Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Audi nimmt den Tunern die Arbeit ab. Zum ersten Mal sind die Ingolstädter auf dem traditionellen GTI-Treffen am Wörthersee dabei und präsentieren gleich eine puristische Form des TT Roadster. Ohne Dach und Scheiben, dafür aber mit mehr Leistung soll die Studie clubsport quattro eine Fahrmaschine par excellence sein. Über eine Kleinserie denken die Ingolstädter mittlerweile nach.
„Wir haben eigentlich nur das gemacht, was die Jungs da draußen auch tun“, so Designer Frank Gruner. Anders gesagt heißt das: Verzicht auf das Überflüssige. Und das sieht man dem Audi TT clubsport quattro auf den ersten Blick an. Windschutzscheibe, Seitenfenster, A-Säule, Verdeck? Von alldem ist bei der Studie nichts zu sehen. Einzig ein schmaler Glasstreifen der sich weit bis über die Türen zieht ist geblieben.
Hinter den flacher gewordenen Überrollbügeln ersetzen zwei Höcker den sonst üblichen Verdeckkasten und sollen Rennsport-Erinnerungen wecken. Die zwei seitlich montierten, ovalen Endrohre sind unter anderem vom RS4 bekannt. Sie sollen den zur sportlichen Optik passenden Sound erzeugen.
Mehr Luft
Die Front der grau lackierten Studie quasi nur noch aus Lufteinlässen. Unterhalb der Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht befinden sich zwei üppig dimensionierte Öffnungen, den restlichen Platz nimmt der mächtige Singleframe-Grill ein. Anders als beim Serienmodell sitzen die vier Audi-Ringe auf der Haube und nicht im Grill.
Einer möglichst glatten Seitenansicht mussten die Türgriffe weichen. Per Knopfdruck springen die Türen auf und gewähren Einlass. Fahrer- und Beifahrer müssen sich in eng anliegende Sportschalen quetschen. Vierpunkt-Hosenträger-Gurte halten die Passagiere sicher fest.
Orange und Alu
Als Kontrast zum grauen Exterieur haben die Designer im Innenraum viele orangefarbene Akzente gesetzt - der gleiche Farbton wie bei den Bremssätteln der Keramikbremsanlage. Gepaart mit jeder Menge Aluminium ergibt sich im Cockpit ein sportlich-puristischer Look. Überarbeitete Instrumente und der Verzicht auf Uhr und Kilometerzähler komplettieren den Minimalismus.
Aufschläge gibt es nur beim Motor. Seit langer Zeit schon bietet Abt den vierzylindrigen 2.0 TFSI Motor mit 300 PS an, jetzt zieht Audi nach. Das modifizierte Saugrohr sorgt für das Leistungsplus (bisher maximal 265 PS). Ein Doppelkupplungsgetriebe schickt die Kraft per quattro-Allradantrieb an 20-Zoll Räder mit 265er Reifen.
Leer geräumt
Frühjahrsputz auch im Motorraum. Nebenaggregate und überflüssige Leitungen wurden verbannt, das ABS etwa findet im Innenraum platz. Ohne störende Abdeckung kommt das Turbo-Aggregat noch besser zur Geltung. Eine Domstrebe sorgt nicht für mehr Steifigkeit sondern beherbergt gleichzeitig den Kühlwasserausgleichsbehälter. (mg)
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