IAA 2013
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Galerie: Studie Opel Monza Concept

Studie: Opel Monza Concept

Vom Gestern ins Morgen

21.08.2013

Opel nutzt endlich seine Tradition. Der zweite GT war ein Flop, der Calibra durfte nicht Manta heißen, der Kadett-Nachfolger heißt dagegen wie eine Biermarke. Kapitän, Admiral? Omega? Monza? Monza!
Geht doch.

Der Opel Monza feierte vor 36 Jahren auf der IAA Premiere, war seinerzeit (1978 bis 1986) eines der wenigen Sportcoupés der oberen Mittelklasse und sogar eine Alternative zu Mercedes (C 123). Audi hatte im 100 zwar einen tollen 5-Zylinder-Motor, das Coupé jedoch eingestellt, BMW hatte auch kein Mittelklasse-Coupé.
Der Monza hatte dagegen 180 Sechszylinder-PS, Recaro-Sitze, Bordcomputer und Digitaltacho.

Dynamisches Fließheck

Galerie: Studie Opel Monza ConceptGroß und schnell war der Monza und stieß wieder in Richtung Oberklasse. Die Bilder des neuen Monza Concepts, das bald schon auf der IAA zu sehen sein wird, unterstreichen diese Positionierung. Als dynamisches Fließheck natürlich und mit studientypischen aber realitätsfernen Flügeltüren präsentiert es sich als eleganter Gleiter, der zeigt, wie viel Potenzial in der aktuellen Opel-Formensprache tatsächlich steckt.

Die Dachlinie erinnert an den gelungenen Astra GTC, die seitlichen Kühlkiemen verbinden die seit dem Insignia typische Dynamiklinie mit einer Funktion. Große, turbinenartig ausgestaltete Felgen verleihen dem Viersitzer schon im Stand Dynamik, passend zur „Athletik“, die Designchef Mark Adams der Karosserie bescheinigt. Und dennoch wirkt der fast 4,7 Meter lange Ober-Opel fließend leicht.

Optisch und technisch fein

Galerie: Studie Opel Monza ConceptDoch das Konzeptauto ist nicht nur optisch beeindruckend und avantgardistisch, wie es sonst wohl nur Citroën ist. Es besticht auch durch seine Technik. Brennstoffzelle und Range-Extender sollen den Weg in die automobile Zukunft weisen, die Instrumente sind nicht mehr nur digital wie im Ur-Monza, sondern in LED-Projektionstechnik ausgeführt.

Das Konzeptauto ist nur 1,3 Meter flach, doch bietet es 500 Liter Kofferraumvolumen und eine überzeugende Kopffreiheit auf allen Plätzen. Die Flügeltüren öffnen sich über die gesamte Länge des Innenraums und lenken erfolgreich davon ab, dass die Seitenscheiben nicht zu öffnen sind.

Selbstbewusstsein

Einen Seitenhieb auf die entfleuchte Konkurrenz aus Stuttgart, wo sie auf die beiden großen Bildschirme in der S-Klasse stolz sind, findet sich in der Beschreibung zum Innenraum: „Einzelne, separierte Bildschirme, auf denen sich die unterschiedlichen Informationen ablesen lassen“ seien „traditionell“. Im Monza würde der Fahrer sowas nicht finden. Denn dort bieten 18 LED-Projektoren „ein durchgängiges, anpassungsfähiges Multifunktionsdisplay.“ Die vielfältigen Informationen (Navi, Musik, Telefon) sollen dabei bedarfsgerecht angezeigt werden, zeigen also nur das an, was tatsächlich wichtig ist, ohne den Fahrer unnötig abzulenken - dafür kann der Monza vom Fahrer entsprechend voreingestellt werden.

Bedarfsgerecht personalisiert

Galerie: Studie Opel Monza ConceptIm „Me“-Modus stellt das Infotainmentsystem nur die für das Fahrerlebnis nötigen Informationen dar, das gekoppelte Smartphone wird dann in den Flug-Modus geschaltet – irgendwie passend. Für eventuell Mitfahrende gibt es den „Us“-Modus, der individuelle Infotainment-Angebote (Filme, Musik) bereitstellt, während man im „All“-Modus die Verbindung ins Internet herstellt inklusive Community-basierter Routenplanung, Opels Interpretation des Car-Sharing. Car-to-Car- und Car-to-Infrastructure-Kommunikation für autonomes Fahren verstehen sich da für Opel schon von selbst.

In Zukunft elektrisch

Motorisch soll der Monza modular verschiedene elektrische Antriebstechnologien ermöglichen, wie das im Ampera schon angelegt wurde. Akkus sind ebenso denkbar wie eine Brennstoffzelle. Die IAA-Studie ist dagegen als Range-Extender ausgelegt, als Generator fungiert hier der brandneue 1.0 SIDI Dreizylinder-Turbo, der im Monza mit Erdgas befeuert wird.

 
Fazit
 

Thomas Weiss

„Der Opel Monza Concept ist so nichts weniger als unsere Vision der automobilen Zukunft“ sagt Opel Chef Neumann. Man möchte dem nichts hinzufügen, außer, dass der Monza endlich eine selbstbewusste Positionierung der gebeutelten Marke darstellt.

Ein Serienmodell (inklusive einer logischen, dreitürigen Variante) wird nach der IAA in der Konzernzentrale in Detroit sicher heiß diskutiert werden. Hoffen wir, dass sich Mutter GM den Monza nicht als Buick unter den Nagel reißt.
 
 

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