Umwelt-Special
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Galerie: Studie Fisker Surf

Studie: Fisker Surf

Luxus-Ampera

21.10.2011

Derzeit ist Opels Ampera als erstes voll alltagstaugliches Serien-E-Mobil ohne Reichweiten-Einschränkung in aller Munde. Etwas im Verborgenen ist parallel auch Fisker mit dem Karma angetreten, der ein technisch recht ähnliches Konzept verfolgt, also emissionsfreies Fahren mit uneingeschränkter Langstreckentauglichkeit kombiniert. Anders als der Ampera ist der Karma allerdings ein sportlich-luxuriöses Auto. Der bereits verfügbaren Coupé-Limousine Karma soll 2012 die Kombi-Variante Surf zur Seite gestellt werden.

Galerie: Studie Fisker SurfKombi-Variante ist ein eigentlich ungenauer Begriff, denn mit einem klassischen Pampers-Bomber hat der US-Stromer optisch wenig gemeinsam. Vielmehr handelt es sich um einen Shooting Brake in der Art des Ferrari FF. Statt elegant coupéhaft fällt die Dachlinie des Surf bis zur C-Säule nur leicht ab und endet dann in einem angeschrägten Steilheck. Wie der Karma  hat der Surf vier Einstiegstüren. Zusätzlich bietet der Surf aber eine große Heckklappe für das Gepäckabteil.

Als Familienkombi eignet sich der Surf mit seinem Jack-Nicholson-Joker-Grinsen allerdings nicht, denn die Räumausbeute ist eher bescheiden. Doch passt in das Shooting-Brake-Heck deutlich mehr  rein als im mickrigen Kofferraum des Karma. Zudem gibt es im Surf noch ein paar zusätzliche Staufächer und die Option, die Lehnen der Fondsitze umzuklappen.

Auch Cabriolet geplant

Galerie: Studie Fisker SurfNach vorläufigen Plänen sollen Karma und Surf nicht die einzigen Fisker-Modelle bleiben. Zusätzlich ist auch eine Cabriolet-Version angedacht. Wie diese aussehen könnte, wurde mit der Studie Karma Sunset im Jahr 2009 erstmalig gezeigt. Eine entsprechende Serienversion wird allerdings nicht vor 2013 in den Markt kommen.

Doch welche Karosserie auch immer: Der eigentliche Höhepunkt des Karma und aller Ableger ist sein elektrischer und damit emissionsfreier Antrieb. Hierbei handelt es sich um ein Plug-in-Hybrid-System der Firma Quantum Technologies. Primär sorgen dabei zwei Elektromotoren an der Hinterachse für Vortrieb, die zusammen rund 400 PS und 1.300 Newtonmeter leisten.

80 Kilometer rein elektrisch

Die Aggregate werden primär mit Strom von einer Lithium-Ionen-Batterie versorgt. Ist der Karma allein mit der Akkupower unterwegs (Stealth-Modus) dauert der 100-km/h-Sprint knapp acht Sekunden und sind maximal 150 km/h Top-Speed möglich. Vollständig geladen liefern die Akkus Energie für rund 80 Kilometer.

Galerie: Studie Fisker SurfDie Batterien können an einer konventionellen Steckdose geladen werden. Für etwas mehr Reichweite sorgen zusätzlich ein Rekuperations-System, das Bremsenergie in Strom wandelt, sowie ein optionales Solardach. Doch beide Quellen erhöhen die Reichweite nur marginal.

Damit der Karma auch nach 80 Kilometern weiter fahren kann, ist ein 260 PS starker Zwei-Liter-Benzinmotor mit an Bord. Dieser produziert über einen Generator Strom für die Elektromotoren. Der turbogeladene Direkteinspritzer soll so mit einer Tankfüllung (36 Liter) Strom für eine Gesamtreichweite von knapp 500 Kilometern ermöglichen. Erst danach muss der Karma entweder an die Zapfsäule und/oder Steckdose.

Sparsam aber teuer

Galerie: Studie Fisker SurfMit der Zuhilfenahme des Verbrennungsmotors kann auch mehr Leistung bei den E-Motoren abgerufen werden. In diesem Sport-Modus verkürzt sich der Sprint auf sechs Sekunden und über 200 km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich. Trotz seines sportlichen Potenzials: Der durchschnittliche Spritverbrauch soll übers Jahr gerechnet bei nur 2,4 Litern liegen, da bei einem normalen Fahrprofil die meisten Strecken rein elektrisch gefahren werden.

Bei den Spritkosten bietet ein Karma also durchaus Sparpotenzial, allerdings ist die Anschaffung kostenintensiv. Die Basisversion des Karma soll 85.500 Euro kosten. Einen Preis für den Surf hat Fisker bislang noch nicht genannt, doch dürfte die Variante nur unwesentlich teurer werden. (mh)

 

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