Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Eigentlich hatten wir schon mit der Serienversion des neuen Seat Ibiza Kombi in Frankfurt gerechnet, doch die Spanier zogen es vor, auf der IAA erst einmal eine Studie des ST genannten Kleintransporters zu zeigen. Der ist wahrscheinlich noch nicht ganz fertig geworden, doch darf das schicke Blechkleid der Studie bereits als serienreif gelten.
Vorne sportlich, hinten praktisch: So in etwa lässt sich die 4,22 Meter lange Kombi-Studie namens IBZ umschreiben. Auffällig sind vorne vor allem die LED-Scheinwerfer, aber die werden den Sprung in die Serie nicht schaffen. Das bleibt übrigens auch für die versteckten Türgriffe an den hinteren Türen zu hoffen, die zwar hübsch aussehen, ein mittlerweile aber veralteter Designtrick sind und dazu auch noch unpraktisch.
Große Klappe
Ganz und gar praktisch soll dagegen das Gepäckabteil sein. Dank einer weit nach unten reichenden Heckklappe ist die Ladekante angenehm niedrig. Die große Heckscheibe soll zudem die Übersicht nach hinten deutlich verbessern, diese ist in den anderen Ibizas eher eingeschränkt.
Hinter die Klappe passen 410 Liter, dass sind rund 70 Liter weniger als das Schwestermodell, der Skoda Fabia Combi, schluckt. Der Verlust ist vor allem der schrägeren Dachlinie geschuldete, die dem Seat IBZ dafür deutlich mehr Dynamik verleiht. Zumal sich das Gepäckvolumen durch umklappen der Rückbank einfach erweitern lässt und ein ebener Ladeboden zum Standard gehört.
Stilmix
Im Innenraum herrscht im IBZ noch ein Mix aus Serienelementen und Designspielereien. Die Gestaltung des Mitteltunnels etwa, mit zahlreichen Ablagen, die Steuerung für die Klimaanlage und das Lenkrad dürften eins zu eins in den Ibiza ST übernommen werden. Der futuristische Instrumententräger dagegen wird sich einem herkömmlichen Armaturenbrett beugen müssen. Auch der Materialmix aus Alu und Wildleder dürfte höchstens in einer veredelten Luxus-Variante zu finden sein, in der Serie wird auch im Ibiza ST Kunststoff dominieren.
Über Motoren macht Seat noch gar keine Angaben. Volumenmodell könnte VWs neuer 1.6 TDI Diesel mit 90 PS werden. Der kann in der Limousine an ein siebenstufiges DSG gekoppelt werden, dass sicher auch im ST angeboten wird, ansonsten werden Fünf- und Sechs-Gang-Schaltgetriebe verbaut. Die Motorenpalette wird bei 70 PS starten und eventuell erst bei den Cupra-Versionen enden.
Geringer Aufschlag
Skoda verlangt für den Fabia Combi nur einen geringen Aufschlag von 600 Euro gegenüber dem Viertürer, Bei Seat dürfte es ein wenig mehr sein. Genaue Preise wird es erst nächstes Jahr geben, schließlich soll der ST erst Mitte 2010 auf den Markt kommen. Doch könnte der Einstiegspreis für den 70-PS-Benziner bei etwa 13.400 Euro liegen. (mg)
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