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Galerie: Studie Audi Prologue

Studie: Audi Prologue

Der Singleframe ist tot, es lebe der Singleframe

20.11.2014

Schon lange muss sich Audi den Vorwurf gefallen lassen, sich zu wenig um das Design seiner Autos zu kümmern. Und das zu recht, denn das, was die Ingolstädter Marketingfachleute als unverwechselbares Familiengesicht bezeichnen, nennen andere schlicht “immer das gleiche”. Eine Designrevolution muss also her, und die sollte Marc Lichte, der neue Chefkreative bringen.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als am Vorabend der Los Angeles Autoshow mit großem Aufgebot an Volkswagen-Führungskräften der versammelten Journaille - in einer eigens angemieteten Privatvilla in den Hügeln von Beverly Hills - Audis neueste Designstudie vorgeführt wurde. Prologue nennt sich der A8-Coupé verschnitt und will schon mit dem Namen klar machen, dass etwas neues beginnt.

Mehr Evo- als Revolution

Wer allerdings nach der vorausgegangnen Laudatio Lichtes auf seinen Vor-Vorgänger Walter de Silva, der ja den so Audi-typischen Singleframe-Kühlergrill entworfen hatte, meinte, damit sei nun Schluss und hoffte, etwas gänzlich neues zu Gesicht zu bekommen, der wurde enttäuscht: Auch Lichtes Fingerübung ist auf den ersten Blick als Audi zu erkennen und dürfte vor allem Laien eher als Evo- denn als Revolution auffallen.

Gut, die Scheinwerfer sind etwas schmaler, schärfer gezeichnet als bisher, und der Singleframe-Grill, dessen Ende viele herbei ahnten, wenn nicht sehnten, ist etwas in die Breite gezogen. Doch von einem Neubeginn, wie ihn BMW eins mit dem Bangle-Siebener, oder Mercedes und Citroën jüngst mit A-Klasse und Cactus vollzogen, kann höchstens bei den Rücklichtern die Rede sein. Die ziehen sich nun in us-amerikanischem Stil quer über die gesamte Breite, und sollen so bald in dem ein oder anderen Modell in Serie gehen.

Seriendetails

Galerie: Studie Audi Prologue Generell dient der 5,10 Meter lange Prologue eher als Sammelträger diverser Details, die ihren Weg in die Massenfertigung finden werden, denn als Ausblick auf einen möglichen A9. Die schmalen LED-Lichter vorne, große Lufteinlässe in der Motorhaube, eine Sicke in der Seitenansicht, kantige Radhäuser wie einst beim Ur-Quattro und beleuchtet Sensorflächen statt Türgriffe - das alles soll die Audi Optik in Zukunft verfeinern; auf den Kopf stellen wird es sie aber nicht.

Natürlich hat Audi auch nicht an technischen Spielereien gespart, vor allem im Innenraum. Das virtuelle Cockpit des Audi TT scheint nur der Anfang gewesen zu sein, im Prologue ist die gesamte Instrumententafel als Display ausgelegt mit drei Touchflächen zur Steuerung. Das holt auch den Beifahrer wieder ins Boot und er kann zum Beispiel das Navi steuern. Außerdem erkennt der Audi seinen Fahrer am Smartphone und stellt Sitz, Klimaanlage und Lieblingsmusik selbstständig ein.

Konventioneller Antrieb

Ganz konventionell geht es dagegen unter der Haube her: acht Zylinder, wie sollte es bei einem in den USA präsentierten Auto anders sein, gehen dort ihrer Arbeit nach und entwicklen satte 605 PS und 750 Newtonmeter. So könnte die gut zwei Tonnen schwere Studie in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 eilen, wenn man sie denn ließe - doch möchte das dem von Hand zusammen gedengelten Einzelstück wohl niemand zumuten.

 

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