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Galerie: Studie BMW X5 Vision Efficient Dynamics

Studie: BMW X5 Vision Efficient Dynamics

Milde Sorte

28.02.2008

Die bei BMW derzeit verfügbaren Effizienz-Techniken sind bereits imposant. Efficient Dynamics heißt das Maßnahmenpaket, dass den Durst vieler Baureihen deutlich senken konnte. Sinnig bewegt, schlürft ein 320d nur fünf Liter Diesel pro 100 Kilometer aus dem Tank. Bald schon könnten BMWs noch sparsamer werden. Mit einer X5-Hybrid-Studie stellen die Bayern auf dem Genfer Autosalon künftige Spritspartechniken vor.

Wie bei vielen anderen Herstellern, so liegt auch bei BMW der Schlüssel zu mehr Effizienz im Hybridantrieb. Doch anders als bei dem im September 2007 vorgestellten Active-Hybrid-System im X6, zeigt BMW in Genf eine milde Variante mit einem nur 20 PS starken Elektromotor in Kombination mit einem 204-PS-Diesel. Diese Technik soll den Normverbrauch des mächtigen Zweitonners auf 6,5 Liter drücken und den Wagen dennoch in 8,9 Sekunden von null auf Tempo 100 beschleunigen.

PS-Weltrekord

Galerie: Studie BMW X5 Vision Efficient DynamicsDer Dieselmotor ist bereits aus dem 123d bekannt. Dank der hintereinander geschalteten Zweifach-Zwangsbeatmung und einer Common-Rail-Einspritzung der dritten Generation leistet der Zweiliter-Vierzylinder 204 PS und 400 Newtonmeter ab 2.000 U/min. Der Selbstzünder war übrigens der erste Seriendiesel, der mehr als 100 PS pro Liter Hubraum leistet.

Achtgang-Automatik

Kombiniert wurde der Motor mit einer neuen Achtgang-Automatik. Das in Zusammenarbeit mit ZF von BMW entwickelte Getriebe wird voraussichtlich Ende 2008 erstmalig im neuen Siebener in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommen. Die achtstufige Automatik soll bei verbesserter Dynamik gleichzeitig beim Spritsparen helfen.

Schieben und sparen

Galerie: Studie BMW X5 Vision Efficient DynamicsZum Hybriden wird der X5 Vision Efficient Dynamics dank eines 20 PS und 210 Newtonmeter starken Elektromotors. Die E-Maschine wurde kompakt in das Getriebegehäuse integriert. Die Leistungselektronik, verantwortlich für die passende Umwandlung von Spannung und Frequenz, wurde Platz sparend an das Getriebe angeflanscht.

Beim Beschleunigen sorgt der Elektromotor für zusätzlichen Schub und somit für ein spontaneres Ansprechverhalten des Allradlers. Beim Bremsen wiederum erzeugt die E-Maschine in der Art eines Dynamos Strom. Die dabei gewonnene Energie wird in Lithium-Ionen-Akkus gespeichert, um anschließend wieder in Vortrieb umgesetzt zu werden.

Solardach

Galerie: Studie BMW X5 Vision Efficient DynamicsStrom generiert beim Hybrid-X5 nicht nur der E-Motor. Zusätzlich erzeugt eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach elektrische Energie. Obwohl die Solarzellen nur eine geringe Strommenge erzeugen, soll diese ausreichen, um das Getriebeöl vorzuwärmen und so die ineffiziente Warmlaufphase zu verkürzen. Eine clevere Lösung. Außerdem ermöglicht die Solaranlage im Stand eine direkte Versorgung für Belüftung, Kühlbox, Audiogeräte oder das Laden der Batterie. Unter anderem sorgt das System somit für eine bessere Nutzung der Auto-Stop-Funktion, also dem automatischen Abschalten des Motors bei Ampelstops.

Für mehr Effizienz ist außerdem bei der X5-Hybridstudie ein aerodynamischer Feinschliff verantwortlich. Augenfälligstes Element dieser Maßnahme sind die Räder. Ihre Formgebung verringert den Luftwiderstand. Bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h erfordern die Aero-Räder ein Kilowatt weniger Antriebsleistung, so BMW.

Hybrid-SUVs gibt es schon

Galerie: Studie BMW X5 Vision Efficient DynamicsMit der X5-Dieselhybrid-Studie stellt BMW einen bemerkenswert sparsamen Groß-SUV vor. Allerdings werden bis zur Serienreife dieses Antriebssystems wohl noch zwei Jahre vergehen. Aktuell bietet die Toyota-Tochter Lexus mit dem RX 400h ein Benzin-Hybridmodell der gleichen Fahrzeuggattung. Der antrittsstarke Japaner bescheidet sich laut Hersteller mit 8,1 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer. Praktisch kann man diesen Wert sogar erreichen, sofern man auf schnell gefahrene Autobahnetappen verzichtet. Und genau bei Tempofahrten dürfte ein Diesel-Hybrid deutliche Verbrauchsvorteile gegenüber dem Toyota-System herausfahren. Vor allem für deutsche Autofahrer könnte also die Spritspar-Version von BMW eine attraktive Alternative werden.

Eine technische Revolution stellt BMWs Dieselhybrid übrigens nicht dar. Nach Aussage des Herstellers bietet die Studie immerhin einen hohen Effizienz-Grad im Verhältnis zu den Kosten. Zwar lassen sich Autos noch sparsamer machen, doch dann würden die technischen Lösungen für den Endverbraucher schlichtweg zu teuer. (mh)

 
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