IAA 2011
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Galerie: Studie Opel RAKe

Studie: Opel RAKe

Stromern mit 16

15.09.2011

Elektromobilität ist heutzutage keine Hexerei mehr. Doch gegen eine zügige, flächendeckende Verbreitung spricht – abgesehen von der Ladeinfrastruktur – vor allem eins: der hohe Preis. Mit einer auf der IAA zu sehenden Studie will Opel das ändern und eine junge Käuferschaft ansprechen.

Leichtbau heißt das Zauberwort, wenn es um Elektromobilität geht. Denn nur wenn ein Fahrzeug wenig Strom verbraucht, lässt sich mit aktuellen Akkus eine halbwegs akzeptable Reichweite erzielen. Die Krux an der Sache: Leichtbau ist teuer, vor allem wegen des immer noch hohen Preises für Kohlefasern.

Wie genau man aus diesem Dilemma rauskommen will, hat auch Opel noch nicht verraten. Doch die auf der IAA zu sehende Studie namens RAKe – eine Anspielung auf ein Versuchsfahrzeug aus den zwanziger Jahren - soll mit acht- bis zwölftausend Euro äußerst erschwinglich sein. Auch im Unterhalt: Strom im Wert von einem Euro soll für bis zu 100 Kilometer reichen.

Nur zwei Plätze

Galerie: Studie Opel RAKeDie augenscheinlichste Maßnahme, um Gewicht zu reduzieren, ist die Beschränkung auf zwei Sitzplätze; ein Konzept, das auch andere Hersteller bei ihren Studien verfolgen, etwa Audi mit dem Urban Concept oder VW mit dem Nils. Denn bei den meisten Alltagsbesorgungen oder dem Weg zur Arbeit ist ohnehin nur der Fahrersitz belegt.

So schafft es Opel, die Studie auf eine Länge von nur drei Metern zu beschränken und das Gewicht soll bei unter 400 Kilogramm liegen. Kein Wunder, dass dem Stromer ein Akku mit einer Kapazität von nur fünf Kilowattstunden und ein kleiner, im Dauerbetrieb nur 14 PS starker Elektromotor genügen; maximal können dem Aggregat übrigens 49 PS entlockt werden. Für den Sprint auf Tempo 100 veranschlagt Opel 13 Sekunden, höchstens können autobahntaugliche 120 km/h gefahren werden.

Schon ab 16

Galerie: Studie Opel RAKeWie bei den Konzeptfahrzeugen der Mitbewerber tritt auch Opels Studie im futuristischen Gewand auf, zum Ein- und Aussteigen klappt die gläsernen Kuppel nach vorne. Auffällig sind die frei stehenden Hinterräder mit einer Spurweite von nur 60 Zentimetern – das soll die Agilität des Hecktrieblers steigern.

Ansprechen will Opel mit dem Design vor allem eine jüngere Kundschaft. Und für die gibt es einen besonderen Anreiz: eine auf 45 km/h beschränkte Einsteigervariante mit dem Namen „my first e-Opel“ dürfte auch schon von 16-jährigen gefahren werden – so kann die automobile Karriere gleich mit einem Opel beginnen. (mg)

 
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