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Knapp ein Jahr nach der Markteinführung des neuen 5ers gönnt BMW einen konkreten Ausblick auf die künftige M-Version der Baureihe. Zunächst noch als Studie deklariert, wird die extrem leistungsstarke Limousine am 21. April 2011 offiziell auf der Auto Shanghai enthüllt. Die wohl spektakulärste Nachricht: Trotz einer standesgemäßen Leistungssteigerung soll sich der Verbrauch um gut ein Viertel reduzieren.
Der Concept M5 genannte, seriennahe Ausblick ist optisch ein Understatement-Überflieger. Front- und Heckschürze, gummibedampfte 20-Zoll-Räder, gelochte Riesenstopper Belüftungskiemen und stärker ausgestellte Radhäuser signalisieren noch halbwegs dezent seine Sonderstellung. Eine stärker ausgestellte Abrisskannte am Kofferraumdeckel und die vier Auspuffendohre sind weitere Optik-Besonderheiten.
Sehr wahrscheinlich wird auch das Serienmodell in diesem recht manierlichen Power-Outfit antreten. Lediglich die Lackierung in Chrom-Shadow, die schwarz getönten Scheiben und die bläulich leuchtenden Scheinwerfer dürften allein der Studie vorbehalten bleiben.
V8 mit über 550 PS
Unter der langen Motorhaube des M5 kommt statt des bisherigen V10-Motors künftig ein 4,4-Liter-V8-TwinTurbo zum Einsatz, wie er bereits von den M-Versionen des X5 und X6 her bekannt ist. Gut möglich, dass der Achtender im M5 etwas mehr als die 555 PS des X5 M leisten wird. Rund 4,5 Sekunden dürfte damit der Sprint von null auf 100 km/h dauern, die Höchstgeschwindigkeit in der offenen Version vermutlich deutlich jenseits von 300 km/h liegen.
Gekoppelt ist das Kraftwerk an ein Sieben-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe in Kombination mit einer Start-Stopp-Automatik. Damit soll der M5 gut ein Viertel weniger Sprit als die Vorgänger-Version brauchen. Irgendwo zwischen zehn und elf Litern dürfte also der Durchschnittsverbrauch liegen, was angesichts der zu erwartenden Fahrleistungen als niedrig einzustufen ist.
Für Performance optimiert
Fahrwerksseitig wurde einiges getan, um den M5 auf Performance hin zu optimieren. Radaufhängung und Achskinematik wurden angepasst, die Bremsen und Räder sollen besonders leicht sein. Zudem kommt an der Hinterachse ein aktives Sperrdifferenzial zum Einsatz, das ein Durchdrehen der Antriebsräder minimieren soll.
Vorerst bleiben die wichtigen Details zum neuen M5 noch im Ungefähren, wie auch der Preis. Bislang kostete der M5 als Limousine gut 86.000 Euro; der Modellwechsel wird gewiss eine moderate Preisanpassung nach oben mit sich bringen. Gut möglich, das die Neuauflage der Power-Limousine, die erst im Herbst 2011 antreten wird, dann über 90.000 Euro kosten wird. (mh)
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