als 72 oz –  fallen wir ins Bett und träumen dem neuen Tag entgegen, der uns nach Flagstaff führen wird, wo soeben die Skisaison eröffnet wurde.

Zahlen des Tages

Tagesetappe: 524 Meilen (843 Kilometer); Gesamtstrecke: 2.682 Meilen (4.316 Kilometer); durchschnittliche Geschwindigkeit: 53 mph (85 km/h); durchschnittlicher Verbrauch: 39,2 mpg (6,0  Liter pro 100 Kilometer); Tankrechnung: 37,53 USD (34,76 Euro); Tankrechnung gesamt: 224,94 USD (208,37  Euro)

 
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