Genfer Autosalon 2011
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Galerie: Studie Ford B-Max

Studie: Ford B-Max

Kann doch gar nicht sein

03.03.2011

Das Weglassen von B-Säulen ist bei Messe-Showcars ein gern gewähltes, fast schon überstrapaziertes Stilelement. Und in späteren Serienmodellen tauchen solche verheißungsvollen Lösungen ohnehin nie auf. Entsprechend haben wir auf unserem Messerundgang in Genf beim Anblick der seriennahen Studie B-Max gleich abgewunken: Ohne B-Säulen, dafür mit Schiebetüren? Kommt eh nicht! Kommt doch, sagt Ford, und zwar schon 2012.

Allein die Tatsache, dass Ford schon bald einen Van auf Fiesta-Basis bringen wird, ist für sich schon eine spektakuläre Nachricht, obwohl das B-Max genannte Modell dann nur einer unter vielen wäre. Doch Ford will die spektakuläre, vor allem aber besonders praktische Karosseriekonstruktion nach eigener Aussage zur Serienreife gebracht haben. Und diese Konstruktion qualifiziert den B-Max weit über das Segment der Kleinwagen-Vans hinaus zum absoluten Ausnahmetalent. Trotz des Verzichts auf die mittleren Karosseriestützen verspricht Ford, dass beim Serienmodell keine Abstriche hinsichtlich der Crashsicherheit gemacht werden mussten.

Das Weglassen der sonst so störenden B-Säulen ermöglicht einen äußerst bequemen Zustieg zum Fond und dürfte von großem Vorteil sein dürfte, wenn man zum Beispiel seinen Nachwuchs im Kindersitz anschnallen will. Da sich die Fondtüren nicht mehr in klassische Weise anschlagen lassen, hat sich Ford zusätzlich noch für eine besonders elegante Schiebetüren-Lösung entschieden. Klappt man die Vordertür auf und schiebt die Fondtür nach hinten, ist die seitliche Öffnung zum Innenraum 1,5 Meter breit. Diese Lösung lässt den eigentlich so innovativen Opel Meriva mit seinen gegenläufig öffnenden Klapptüren alt aussehen.

Fescher Look, viel Platz

Galerie: Studie Ford B-MaxAnsonsten kommt der B-Max optisch weitgehend im Kinetik-Look der aktuellen Vans von Ford daher, wirkt wie seine Technikbasis Fiesta erfrischend dynamisch statt kastig, gibt sich selbstbewusst und gar nicht kleinwagenartig. Dennoch ist der kleine Kölner nur knapp über vier Meter lang.

Auch der Innenraum, der sich bereits weitgehend in Serienoptik präsentiert, bietet ein angenehm verspieltes Design, ohne dass dabei die Funktionalität vernachlässigt wurde. Doch für einen Van ist vor allem entscheidend, wie viel reingeht. Hier macht Ford allerdings noch keine genauen Angaben. Nur so viel wird verraten: Bei umgelegter Rückbank und umgelegten Beifahrersitz sollen sich bis zu 2,35 Meter lange Gegenstände einladen lassen. Der Transport von Fahrrädern soll ebenfalls keine Probleme bereiten.

Neuer Drei-Zylinder-Turbo mit 110 PS

Galerie: Studie Ford B-MaxAntriebsseitig dürfe der Ford B-Max mit einem breiten Programm von Diesel- und Benzinaggregaten antreten, Angaben hierzu gibt es von Ford allerdings noch keine. Immerhin gibt die B-Max-Studie Ausblick auf einen völlig neuen Drei-Zylinder-EcoBoost-Motor, der aus einem Liter Hubraum 110 PS mobilisieren soll. Dieser Benziner wurde im B-Max darüber hinaus mit einem PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Über Verbrauch und Fahrleistungen schweigt der Hersteller allerdings noch.

Die aber wohl spannendste offene Frage ist die nach dem Preis, denn vermutlich wird die Konstruktion ohne B-Säulen und den Schiebetüren nicht ganz billig werden. Unter den rund vier Meter langen Mitbewerbern werden einige Modelle für bereits deutlich unter 15.000 Euro angeboten. Dass der B-Max es preislich unter diese Marke schafft, ist eher unwahrscheinlich. (mh)

 
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