Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Die Ingenieursleistungen für Kriegsgerät haben immer auch viel Nützliches für die zivile Welt hervorgebracht. Ein noch junges Beispiel von Knowhow-Transfer bietet die kroatische Firma Doking, die ihr Können beim Bau von Minenräum-Fahrzeugen zur Entwicklung eines rein elektrisch betriebenen Kleinstwagens genutzt hat. Der noch als Prototyp gezeigte Doking XD ist ein vielversprechender Ausblick auf einen besonders dynamischen, emissionsfreien City-Flitzer.
Zum schweren Erbe der Jugoslawien-Kriege in den 1990er Jahre zählt eine intensive Verminung großer Landstriche. Um dieser Pest zu begegnen, wurde ab 1991 in einer Garagenwerkstatt in Zagreb an entsprechenden Räumgeräten getüftelt. Dabei wurden unbemannte, elektrisch betriebene Räumfahrzeuge entwickelt, und das junge Unternehmen Doking mauserte sich bald zum Global Player für Anti-Minen-Geräte. Ganz nebenbei sammelte man Erfahrungen mit elektrischen Antrieben.
Dieses Technik-Knowhow hat Firmengründer Vjekoslav Majetic nunmehr zum Bau eines Elektroautos im Smart-Format genutzt. Laut Majetic war es schon immer sein Traum, ein eigenes Auto zu entwickeln, ein Business-Case soll bei diesem Projekt hingegen nicht im Vordergrund stehen. Eine oft gemachte Aussage von Quereinsteigern in die Autobranche.
Drei Sitze, starkes Design
Sei’s drum: Der XD genannte Kleinstwagen könnte durchaus mehr als nur Projektionsfläche eines Lebenstraums werden. Der gut 2,80 Meter kurze, luxuriös ausgestattete Stadtflitzer sieht modern aus, bietet trotz ultrakompakter Außenmaße drei erwachsenen Fahrgästen Platz und hat einen zukunftsweisenden Antrieb.
Die auf einem nur 120 Kilogramm wiegenden Alu-Chassis aufbauende Karosserie erinnert in ihren Proportionen zwar an den Fortwo, doch blickt der dennoch eigenständig gezeichnete Doking fordernd-aggressiv und vermittelt sein sickenreiches Design mit von vorn nach hinten aufsteigenden Seitenlinien viel Dynamik. Auffällige Besonderheiten sind nach oben öffnende Flügeltüren und x-förmige Rückleuchten.
Ultra-Schnell
Der dynamische Optikeindruck ist kein leeres Versprechen. Den Stadtfloh soll es in zwei Versionen mit wahlweise zwei oder vier jeweils 45 Kilowatt leistenden Synchronmotoren geben. Der XD2 verfügt über immerhin 120 PS und stolze 360 Newtonmeter Drehmoment. Angesichts der 1.200 Kilogramm Gewicht soll der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h kurzweilige 7,5 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 140 km/h angegeben.
Der stärkere XD4 ist mit 240 PS und 720 Newtonmeter deutlich antrittsstärker. Seine 1,3 Tonnen können laut Doking in knapp 4,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 gewuchtet werden. Nicht nur längsdynamisch versprechen die Kroaten ein bemerkenswert sportliches Niveau, auch flottes Kurvenräubern soll ihm liegen.
Kurven- und alltagstauglich
So wurde die immerhin 320 Kilogramm schwere Batterie zentral im steifen Alu-Rahmen untergebracht und auch die bis zu vier Elektromotoren sollen verteilt an Vorder- und Hinterachse für eine balancierte Gewichtsverteilung und einen besonders niedrigen Fahrzeugschwerpunkt sorgen. Zudem bietet der XD vorne und hinten Einzelradaufhängung an Doppel-Querlenkerachsen aus Aluminium und Karbon.
Herzstück des XD in beiden Antriebsvarianten ist eine 32 kWh leistende Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie, die für angemessene Reichweiten sorgt. Wer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h unterwegs ist, kann mit dem XD2 bis zu 250 Kilometer weit mit einer Batterieladung kommen. Bei 120 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit verringert sich die Reichweite auf 110 Kilometer. Beim schwereren XD4 liegt die Range zwischen 105 und 220 Kilometern. Die Ladezeit ist abhängig vom Strom: An einer Haushaltssteckdose dauert das Laden rund acht Stunden, mit Starkstrom lässt sich dieser Vorgang auf drei Stunden verkürzen.
Für Individualisten
Preise, Markteinführung? Hier bleibt man bei Doking noch etwas vage. Diverse Messeauftritte und ein weiter entwickelter Prototyp deuten an, dass es Doking ernst mit einem Serienbau ist. Größere Stückzahlen und ein richtiges Vertriebsnetz haben die Kroaten ohnehin nicht geplant. Wer einen XD will, soll ihn schon bald bestellen und nach seinen individuellen Vorstellungen ausstatten können. Wohl mindestens 30.000 Euro wird der Balkan-Stromer dann kosten. (mh)
Alfa Romeo Aston Martin Audi Auto und Recht Bentley BMW Cadillac Chevrolet Chrysler Citroën Dacia Daihatsu Dodge Ferrari Fiat Ford Honda Hyundai Infiniti Jaguar Jeep Kia Lada Lamborghini Lancia Land Rover Lexus Lotus Maserati Mazda Mercedes-Benz Mini Mitsubishi Nissan Opel Peugeot Porsche Renault Rolls Royce Saab Seat Skoda Smart SsangYong Subaru Suzuki Toyota Volkswagen Volvo
Cabrios Carsharing Erstkontakt Erlkönige Elektromobilität Frühjahr Gebrauchtwagen Geld Grenzbereich Messen Motorrad Neuheiten Offroad Ratgeber Kommentare Recht Reise Reifen Specials Sicherheit Sportwagen SUV Technik Tests Tuning Umwelt Vergleichstests Winter
23.05.2012
Erstkontakt: Mercedes-Benz G-Klasse - Aufgetakelte Alte: Wieder einmal gab es für die G-Klasse ein Facelift. Di... http://t.co/MSJtsaTt
21.05.2012
Studie: VW Polo R WRC Street - Rallye-Polo für die Straße: Beim GTI-Treffen am Wörthersee hat VW eine 220 PS sta... http://t.co/ZOBQgMUe
Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen
Sie sicher mit unseren Tipps.