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Galerie: Studie BMW M1 Hommage

Studie: BMW M1 Hommage

Extrem keil

29.04.2008

Zum Milleniumswechsel beglückte BMW die Autowelt mit dem Z8 – eine atemberaubende Neuinterpretation des legendären 507. Der Retro-Roadster war ein perfekter Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Moderne. Im Historien-Fundus von BMW befindet sich mit dem M1 noch ein weiterer Meilenstein der sportlichen Fortbewegung, der seiner Wiederauferstehung harrt. Einen Hoffnungsschimmer hat BMW nun auf dem Concorso d’Eleganza mit der Studie M1 Hommage vorgestellt.

Bereits auf den ersten Blick wird klar, wen der Hommage zitieren will. Es ist vor allem seine Keilform, die unmissverständlich auf den Ur-M1 anspielt. Zu den weiteren Reminiszenzen zählen zum Beispiel die seitliche Fenstergrafik mit Hofmeisterknick, die Lackierung in Rot-Orange oder die Lamellen über der Heckscheibe. Sowohl die Positionierung des Markenemblems am Heck, als auch die Zeichnung des Kühlergrills samt der Integration der BMW-Nieren sind Anklänge an das Original. Besonders ins Auge fallen zudem die Räder des Hommage, die mit ihren Schlitzen ebenfalls sehr eindeutig auf den Serien-M1 anspielen.

Galerie: Studie BMW M1 HommageDer M1 war für BMW ein eher außergewöhnliches Modell. So richtig mochte die Flunder eigentlich nicht in das Portfolio der bayerischen Marke passen. Das lag wohl auch an den italienischen Wurzeln des Mittelmotorsportwagens. Zwar wurde das Design von der BMW-Studie Turbo aus dem Jahr 1972 inspiriert. Doch letztlich sieht man dem 1976 entwickelten M1 eindeutig die Handschrift des italienischen Stardesigners Giugiaro an. Entsprechend strahlt der M1 auch eher die Aura einer exotischen Superdiva à la Ferrari oder Lamborghini aus. Wohl auch ein wesentlicher Grund, warum der M1 ein so überaus faszinierendes Auto ist.

Ursprünglich war der M1 übrigens für den Rennsport gedacht. Doch im Motorsport konnte der bis zu 850 PS starke Über-BMW weder große Erfolge einfahren, noch insgesamt besondere Beachtung finden. Aus heutiger Sicht interessant: Für die Produktion in den Jahren zwischen 1978 und 1980 wurde eigens die BMW Motorsport GmbH gegründet, die heute das Markenemblem für besonders sportliche BMW-Modelle wie dem über 500 PS starken M6 ist.

Mit aus heutiger Sicht fast schon bescheidenen 277 PS aus einem 3,5-Liter-Sechszylinder schickte die M GmbH insgesamt 460 M1 auch auf die Straße. Damit hatte BMW lange Zeit den schnellsten Seriensportwagen unter den deutschen Herstellern. Unter sechs Sekunden dauerte der 100-km/h-Sprint, die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 260 km/h.

Der Schönheit eine Chance

Galerie: Studie BMW M1 HommageAuch wenn sich die Hommage-Designer klar an historischen Formen orientierten, so ist der Neo-M1 auch ein ganz moderner BMW. Vor allem das Spiel mit konkaven und konvexen Flächen und die scharfen Lichtkanten sind von aktuellen Modellen der Marke her hinlänglich bekannt. Trotz zeitgemäßer Formenspiele: Der M1 Hommage gibt keinen Ausblick auf ein künftiges Modell. BMW hat hier allein der Schönheit eine Chance gegeben.

Über die Innenraumgestaltung des Hommage macht BMW schon gar keine Angaben. Lediglich weist der Pressetext darauf hin, dass ein längerer Radstand im Vergleich zum Ur-M1 für mehr Platz innen sorgen soll. Auch über eine mögliche Motorisierung schweigt sich der Hersteller aus. Das Thema Leistung ist in Zeiten des Klimawandels ohnehin ein schwieriges. In jedem Fall hätte BMW einige potente Motoren im Regal, die für standesgemäßen Vortrieb sorgen könnten. Allen voran der 507 PS starke V10 aus dem M5/M6 würde sich hier anbieten. Und für den Einsatz in einem Supersportler ließe sich dieses Aggregat problemlos noch in seiner Leistung steigern. Galerie: Studie BMW M1 Hommage

Kommt ein Supersportler?

Das Thema Antrieb wirft noch eine grundlegendere Frage auf: Wann bringt BMW endlich einen reinrassigen Supersportler auf den Markt? Immerhin haben Mercedes (SLR) und Audi (R8) bereits entsprechende Extrem-Boliden im Portfolio. Ganz dringend sogar müsste man in München hier nachlegen. Ein solches Produkt würde der betont dynamischen Automarke zweifelsohne gut zu Gesicht stehen. Doch Konkretes hat sich aus dem Dampf der wild brodelnden Gerüchteküche bislang nicht herauskristallisiert. Sofern ein solches Projekt in nächster Zeit realisiert werden sollte, hat es BMW bislang erstaunlich gut geheim halten können. Doch wahrscheinlicher ist, dass es noch ein paar Jahre dauern wird, bis BMW einen besonders emotionalen Renner wieder auf die Straße entlassen wird. (mh)

Galerie: Studie BMW M1 Hommage

 
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