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Galerie: Studie Volvo C30 Recharge

Studie: Volvo C30 Recharge

Öko-Mobil und Spaßauto zugleich

13.09.2007

Mit der Studie C30 Recharge gibt der schwedische Autohersteller Volvo auf der IAA einen Ausblick auf ein zukünftiges Elektrofahrzeug. Auf einen konkreten Zeitplan für ein entsprechendes Serienmodell will man sich bei Volvo noch nicht festlegen. Doch mittelfristig will man bei Volvo ein Auto mit der effizienten und sauberen Antriebstechnik des Recharge auf den Markt bringen.

Angetrieben wird der Plug-in-Hybrid von vier Radnaben-Elektromotoren. Zusätzlich verfügt das Fahrzeug jedoch über einen Vierzylinder-Ottomotor der mit Benzin oder Ethanol betrieben werden kann. Die vier Antriebsaggregate haben, anders als beispielsweise beim Hybrid-Modell Toyota Prius, keine mechanische Verbindung zum Verbrennungsmotor.

Als Stromspeicher dient dem C30 eine Lithium-Polymer-Batterie im Kofferraum. Dieser Akku soll Reichweiten von bis zu 100 Kilometer ermöglichen und eine größere Gesamtlebensdauer als das Auto selbst bieten. Ist der Akku leer, geht die Fahrt mit dem C30 Recharge dennoch weiter. Dann versorgt der Vierzylinder die vier Elektroaggregate mit Strom.

Sauber und agil

Galerie: Studie Volvo C30 RechargeAutomatisch springt der Otto an, wenn der Stromspeicher nur noch über 30 Prozent seiner Kapazität verfügt. Der Fahrer kann per Knopfdruck den Vierzylinder auch vorher einschalten. Ist man zum Beispiel auf der Autobahn unterwegs und möchte anschließend im Stadtverkehr emissionsfrei nur mit dem Strom der Batterie fahren, kann man während der Fahrt die Akkus entsprechend aufladen, um dann im Stadtgebiet rein elektrisch unterwegs zu sein.

Obwohl der C30 Recharge ein sauberes und also umweltfreundliches Fahren ermöglicht, ist er keineswegs eine Spaßbremse. Den 100-km/h-Sprint soll er in neun Sekunden erledigen und maximal 160 km/h schnell werden. Darüber sorgen die vier Radnabenmotoren für eine günstige Gewichtsverteilung. Eine hohe mechanische Effizienz und der permanente Allradantrieb sind weitere Vorteile dieser Technik. Zudem kann auf ein sonst übliches Getriebe verzichtet werden. Selbst der Nachteil eines höheren Gewichts der ungefederten Massen fällt gering aus. Nach Aussage von Volvo wiegen die Räder des Recharge nur zwei Kilo mehr als die von herkömmlichen Autos.

Die E-Motoren ersetzen die Bremsen

Galerie: Studie Volvo C30 RechargeUnter anderem der Verzicht auf eine konventionelle Bremsanlage sorgt für das niedrige Gewicht. Für Verzögerung sind allein die vier Elektromotoren verantwortlich. Diese bremsen nicht nur, sie gewinnen dabei sogar noch Energie zurück. Statt des sonst üblichen Energieverlusts durch Reibung, wird hier beim Bremsen Strom erzeugt, der wiederum im Batterie-Pack gespeichert wird.

Der Volvo C30 Recharge empfiehlt sich vor allem für Pendler, die täglich bis zu 100 Kilometer Wegstrecke zurücklegen. Dann kann man ohne Emissionen unterwegs sein. Die Batterien lassen sich an der Steckdose nach etwa drei Stunden aufladen. In einem Schnelllademodus soll eine Stunde für 50 Kilometer reichen. Der Strombetrieb ermöglicht nicht nur emissionsfreies Fahren. Zusätzlich lässt sich so angesichts der vergleichsweise niedrigen Strompreise und der hohen Effizienz des Elektroantriebs viel Geld sparen. Die Energiekosten entsprechen in etwa dem Niveau, den ein Fahrzeug mit zwei Litern Benzinverbrauch auf 100 Kilometer verursacht. Wird der Strom zum Fahren allerdings ausschließlich vom Verbrennungsmotor produziert, steigt der Verbrauch auf bis zu fünfeinhalb Liter. