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Galerie: Studie Mercedes-Benz Shooting Break

Studie: Mercedes-Benz Shooting Break

Nutzwert-Beau

20.04.2010

Kommende Serien-Technologie verpackt Mercedes zur Messe Auto China 2010 in Peking in einer spannenden Karosserie: Der CLS Shooting Break, eine Weiterentwicklung der Studie Fascination Concept aus dem Jahr 2008, bietet neben sparsamen Motoren einen Einblick in seriennahe LED-Scheinwerfer und einen Ausblick auf das Design der nächsten CLS-Generation und ihrem künftigen Kombi-Ableger.

Mit dem CLS hat Mercedes vor sieben Jahren einen guten Riecher bewiesen. Damals waren die Schwaben die ersten, die ein viertüriges Coupé gebaut und damit einer ganz neuen Klasse den Weg gewiesen haben. Ein derartiger Erfolg muss selbstverständlich eine Fortsetzung finden. Die zweite CLS-Generation wird im Oktober 2010 auf dem Pariser Salon stehen und kurz danach in den Handel kommen. Zusätzlich soll etwa ein bis zwei Jahre später mit  dem Shooting Brake eine weitere Karosserie-Variante folgen. Praktischer als ein Coupé und sportlicher als ein Kombi stößt der elegante Lademeister in die selbe Nische, die Mercedes mit der R-Klasse verfehlt hat und BMW mit dem 5er GT noch immer umkreist.

Weil der Weg in neue Nischen steinig ist und die Kunden sich mit solchen Ideen erst langsam anfreunden müssen, pflegt Mercedes beim CLS Shooting Break einen besonders offenen Stil: Schon vor 18 Monaten hat Designchef Gordon Wagener bei der Präsentation der Studie Concept Fascination bereits einen sportlichen Kombi angedeutet. Mit der Studie Shooting Brake wird dieses künftige Modell noch konkreter.

Mercedes-Benz Shooting BreakSeriennahes Design

„Von vorn entspricht dieses Auto ziemlich genau dem kommenden CLS“, hört man bei Mercedes mit Blick auf die weiche Nase des Shooting Breakes, die stark konturierte Motorhaube, den großen Kühlergrill und die weit ausgestellten Kotflügel an der von markanten Sicken durchzogenen Flanke. Und auch die vier rahmenlosen Türen sowie das Heck mit der sehr schräg stehenden und eher eng geschnittenen Klappe sollte man sich genau anschauen, raten die Entwickler: „Ein, zwei Jahre noch, dann sieht man auch das auf der Straße.“

Galerie: Studie Mercedes-Benz Shooting BreakWährend sich außen bis auf den seidenmatten Lack und die aufwändig gefrästen 20-Zoll-Felgen nicht mehr viel ändern wird, hat der Innenraum noch eher Studien-Charakter. Selbst wenn der Shooting Break ein reiner Viersitzer sein soll, wird es wohl bei einem Zielpreis von rund 60.000 Euro kaum für derart edle Schalensessel und ganz so viel Lack und Leder reichen. Und auch der Holzboden sowie die seitlichen Staufächer für Laptops und Golfbälle im Stauraum haben in der Serie wohl keine Zukunft.

Neue Motoren, neues Licht

Mercedes-Benz Shooting BreakAndererseits ist die Studie Premierenbühne für eine Reihe neuer Serien-Technologien: Nicht nur der 306 PS starke V6 unter der Haube ist der Vorbote einer neuen Generation von Sechs- und Acht-Zylindern, mit denen Mercedes dank verbesserter Direkteinspritzung, Start-Stopp-Automatik und bedarfsgerecht gesteuerter Nebenaggregate wieder zur Konkurrenz aufschließen und die Verbräuche dramatisch senken will. Sondern vor allem in der Kategorie „Licht und Sicht“ legen die Schwaben nach.

So zeigt die Studie den ersten Voll-LED-Scheinwerfer von Mercedes, der bereits mit dem neuen CLS in Serie gehen wird. Zwar haben Konkurrenten wie Audi und Lexus schon länger die Glühwendel von Halogen- oder Xenonstrahlern durch Licht-Emittierende-Dioden (LED) ersetzt, muss Entwickler Uwe Kostanzer einräumen. Doch kein anderer Hersteller bietet so ein dynamisches System wie Mercedes, sagt der Ingenieur. Denn die insgesamt über 70 Leuchtpunkte des CLS wechseln nicht nur automatisch zwischen Abbiege-, Kurven-, Nebel-, Landstraßen- oder Autobahnlicht. Anders als die Konkurrenz können sie auch zwischen Abblend- und Fernlicht umschalten und so noch mehr Sicht und Sicherheit bieten.

Das magische Glasdach

Vor allem dem Komfort zuträglich ist das beinahe magische Glasdach der Studie: Weil winzige Metallpartikel zwischen den einzelnen Scheiben mit elektrischen Impulsen fast wie die Lamellen einer Jalousie gedreht werden können, lässt sich der Himmel hier auf Knopfdruck verdunkeln. Zwar sieht man in jeder Schaltposition glasklar nach draußen. Doch werden Licht und Wärme bei abgedunkelter Scheibe wirkungsvoller ausgesperrt als mit den üblichen Rollos, die sonst unter Glasdächern montiert sind. „Diese Technologie hat gleich zwei Vorteile“, sagt Entwickler Renz. „Zum einen steigert sie natürlich den Wohlfühlfaktor, weil niemand mehr unter dem Glasdach schwitzen muss. Zum anderen dient sie auch der Effizienz. Denn wenn die Klimaanlage weniger kühlen muss, braucht sie auch nicht so viel Energie.“

Mercedes-Benz Shooting BreakGanz neu ist die Technik für Mercedes freilich nicht. Immerhin gibt es im Maybach schon seit vielen Jahren ein Glasdach von der Größe einer Schreibtischplatte, das sich auf Knopfdruck eintrüben kann. Allerdings wird die Scheibe dann so milchig, dass man nicht mehr hinaussehen kann. Außerdem kostet solche Spielereien so viel wie ein Kleinwagen und sind nach Einschätzung von Bereichsleiter Andreas Zygan selbst in der S-Klasse kaum mehr zu verkaufen. Deshalb verspricht er einen sehr viel bürgerlichen Preis, „damit alle Kunden in diesen Genuss kommen können.“

Zwar ist auch das große Glasdach der Studie fest für den neuen Shooting Break eingeplant – und mit ihm die „Magic Sky Control“-Technik. Doch weil der sportliche Kombi noch ein wenig Zeit braucht, gebührt die Ehre der Premiere einem anderen Modell: Angeblich schon im Frühjahr 2011 kann man im neuen SLK auf Knopfdruck die Sonne auf- oder untergehen lassen. (red/SP-X)

Mercedes-Benz Shooting Break

 
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