IAA 2011
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Galerie: Studie Mercedes F125!

Studie: Mercedes F125!

3-Liter-S-Klasse

13.09.2011

Ein Jahr lang hat Mercedes-Benz den 125. Geburtstag des Automobils, und damit seiner selbst, gefeiert. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres beschenken die Stuttgarter sich selbst mit einem futuristischen Konzeptfahrzeug, das Ausblick auf die S-Klasse von übermorgen gibt.

Neben den neuen Serienfahrzeugen M-Klasse, B-Klasse und SLS Roadster ist die F125! genannte Studie zweifelsohne der Star des – wie immer – überdimensionierten Messeauftritt Mercedes. Das bei einem Festakt zum Abschluss des Jubiläumsjahres von Daimler-Chef Dieter Zetsche präsentierte Forschungsfahrzeug zeigt, wie die S-Klasse im Jahr 2025 aussehen könnte. Genauer gesagt, wie sie unter dem Blech aussehen könnte.

Steuerung per Gesten

Galerie: Studie Mercedes F125!Denn dass eine S-Klasse tatsächlich einmal die futuristische Optik des knapp fünf Meter langen Viersitzers mit breiten Flügeltüren, einem lang gezogenen Kühlergrill und großen Fensterflächen trägt, ist eher unwahrscheinlich. Doch was sich unter dem Blechkleid versteckt, ist mehr als zukunftsträchtig.

Und damit ist nicht in erster Linie das Interieur gemeint, mit seinen individuell programmierbaren 3D-Instrumenten und der Steuerung mittels Gestikulation. Mit gekonnten Handbewegungen soll sich so aus dem Fond etwa ein Film auswählen oder die Lautstärke regulieren lassen.

Übernächste Generation

Galerie: Studie Mercedes F125!Richtig revolutionärer ist allerdings der Antrieb des F125!. Denn während die Brennstoffzelle an sich noch in den Kinderschuhen steckt, arbeitet Daimler bereits an derer Optimierung und präsentiert in Frankfurt einen Brennstoffzellen-Plug-In-Hybrid mit einer leistungsstarken Lithium-Schwefel-Batterie; quasi der, nach der Lithium-Luft-Batterie, übernächsten Akku-Generation.

Auch für die Speicherung des zum Betrieb der Brennstoffzelle notwendigen Wasserstoffs hat sich Daimler was Neues einfallen lassen. Statt eines klassischen Tanks verfügt der rund 1,7 Tonnen schwere F125! über einen strukturintegrierten Wasserstoff-Verbundspeicher, der Teil der Karosserie ist. Der Wasserstoff wird also in vielen kleinen Tanks, die die Hohlräume der Karosserie ausnutzen, gelagert.

Hohlraum statt Tank

Galerie: Studie Mercedes F125!Bei der S-Klasse der Zukunft sind diese Metal Organic Frameworks, die den Wasserstoff speichern, im Boden integriert und können bis zu 7,5 Kilogramm des Treibstoffs aufnehmen. Das soll, zusammen mit dem Strom der Akkus, für bis zu 1.000 Kilometer Reichweite genügen, was einem Verbrauch von rund 0,79 Kilogramm Wasserstoff je 100 Kilometer oder umgerechnet rund 2,7 Liter Diesel entspräche.

Angetrieben wird der F125! übrigens von vier in Radnähe montierten Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 313 PS. Das reicht für eine Oberklasse-adäquate Sprintzeit von 4,9 Sekunden und 220 km/h Höchstgeschwindigkeit. Erstmals kommt auch bei einem Elektrofahrzeug eine Luftfederung an allen vier Rädern zum Einsatz, die den S-Klasse-typischen Komfort garantieren soll.

Ungewisse Zukunft

Was von der beim F125! gezeigten Technik tatsächlich einmal in Serie geht, ist noch ungewiss. Und auch, ob die Brennstoffzelle der Retter der automobilen Freiheit ist, steht noch in den Sternen. So wie sich der F125! allerdings präsentiert, scheint Mercedes auf dem richtigen Weg in eine CO2-neutrale Zukunft zu sein. (mg)

 
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