Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Studie Mercedes-Benz F 800 Style

Studie: Mercedes-Benz F 800 Style

Visionen satt

24.02.2010

Alle Jahre wieder zeigt Mercedes eine neue F-Studie – mal als Inszenierung verspielter Ingenieursträume, mal mit mehr oder weniger seriennahen Elementen. Oder eben beides, wie im Fall des F 800 Style. Die neue Benz-Vision, die offiziell auf dem Genfer Auto Salon 2010 debütiert, ist zugleich Ausblick auf das Design von CLS und C-Klasse als auch auf künftige Öko-Antriebe. Andere Details zeugen hingegen vom Spieltrieb der Techniker, der uns während einer Vorabpräsentation bei Mercedes einen gewissen Unterhaltungswert bot.

Optisch ist der F 800 Style ein überaus spannender Entwurf, mit einer für die schwäbische Premium-Marke gänzlich neuen Linie. Ähnlichkeiten mit aktuellen Mercedes-Modellen bietet beim F 800 eigentlich nur der Kühlergrill mit großem Stern, der in sehr ähnlicher Form die Front des neuen Supersportlers SLS AMG ziert. Wie viel der F 800 vom künftigen Mercedes-Design verrät, will der Autobauer noch nicht konkret sagen. Doch dürften sich sowohl die Front - in groben Zügen - als auch die Grundproportionen, die seitliche Fenstergrafik und wohl auch manche Lichtkante bereits im Blechkleid des für Ende 2010 geplanten Viertürer-Coupés CLS wiederfinden. Ferner ist der F 800 auch eine optische Referenz an die für 2013 geplante Neuauflage der C-Klasse.

Trotz der über 4,70 Meter langen Karosserie mit fast drei Metern Radstand und einem im weiten Bogen verlaufenden Coupédach wirkt die Limousine vergleichsweise kompakt und gedrungen. Die bullige Front fällt durch aggressiv gezeichnete Leuchten auf, das Heck gibt sich kraftvoll und elegant. Die vielen Linien im Bleichkleid sorgen für einen fließenden Gesamteindruck. Charaktervolle LED-Lichter vorne und hinten sorgen für einen markanten Auftritt und wecken die Hoffnung auf ein künftiges LED-Tagfahrlicht mit größerer „Strahlkraft“ als das der aktuellen E-Klasse.

Skulpturartiges Holz

Galerie: Studie Mercedes-Benz F 800 StyleDer luftig-leichte Innenraum des F 800 lässt sich dank gegenläufig öffnender Seitentüren und fehlender B-Säulen sehr bequem entern. Doch weder die Fondtüren-Kinematik noch die Abwesenheit der B-Säulen wird man in einer Serienversion wiedersehen. Letztlich sind nur wenige Kunden bereit, für derart aufwendige Spielereien entsprechend tief in die Tasche zu greifen. Auffällig ist das massive, skulpturartige Holz am Armaturenbrett, in den Türen und der Mittelkonsole. Mithilfe eines 3-D-Flächenbeschichtungs-Verfahrens hat Mercedes diese dreidimensionalen, kurvenreichen Körper mit Holzfurnier beschichtet und effektvoll im Innenraum inszeniert.

Darüber hinaus ist das Passagierabteil ein Musterbeispiel für schicken Leichtbau, gepaart mit noblem Ambiente und einer minimalen Zahl von Schaltern und Knöpfen. Hinterm Lenkrad blickt der Fahrer auf ein Display, auf dem zum Beispiel im Tachomodus ein Rundinstrument dargesellt ist, an dem sich die Geschwindigkeit ablesen lässt. In der Mittelkonsole befindet sich neben Regeltasten für die Klimaanlage am oberen Ende noch ein großes Farbdisplay, über das sich unter anderem die Audioanlage oder die Navigation anzeigen und auch bedienen lassen. Wie schon im Serienbau üblich, geht dies über eine berührungsempfindliche Oberfläche. Doch ist diese beim F 800 nicht im Bildschirm selbst integriert, sondern befindet sich in einem Extra-Touchpad am Ende der Armauflage, dort also, wo die rechte Hand des Fahrers normalerweise ruht.

Ein Touchscreen, den man nicht berührt

Galerie: Studie Mercedes-Benz F 800 StyleDer besondere Clou: Statt den Arm umständlich zum Touchscreen auszustrecken, kann man bequem mit der rechten Hand das Touchpad bedienen, während der Arm auf der Lehne liegt. Soweit ähnelt die Mercedes-Neuheit dem Touchpad-System im Audi A8. Doch die Mercedes-Lösung geht einen Schritt weiter: Mit Hilfe einer Infrarotkamera wird zudem die Bedienhand auf dem Bildschirm transparent dargestellt. Befindet sich nun der transparente Zeigefinger auf dem Bildschirm über der Schaltfläche für die Navigation, gelangt man per Druck mit der Fingerspitze ins Navigationsmenü. Ein Praxistest überzeugte uns von der Ausgereiftheit dieser noch in der Entwicklung befindlichen Technik. Schick: Mercedes hat sogar eine Zweifinger-Zoom- und eine Wisch-Funktion einprogrammiert, die man auch vom Apple iPhone kennt.

