Pariser Autosalon 2010
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Galerie: Studie Peugeot HR1

Studie: Peugeot HR1

Peugeots Luxus-Mini

06.10.2010

Irgendwie versuchen Autohersteller stets, Autos neu zu erfinden. Der Peugeot HR1 ist ein weiteres Zusammenspiel kreativer Entwickler und wortgewandter Marketing-Strategen, die immer neue Zusammenhänge konstruieren, um ein Fahrzeug anzupreisen. Die echten Werte treten dabei oft in den Hintergrund; nicht so beim HR1.

Er könnte, würde er in dieser Form kommen, ein echter Frauenschwarm werden. Der HR1 von Peugeot besitzt diese niedlichen Rundungen, das flache Dach und die notwendige Kürze (3,69 Meter). Trotz seiner Kompaktheit tritt er massiv auf, was nicht zuletzt den großen Rädern und den damit verbundenen kräftigen Radhäusern geschuldet ist. So könnte man den HR1 auch kurz als Crossover bezeichnen, was ja irgendwie immer passt, wenn alle anderen Schubladen versperrt sind. Peugeot macht das aber nicht.

Variabel, hell, freundlich – futuristisch

Galerie: Studie Peugeot HR1Im Innenraum soll der HR1 extrem variabel sein, was schon beim Einsteigen am Türkonzept bewiesen wird. Die Pforten drehen sich beim Öffnen nach vorne und oben zugleich. So wird ein riesiger Einstieg frei, der engen Parklücken den Schrecken nimmt. Auch die Hinterbänkler profitieren vom großen Türausschnitt und schlüpfen einfach nach hinten auf die Einzelsitze. Bei einer Viersitz-Bestuhlung verbleiben ganz hinten nur noch spärliche 180 Liter Kofferraumvolumen. Sind hingegen lediglich Fahrer und Beifahrer an Bord, erweitert sich das Stauvolumen auf 734 Liter, was laut Peugeot sogar für ein Fahrrad ausreichen soll.

Die beiden Frontinsassen sind durch eine massive, aber dennoch luftig-leicht schwebende Mittelkonsole voneinander getrennt und besitzen damit „ihr Territorium“, wie die Pressemeldung weiß. Zum futuristischen Gesamteindruck des Interieurs tragen auch die LED-Inneraumbeleuchtung und die Glasflächen am Dach bei, deren Scheiben elektrochromatisch stufenlos abgedunkelt werde können.

Tolle neue Welt

Galerie: Studie Peugeot HR1Ein Headup-Display zeigt alle relevanten Infos in der Frontscheibe an. Ein neues Bediensystem soll strukturiert durch das Menü führen und keine Fragen aufkommen lassen. Für den Beifahrer gibt es eine Art iPad, mit dem er wiederum Zugriff auf das Display des Fahrers hat. Miteinander sprechen scheint im HR1 demnach nicht mehr nötig zu sein.

Unter der Haube versteckt sich ein neuer 1.2 Liter Turbobenziner, der mit einem Elektromodul an der Hinterachse gekoppelt wird und den HR1 damit zum Allradler macht, was sowohl Fahrdynamik als auch Fahrsicherheit erhöhen soll. Der Benziner leistet laut Peugeot 110 PS. Hinzu kommen die 37 PS des Elektroaggregats, das die Gesamtleistung auf rund 150 PS hebt und den Verbrauch bei 3,5 Liter pro 100 Kilometer halten soll, was einem CO2-Ausstoß von 80 Gramm entspricht. Kurzzeitiges Elektrofahren soll übrigens auch möglich sein.

Mal sehen, was übrig bleibt

Galerie: Studie Peugeot HR1Kombiniert wird das Motorenkonglomerat mit einem automatisierten Sechs-Gang-Getriebe, was angeblich extrem schnelle Schaltmanöver ermöglicht und den sportlich jungen Charakter des HR1 unterstreicht.

Zumindest das Außendesign und die Motorkombination wird man bei Peugeot in den kommenden Jahren sicherlich irgendwo finden. Was von dem Interieur und den Gimmicks letztendlich in die Serie übergeht, muss sich aber noch zeigen. Gelungen ist das Crossover-Konzept in jedem Fall schon.

 
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