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Galerie: Studie Opel GTC Concept

Studie: Opel GTC Concept

Traum und Wirklichkeit

07.03.2007

Appetitanreger sind sie, die Studien auf dem Genfer Autosalon. Da macht der aufregende Opel namens GTC Concept keine Ausnahme, das geben auch die Opelaner zu: Dieses Auto sei so gar nicht geplant. Dennoch können wir Details davon in den kommenden Serienmodellen erwarten. Mal sehen, ob der silberne Gran-Turismo nur Appetit oder richtig Hunger macht …

Als erstes fällt der matte Lack auf. Matt silber, bei Opel nennt man das „seidengrau“. Der Begriff passt, wenn man den Lack berührt. Doch hier wird einem der Appetizer gleich vor der Nase wieder weggenommen: Pressesprecher Manfred Daun dämpft die Erwartungen - auf dem offenporigen Lack sieht man leider jeden Fingerabdruck. Schade.

Wunschliste

Galerie: Studie Opel GTC ConceptWas wir in der Serie nicht unbedingt brauchen sind die dominanten Auspuffendrohre - für einen denkbaren Vectra wäre das zu protzig. Beim Diffusor zwischen den Endrohren bin ich mir schon nicht mehr so sicher, obwohl er offensichtlich nur ein Showelement ist - seine Vorteile könnte er schließlich erst bei Kurvengeschwindigkeiten über 200 km/h im Grenzbereich ausspielen. Trotzdem passt er gut ins muskulöse Heck.

Überhaupt die Heckansicht: Flüssig integrierter Spoiler mit korrespondierenden Kanten und grinsend eingepasste Heckleuchten. Von hinten betrachtet scheinen alle Linien auf die Mitte zu zeigen und geben dem Coupé einen ausgesprochen knackigen Po. Nicht zu vergessen die obligatorische Bügelfalte (die sich natürlich auch auf der Motorhaube wieder findet). Dazu die sehr flach stehende Heckscheibe, die einen gleich das Auto umschreiten lässt: Die Seitenansicht zeigt ungewöhnlich viel Blech, die sehr hohe und nach hinten ansteigende Seitenlinie erinnert im ersten Moment an den Bentley Continental.

Klassischer GT

Galerie: Studie Opel GTC ConceptDie Proportionen sind für einen GT klassisch, ebenso die Form der hinteren Seitenfenster. Dennoch sitzt die Kabine recht weit vorne, was auch durch den langen vorderen Überhang nicht kaschiert werden kann. Eine Seitensicke, die sich vom vorderen Kotflügel nach hinten zieht, deutet eine schlanke Taille an, die ausgeprägten Radläufe unterstreichen diesen muskulösen Auftritt.

Nun kommt das eigentliche Highlight des schmucken Opel: Die Frontansicht. Sehr eigenständig weist sie vertikale Lufteinlässe auf, deren Alu-Einfassungen in die Scheinwerfer übergehen und mit den anfangs erwähnten Auspuffrohren korrespondieren. Die LED-Leuchten werden durch wiederum senkrecht stehende Taglicht-LEDs ergänzt. Der Opel-typische, trapezförmige Grill passt sich satt in die bullige Front des GTC Concept ein.

Innen real

Galerie: Studie Opel GTC ConceptDas Interieur gibt sich dagegen seriennah. Die Mittelkonsole steht deutlich flacher und passt gut zum dynamischen Auftritt des großen GTC. Auch die darauf platzierten Bedienelemente sehen schon nach „Produktion“ aus, ebenso die Integration des ergonomisch platzierten Navi-Bildschirms.

Wenn man sich jetzt noch Instrumente, Lenkstockhebel und Lenkrad ansieht, beginnt man sich auf den kommenden Vectra zu freuen: Das ist alles sehr Opel, doch die Materialen sind endlich so hochwertig wie es die Gestaltung ist. Kleiner Gag: Das Lenkrad trägt eine mittige Markierung, die dem rennsportlich versierten Fahrer in flinken Wechselkurven die Mittellage einschätzen helfen sollen.

Elegant und flexibel

Das eigentliche Highlight des Innenraums ist das sogenannte Flex4 Sitzsystem. Es macht aus dem sportlichen 2+2-Sitzer einen Transporter für zwei: Die hinteren Einzelsitze fahren einzeln und sensorgesteuert nach vorne, dabei gleiten die Sitzflächen nach unten und die Rückenlehnen passen sich bündig in ihre vorderen Pendants an. Dadurch entsteht eine ebene, 1,8 Meter lange Ladefläche.

Der GTC wird von einem 300 PS starken V6 Turbo angetrieben, der seine Kraft von 400 Newtonmetern per Allradantrieb und dynamisch geregelt auf den Asphalt bringt, selbstverständlich unterstützt vom adaptiven IDS-Fahrwerk. Doch Allradantrieb allein genügte den Opel-Ingenieuren nicht: Sie versahen ihr Konzept-Baby gleich noch mit einem automatischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Fazit

Galerie: Studie Opel GTC ConceptUnterm Strich bleibt viel Vorfreude. Obwohl Opel Marketing-Chef Allain Visser nur von einer „Neuinterpretation der Marke Opel“ spricht und Opel-Vorstand Hans Demant das Konzeptauto gar bloß als möglichen „Vorboten künftiger Modelle“ sieht, gibt der GTC-Concept doch schon sehr konkrete Ausblicke auf den kommenden Vectra.

Das Karosserie-Design wird sicher noch am meisten geschliffen und ein viersitziges Coupé ist leider nicht wahrscheinlich. Das regt zwar den Appetit an, doch werden sich Opel-Kunden erst mal einen viertürigen Vectra wünschen.

Das Innenraumdesign dagegen ist schon viel näher an der Serie als man von einem Konzeptauto erwartet. Da wandelt sich der Appetit in deutlich hörbares Magenknurren. Und das ist gut so, denn der Erzrivale Ford Mondeo wartet schon...

 
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