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Galerie: Studie Mini E

Studie: Mini E

Mini E-missionsfrei

23.10.2008

Um Emissionen zu vermeiden setzt nun auch Mini auf den Elektroantrieb. Der Mini E leistet 204 PS und verursacht nur rund 2,50 Euro Kraftstoffkosten auf 100 Kilometern. Rund 500 ausgewählte US-Kunden kommen in den Genuss, für zunächst ein Jahr nahezu emissionsfrei zu fahren. Ob und wann der Elektro-Mini auch nach Deutschland kommt, ist noch ungewiss.

Bis Ende 2008 sollen die 500 Mini E an den Mann und die Frau in den Bundesstaaten Kalifornien, New York und New Jersey gebracht werden. Die Strom-Minis werden ausschließlich an ausgewählte Einzelpersonen und Großkunden ausgeliefert, die den Kleinwagen mittels Leasingvertrag für ein Jahr fahren dürfen. Danach besteht, so die Aussage heute, die Option, das Fahrzeug auch länger zu leasen. Mini (und BMW) erhofft sich dadurch fast schon repräsentative Ergebnisse im Alltagsgebrauch von E-Modellen. Normalkunden nutzen den Mini E anders als es bei reinen Versuchsfahrzeugen der Fall ist.

Mini arbeitet nach eigener Aussage „…mit höchster Priorität…" daran, den Elektro-Mini auch nach Deutschland beziehungsweise Europa zu bringen. Allerdings müssen erst noch die Rahmenbedingungen für einen solchen Einsatz geschaffen werden. "Uns liegt aber sehr viel daran, den Mini E bald auch hierzulande einzusetzen", bestätigte eine Mini-Sprecherin.

Strom via Wallbox

Galerie: Studie Mini EAnders als bei Smart, die in Berlin 100 Elektro-Smart an Flottenkunden überlassen haben und dafür mit einem Energieriesen 500 Ladestationen installierten, gibt es in den USA nur die Möglichkeit, Strom in der eigenen Garage beziehungsweise in der Firma zu tanken. Dank der Wallbox – ein Stromadapter, der die Stromstärke erhöht – soll eine Komplettbetankung des Mini E lediglich 2,5 Stunden dauern und für rund 250 Kilometer ausreichen. Theoretisch könnte der Mini auch an jeder anderen Steckdose geladen werden, was allerdings deutlich länger dauert. Eine Kilowattstunde Strom soll für gut acht Kilometer ausreichen. Bei 20 Cent pro Kilowattstunde kosten 100 Kilometer rund 2,50 Euro.

Früh vom Strom gehen

Galerie: Studie Mini EDie Fahrt selbst ist also emissionsfrei. Sollte der Strom, den die Kunden nutzen aus regenerativen Quellen stammen, wäre die Nutzung des Mini E tatsächlich nahezu emissionsfrei. Wer zudem früh vom Strom geht (bislang als Gaswegnehmen bekannt), kann die Reichweite laut Mini sogar um rund 20 Prozent steigern. Hintergrund: Durch das Rollen lassen wird die Schubenergie wieder in Strom umgewandelt (Rekuperation). Das Strom wegnehmen soll den Mini zudem so stark verzögern, dass rund 75 Prozent aller innerstädtischen Bremsvorgänge ohne Hilfe der eigentlichen Stopper erledigt werden können.

Für die USA ist der Mini E eine echte Rakete. 204 PS leistet der Ein-Gang-Elektromotor, 220 Newtonmeter Drehmoment stehen ab Schlüsseldreh zur Verfügung. Das befähigt den Mini zu sportlichen Fahrleistungen: 8,5 Sekunden reichen angeblich bis Tempo 100, bei 152 km/h wird die Fuhre elektronisch eingebremst.

Laptop-Akkus

Galerie: Studie Mini EErreicht wird diese Performance mittels 5.088 Lithium-Ion-Batteriezellen, wie sie auch in Laptops und Mobiltelefonen Verwendung finden. Die Zellen werden in 48 Module zusammengefasst die ihre Energie mit einer Nominalspannung von 380 Volt an den quer im Motorraum installierten Elektroantrieb weitergeben. Die Batterien selbst liegen hinter den Vordersitzen und beanspruchen beide Fondsitzplätze.

Durch die zusätzlichen Akkumulatoren steigt das Leergewicht des Mini E im Vergleich zum Mini Cooper um satte 400 Kilogramm. Änderungen am Fahrwerk sollen jedoch die Mini-typische Agilität kaum beeinträchtigen.

Spezieller Lack und Aufkleber

Galerie: Studie Mini EÄußerlich unterscheidet sich der in Oxford gebaute und in München auf E-Betrieb umgerüstete Spaßmacher nicht wirklich von seinen Brüdern. Daher hat man ihm mehrere stilisierte, gelbe Stromstecker-Sticker aufgeklebt, die den Sonderling brandmarken. Zusätzlich erhielt er einen speziellen Farbton.

Im Kombiinstrument gibt es nun eine Ladezustandanzeige (in Prozent) anstelle des Drehzahlmessers und grüne sowie rote LED, die anzeigen, ob gerade Strom rekuperiert oder vernichtet wird. Nach rund 5.000 Kilometern oder nach einem halben Jahr muss der Mini E zur „Inspektion“. (mb)

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