Pariser Autosalon 2010
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Galerie: Studie Ford Focus ST

Studie: Ford Focus ST

Update: Flinker Focus

07.10.2010

So allmählich dürfte die Autowelt Kenntnis davon genommen haben, dass Ford den Focus im Frühjahr 2011 neu in den Markt bringt. Vorboten des Generationswechsels waren im Januar 2010 die Schräg- und Stufenheck-Limousine auf der Detroit Motor Show und anschließend im März auf dem Genfer Autosalon der Turnier. Auf dem Pariser Autosalon zeigen Ford-Mannen nun noch den neuen Focus ST. Die offiziell als Studie deklarierte Stark-Version ist ein konkreter Ausblick auf die für 2012 angekündigte Serienversion.

Optisch hat die Neuauflage des ST mit dem bereits nicht mehr bestellbaren Vorgänger eigentlich nur noch die Räder im Y-Design gemeinsam, die allerdings statt bisher 18 nunmehr auf 19 Zoll Durchmesser gewachsen sind. Allgemein hat die neue Focus-Generation, von der es wohl keinen Dreitürer mehr geben wird, einen deutlichen Wandel vollzogen, und auch die speziellen Kraft-Akzente der sportlichen ST-Version tragen neue Züge.

Da wäre zum Beispiel die Front, deren martialische, einteilig trapezförmige Luftöffnung mit in Hochglanzschwarz lackiertem Ziergitter von der unteren Schürze an die Stelle des zuvor recht schmalen Kühlergrills wanderte. Neu ist auch ein in die Frontscheinwerfer-Einheit integriertes LED-Tagfahrlicht. Bei der nun in Wagenfarbe lackierten Heckschürze hat man auf die bisherige Diffusor-Optik verzichtet und statt der beiden außen montierten zwei Auspuffrohre gibt es ein zentrales Doppelrohr im eigenständigen Waben-Design. Auffälliges ST-Designmerkmal ist außerdem der im Vergleich zum Vorgänger größer dimensionierte Dachflügel.

Sportlich gestalteter Innenraum

Galerie: Studie Ford Focus STAllgemein soll der Innenraum der kommenden Focus-Generation laut Ford qualitativ in neue Dimensionen vorstoßen. Auch bei der Innenraum-Architektur hat sich im Vergleich zur Vorgänger-Generation vieles verändert. Geblieben sind die klassischen Sportaktzente. So gehören zum ST-Trimm weiterhin ein Sportlenkrad, Recaro-Sportsitze und ein Sportschaltknauf. Ein auffälliges Gestaltungselement ist die Verkleidung der Mittelkonsole in Kevlar-Karbon-Optik. Außerdem verfügt der ST unter einer Hutze am oberen Ende der Mittelkonsole über drei Zusatzinstrumente, die Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck anzeigen.

Apropos Ladedruck: Beim Antrieb wird es wie bisher einen Turbobenziner geben. Doch statt des von Volvo abgeleiteten 2,5-Liter-Fünf-Zylinders wird beim ST nunmehr ein Zwei-Liter-Vier-Zylinder der neuen Ecoboost-Generation mit Benzindirekteinspritzung zum Einsatz kommen. Der bisherige Fünf-Zylinder war vor allem ob seiner atemberaubenden Akustik ein besonders respektiertes Aggregat. Ob der neue Antrieb an diesen phänomenalen Klang anknüpfen wird, bleibt abzuwarten.

250 PS

Galerie: Studie Ford Focus STBei den Fahrleistungen sollte die Neuauflage in jedem Fall besser dastehen, bietet sie doch statt der bisher 225 nunmehr 250 PS. Die üppigen 360 Newtonmeter Drehmoment (bisher 320 Nm) sollen über ein breites Drehzahlband zur Verfügung stehen. Damit wird der künftige ST leistungsmäßig näher am Golf R als am Golf GTI sein. Angaben zu den Fahrleistungen macht Ford derzeit allerdings noch nicht. Der bisherige ST sprintete in 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und fuhr bis zu 241 km/h schnell, bei 9,3 Litern Normverbrauch. In wohl allen Belangen dürfte der künftige ST besser abschneiden. Der Verbrauch soll um gar 20 Prozent sinken, was in etwa einem Normverbrauch von 7,5 Litern entsprechen dürfte.

Gekoppelt wurde der Vier-Zylinder in der ST-Studie übrigens mit einem Sechs-Gang-Handschaltgetriebe. Vermutlich wird Ford für die Serienversion optional auch das neue Doppelkupplungs-Getriebe Powershift anbieten, das dann rund 2.000 Euro Aufpreis kosten dürfte.

Galerie: Studie Ford Focus STBeim Fahrverhalten des ST verspricht Ford ebenfalls mehr Dynamik als beim Vorgänger. Grundsätzlich soll die neue Focus-Architektur mit einer steiferen Karosserie sowie Optimierungen bei der Radaufhängung und der elektrischen Servolenkung mehr Agitlität vermitteln. Der ST verfügt zudem über ein Sportfahrwerk mit einer Absenkung um zehn Millimeter, eine direktere Übersetzung der Lenkung und eine Hochleistungsbremsanlage.

Darüber hinaus wird der ST über neue Assistenzsysteme verfügen. So übernimmt die Torque Vectoring Control durch elektronisch geregelte Bremseingriffe die Wirkung einer Differenzialsperre, was für ein agileres Kurven- und Einlenkverhalten sorgen soll.

Ungewisse Preisfindung

Zu den Preisen macht Ford derzeit noch keine Angaben. Doch vermutlich dürfte sich der neue Focus am Vorgänger-Niveau orientieren. Der bisherige ST lag preislich bei knapp über 26.000 Euro. Da der neue Focus auf einer neuen globalen Plattform aufbaut, die bei den Produktionskosten für Einsparungen sorgen soll, könnte im Fall des Focus der Verbraucher möglicherweise gar von günstigeren Preisen profitieren. (mh)

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