Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Die Retro-Welle im Autobau rollt immer gewaltiger auf uns zu. Und so manches Mal darf man sich schon wundern, welche einst belächelte Autolegende zurück in den Kreis neuzeitlicher Mobile kehren darf. So sorgt derzeit das einstige Underdog-Auto Fiat 500 in zeitgemäße Form gegossen für reichlich Aufsehen. Auf der IAA wird der kleine Italiener Premiere feiern und kurz danach auch auf unseren Straßen rollen. Doch könnte ein anderer Retro-Entwurf der südländischen Knutschkugel auf der Frankfurter Automesse noch die Show stehlen: der NewTrabi.
Der Modellbau-Spezialist Herpa stellt auf der IAA nämlich eine eindrucksvolle Neuinterpretation des kultigen Ostmobils vor. Es handelt sich allerdings um eine reine Designstudie im Format 1:10. Eindeutig zitiert diese die Formensprache des Zwickau-Zweitakters. Die Kotflügel, die Kulleraugen und der große Kühlergrill – das sieht doch alles sehr nach dem Pragmatismus-Design des Arbeiter- und Bauern-Boliden aus.
In der Seitenansicht des NewTrabi fallen der lange Radstand mit kurzen Überhängen und das im Verhältnis zum Blech recht schmale Fensterband auf. Der Fünftürer wirkt damit ähnlich muskulös wie der Chrysler 300 C Touring und würde also durchaus gut in die heutige Zeit passen. Sogar die Farbgebung in Hellblau mit weißem Dach ist ein stilvolles Zitat.
Der Tabi könnte wieder auf die Straße kommen
Stellt sich die Frage, ob der NewTrabi als echtes 1:1-Serienmodell kommen könnte. Herpa behauptet, es ernst damit zu meinen, den totgesagten Zweitakter wiederzubeleben. Der Modellbauer ist immerhin im Besitz der Trabant-Lizenzrechte und bietet einen spannenden Designvorschlag. Nun müsste sich nur noch ein Autohersteller bereit erklären, dieses Auto zu produzieren. Eine denkbare Variante: BMW baut auf Basis des Mini Clubman einen solchen Retro-Trabi auf.
Doch dieses Szenario ist derzeit noch reine Spekulation. Konkret wird der NewTrabi auf der IAA als großes Spielzeug zu bewundern sein. Dort will Herpa den Messebesuchern übrigens die Möglichkeit bieten, über das Design abzustimmen und sogar Änderungsvorschläge zu machen. Sollten Idee und Entwurf des neuen Trabis auf der Messe gut ankommen, will man bei Herpa die Idee einer Serienfertigung weiter verfolgen. (mh)
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