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Galerie: Studie Opel Flextreme

Studie: Opel Flextreme

Ein Blitz, der mit Strom fährt

26.09.2007

Mit der Plug-in-Hybrid-Studie Flextreme gibt Opel einen Ausblick auf ein besonders emissionsarmes und sparsames Antriebskonzept der Zukunft. Beim Flextreme handelt es sich um ein Elektroauto mit zusätzlichem Dieselgenerator. Man kann ihn mit Strom aus der Steckdose und/oder mit Dieselkraftstoff fahren. Vorgestellt wurde das Konzeptfahrzeug auf der IAA 2007. Dort gaben sich die GM-Verantwortlichen zuversichtlich, die Technologie bereits in wenigen Jahren zur Marktreife bringen zu wollen.

Das Antriebskonzept des Flextreme ist allerdings nicht völlig neu. Bereits Anfang 2007 wurde es als Chevrolet Volt in zwei Variationen präsentiert. Die beiden Volt-Versionen verfügten über den gleichen Elektroantrieb wie der Flextreme. Doch waren die Chevrolet-Studien zusätzlich mit einem Benzinmotor beziehungsweise einer Brennstoffzelle ausgestattet. Beim Flextreme entschied sich Opel hingegen für einen 75 PS starken 1,3-Liter-Diesel, der keine Verbindung zu den Rädern hat.

Galerie: Studie Opel FlextremeIn Fahrt bringt den Flextreme vielmehr ein bis zu 120 Kilowatt starker Elektromotor. Dieser Antrieb ermöglicht absolut alltagstaugliche Fahrleistungen: in 9,5 Sekunden soll das E-Mobil von null auf 100 km/h sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit taxiert Opel auf 160 km/h.

Bis zu 55 Kilometer emissionsfrei

Versorgt wird der Elektromotor zunächst mit dem Strom aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Mit einem voll aufgeladenen Stromspeicher kann der Flextreme bis zu 55 Kilometer weit fahren. Will man völlig emissionsfrei längere Strecken zurücklegen, müsste man alle 55 Kilometer für drei Stunden an die Steckdose. Eine abgasfreie Fahrt von München nach Hamburg wäre angesichts der dafür notwendigen Ladestopps ein groteskes Unterfangen. Deshalb hat der Flextreme einen Dieselmotor als Reichweiten-Vergrößerer an Bord. Mit 26 Liter Treibstoff im Tank kann dieser Strom für weitere 700 Kilometer generieren.

Galerie: Studie Opel FlextremeFährt der Flextreme allein mit Strom vom Dieselmotor, liegt der Spritverbrauch bei 3,8 Liter pro 100 Kilometer. Maximal emittiert der Wagen somit rund 100 Gramm CO2 pro Kilometer. Ein bereits guter Wert. Doch lässt sich diese Zahl je nach Fahrweise und Strecke bis auf null Gramm senken. So können Pendler mit einem 50 Kilometer langen Arbeitsweg allein mit dem Strom aus den Akkus fahren. Während der Arbeit bleibt genügend Zeit, die Batterien für den Rückweg wieder vollständig aufzuladen. Fährt man ausschließlich mit Strom aus der Steckdose und stammt diese Energie zudem noch aus regenerativen Quellen, würde man den Flextreme sogar nahezu klimaneutral bewegen. Ist eine Wegstrecke jedoch 100 Kilometer lang, könnte man nur die ersten 55 Kilometer emissionsfrei fahren. Für die restlichen 45 Kilometer würde dann der Dieselmotor rund 1,5 Liter Kraftstoff benötigen. Damit würde der Flextreme über die Gesamtstrecke im Schnitt rund 40 Gramm CO2 pro Kilometer in die Atmosphäre blasen.

Akkus als Flaschenhals

Galerie: Studie Opel FlextremeMobilitätsalternativen wie die des Flextreme erscheinen angesichts der aktuellen Klimadebatte dringend nötig. Doch auf eine solche Antriebstechnik wird man noch einige Jahre warten müssen. Vor allem die Akkus sind nach Aussage von Opel noch nicht weit genug entwickelt. Der technische Durchbruch sei aber nah. Derzeit kooperiert GM mit drei Akku-Herstellern. Diese wollen in bereits wenigen Jahren eine serienreife Batterie-Technik zur Verfügung stellen.

Futuristisches Design

Mit dem Flextreme hat Opel nicht nur einen Ausblick auf eine neue Antriebstechnologie gegeben. Zusätzlich wurden in der Studie einige sehenswerte Designideen verwirklicht. Der Flextreme kommt sehr futuristisch daher und wohl nur wenige Details werden sich in Serienmodellen wieder finden. Zu den Besonderheiten ohne Chance auf Serienfertigung zählen sicherlich die vier gegenläufig öffnenden Türen. Auf eine B-Säule konnte so komplett verzichtet werden. Im sehr luftigen Innenraum der 4,79 Meter langen Studie gibt es vier Einzelsitze, die allein an der durchgehenden Mittelkonsole aufgehängt wurden. Für ein gutes Raumgefühl sorgt ein riesiges Glaspanorama-Dach. (mh)

 
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