Mit Plug-in-Hybrid….

Galerie: Studie Mercedes-Benz F 800 StyleAuf der Karte des Navigationsmenüs wird auf Wunsch auch die Reichweite im rein elektrischen Modus angezeigt. Mercedes hat für den F 800 als möglichen Antrieb nämlich  einen Plug-in-Hybrid konfiguriert – eine Kombination aus einem 300 PS starken V6-Benzinmotor und einem E-Motor mit 109 PS. Dank größerer Lithium-Ionen-Batterien lässt sich der F 800 damit auch rein elektrisch fahren, maximal 30 Kilometer weit und bis zu 120 km/h schnell. Sind die Akkus leer, übernimmt der V6-Benziner wieder den Vortrieb, der seinerseits recht sparsam ist und nur 6,5 Liter auf 100 Kilometer konsumieren soll. Ein Aufladen der Batterie dauert an einer 230-Volt-Leitung übrigens gut sechs Stunden. Beeindruckender sind hingegen die Fahrleistungen: Der Sprint soll 4,8 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h abgeregelt werden.

Seinen ersten Plug-in-Hybriden will Mercedes 2012 in den Markt bringen, zunächst in der neuen S-Klasse. Später werden auch andere Baureihen folgen. Der bei diesem Hybrid-System direkt am Getriebestrang angekoppelte E-Motor kann übrigens unterschiedlich groß und stark ausfallen. Grundsätzlich hat Mercedes deshalb die Möglichkeit, unterschiedlich starke E-Motoren mit Verbrennungsaggregaten zu kombinieren und auch die Größe und Leistungsfähigkeit der Batterien kann Mercedes sehr variabel gestalten.

…oder Brennstoffzelle

Mercedes-Benz F800Rein elektrisch ist der Antrieb des F 800 Style in einer Brennstoffzellen-Version. Da die neue Mercedes-Studie eine modulare Plattform bietet, soll es möglich sein, sowohl reine Verbrennungsmotor-Varianten als auch Hybridantriebe und rein elektrische Antriebe mit Brennstoffzelle zu montieren. Technisch entspricht die Brennstoffzelle im F 800 Style der bereits in der B-Klasse F-Cell verbauten Variante. Allerdings verteilen sich die einzelnen Module räumlich etwas anders im Fahrzeug. So steckt im F 800 Style die Brennstoffzelle unter der eigentlichen Motorhaube, während die Wasserstofftanks sich im breiten Mitteltunnel und unter den Rücksitzen befinden. Der Elektromotor samt Getriebe sitzt direkt an der Hinterachse, darüber, hinter der Rückbank, befindet sich eine Batterie.

Dank des 136 PS starken Elektromotors bietet die F 800 mit Brennstoffzelle voll alltagstaugliche Fahrleistungen. Der Sprint soll elf Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit 180 km/h betragen. Die Reichweite mit einer vollen Ladung Wasserstoff soll für rund 600 Kilometer ausreichen.

Das Brennstoffzellenauto ist übrigens keine allzu ferne Zukunftsvision mehr. Es gibt bereits fahrbare Prototypen wie die B-Klasse F-Cell, bei der wir uns von der technischen Ausgereiftheit und Alltagstauglichkeit des Wasserstoffantriebs praktisch überzeugen konnten. 2015 will Mercedes mit der Großserienproduktion solcher Brennstoffzellen-Fahrzeuge starten.

Fährt von Geisterhand

Schließlich stellt Mercedes im F 800 Style noch zwei neue Sicherheitssysteme vor. Beim Pre-Safe 360 wird per Radar auch das Fahrzeugumfeld nach hinten beobachtet. Sollte das System einen möglichen Auffahrunfall registrieren, werden automatisch die Bremsen aktiviert. Laut Mercedes soll dies Unfallfolgen mildern und ein unkontrolliertes Katapultieren des Fahrzeugs nach vorne verhindern. Das System lässt sich aber durch einen einfachen Gasbefehl des Fahrers sofort überstimmen. Wirklich neu ist Pre-Safe 360 allerdings nicht, denn Audis neuer A8 bietet ein ähnliches System bereits in der Serie an.

Überstimmen kann man auch den sogenannten Staufolgeassistenten. Hier arbeitet das Radar der bekannten Distronic Plus mit einer Stereokamera zusammen. Damit soll es möglich sein, im Stau dem vorausfahrenden Fahrzeug selbst in Kurvenfahrten zu folgen. Zumindest bis etwa 40 km/h übernimmt das Fahrzeug sowohl Längs- als auch Querführung und entlastet damit den Fahrer in zähflüssigem Verkehr. Allerdings erfordert dieses System eine aus heutiger Sicht noch sehr hohe Rechnerleistung und dürfte wohl in absehbarer Zukunft nicht in den Serienbau einfließen. (mh)

Mercedes-Benz F800

 
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