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Galerie: Studie Honda FCX Concept

Studie: Honda FCX Concept

Vormarsch der Brennstoffzelle

13.07.2007

Seit 1999 rollt der von einer Brennstoffzelle befeuerte Honda FCX über Versuchsstrecken. Ab nächsten Jahr wollen die Japaner mit einer Testflotte des neuen FCX Concept die Massenproduktion der alternativen Antriebstechnik vorbereiten.

Zwischen 80 und 100 Wasserstoffautos sollen jährlich in den USA und Japan den Alltagstest absolvieren. Deutsche Autofahrer müssen noch gut drei Jahre warten, bis sie den Honda FCX Concept testen können. Voraussetzung ist vor allem ein bis dahin ausreichend dichtes Tankstellennetz.

Vertikal statt horizontal

Galerie: Studie Honda FCX ConceptIn dem coupéartig gezeichneten Honda FCX Concept sorgen drei von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgte Elektromotoren für flotten Vortrieb. Eines der Aggregate treibt die Vorderachse an, zwei Radnabenmotoren sorgen an den Hinterrädern für Bewegung.

Neu ist die Anordnung der Antriebseinheit. Beim Vorgänger flossen Wasserstoff und Wasser horizontal, beim FCX Concept erfolgt der Fluss vertikal. Vorteil: Die Schwerkraft hilft bei der Ableitung des erzeugten Wassers, die Brennstoffzelle wird leistungsstärker. Und das bei kompakteren Ausmaßen und 180 Kilogramm weniger Gewicht als bisher.

Gemeinsam stark

Galerie: Studie Honda FCX ConceptGemeinsam leisten die drei mit maximal 12.500 Umdrehung pro Minute arbeitenden Elektromotoren 129 PS und stemmen 256 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. So soll der Japaner auf maximal 160 km/h beschleunigt werden. Die Reichweite liegt laut Honda bei langstreckentauglichen 570 Kilometern.

Der Start der Elektromotoren geschieht nahezu geräuschlos. Schon der geringste Druck auf das Gaspedal soll zu einer nachdrücklichen Beschleunigung führen, die man sonst nur von weit leistungsstärkeren Hybridautos kennt. Nur das hochfrequente Pfeifen des Kompressors, der die Brennstoffzelle mit Luftsauerstoff versorgt, weist auf die außergewöhnliche Antriebstechnik hin.

Leistungsstarker Akku

Galerie: Studie Honda FCX ConceptDer Strom für die Elektromotoren wird von einem im extra breiten Mitteltunnel platzierten Brennstoffzellenstack erzeugt. Leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien dienen zur Zwischenlagerung der Energie. Der über der Hinterachse gelegene Tank wird an speziellen Wasserstofftankstellen gefüllt. Momentan gibt es in Deutschland allerdings erst sechs solche Zapfsäulen.

Wasserstoff ist zudem noch deutlich teurer als Diesel oder Benzin. Eine Tankfüllung (171 Liter) des Honda FCX kostet derzeit rund 400 Euro. Aber: Im Vergleich zum Benzinmotor ist die CO2-Bilanz einer Wasserstoff-Brennstoffzelle um rund 60 Prozent besser. Und wird der Wasserstoff aus Biomasse gewonnen, lassen sich sogar CO2-Einsparpotenziale von über 90 Prozent erzielen.

Nicht ganz problemlos

Doch bis zu einer wirklichen Großserie sind neben den hohen Kosten für Technik und Kraftstoff noch weitere Probleme zu lösen: Bei der Brennstoffzelle gibt es zum Beispiel Schwierigkeiten beim Betrieb unter extremen Temperaturbedingungen. Auch die Dauerhaltbarkeit und die Möglichkeiten des Recyclings haben noch nicht das Niveau konventioneller Verbrennungsmotoren erreicht.

 
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