Genfer Autosalon 2009
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Studie: Koenigsegg NLV Quant

Studie: Koenigsegg NLV Quant

Sonnenkönig

16.03.2009

Zwar sind der schwedische Sportwagenhersteller Koenigsegg und der schweizerische Photovoltaik-Spezialist NLV Solar in sehr unterschiedlichen Branchen tätig. Dennoch könnte ihre Kooperation den Sportwagen der Zukunft hervorbringen. Mit dem NLV Quant haben beide Unternehmen Anfang März 2009 auf dem Genfer Auto Salon ein emissionsfreies und sportliches E-Mobil vorgestellt.

Beim Quant handelt es sich allerdings um ein 1:1-Modell, dass noch nicht fahrbar ist. Dennoch soll der Quant bereits ein konkreter Ausblick auf eine künftige Serienversion sein. Der 4,90 Meter lange Zweitürer bietet dank seines über drei Meter langen Radstands viel Platz auf vier Einzelsitzen. Vor allem im Fond soll die Kniefreiheit enorm sein und gleichzeitig dahinter sogar noch viel Platz für Gepäck vorhanden sein. Neben dem Platzangebot ist auch der Einstieg besonders großzügig. Beim Quant wurde auf B-Säulen verzichtet. Statt in Fahrtrichtung öffnen die langen am Dach angeschlagen Flügeltüren nach oben.

Auf der Genfer Messepremiere konnten die Besucher den Innenraum allerdings noch nicht besteigen. Hier gibt es bislang nur Computerskizzen, die einen sehr aufgeräumten Arbeitsplatz zeigen. Obwohl nur wenige Bedienelemente sichtbar sind, soll der Quant kein spartanisches Verzichtauto sein. So verspricht Koenigsegg unter anderem eine Dreizonen-Klimaanlage, drei Infotainment-Bildschirme und sechs Airbags.

Über 500 PS

Studie Koenigsegg NLV QuantWesentlich spannender ist allerdings das Antriebskonzept des Quant. Zwei zusammen knapp über 500 PS und über 700 Newtonmeter starke Elektromotoren treiben die E-Flunder an der Hinterachse an. Bei gut 1,8 Tonnen Gewicht soll der 100-km/h-Sprint etwas über fünf Sekunden dauern, während die Höchstgeschwindigkeit mit 275 km/h angegeben wird.

Der Energiespeicher des Quant stammt von der Firma NLV Solar AG. Die in Zug beheimateten Stromspezialisten nennen ihren Akku FAES oder auch „Flow Accumulator Energy Storage“. NLV hat hierbei viele kleine 4-Volt-Akkuzellen gebündelt.  Mit der gut 450 Kilo schweren Gesamt-Batterie soll der Quant auch als Langstreckler überzeugen. Mit vollen Akkus verspricht NLV Solar 500 Kilometer Reichweite. An Starkstrom angeschlossen soll die Ladezeit nur etwa 15 bis 20 Minuten dauern. Damit kann der Quant auf einen Range-Extender verzichten, wie er etwa bei Plug-in-Hybriden wie dem Opel Ampera an Bord ist. Die Wunder-Akkus sollen noch einen weiteren Vorteil bieten: Nach Aussage von NLV Solar ist die Zahl der Ladevorgänge unbegrenzt.

Mehr Effizienz

Um den Quant effizienter zu machen, verfügt er über eine rekuperierende Bremsanlage, die an allen vier Rädern Bewegungsenergie in elektrischen Strom umwandelt. Darüber hinaus produziert die Außenhaut dank folienartiger Solarzellen zusätzliche Energie. Mit dem Einsatz von reichlich Karbon und Aluminium konnte Koenigsegg zudem das Gesamtgewicht auf 1,8 Tonnen drücken. Schließlich sorgt die Karosserie mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,27 für mehr Effizienz.

Wann der Quant serienreif sein wird, ist noch ungewiss. Derzeit arbeiten die Schweden an einem fahrbaren Prototypen. Der spätere Bau einer Serienversion wird fest eingeplant. Über einen möglichen Preis lässt sich derzeit nur spekulieren. Zwar sollen die Kosten der Antriebstechnik recht gering ausfallen, doch dürfte ein solches E-Mobil dennoch eine sechsstellige Summe kosten. (mh)

 
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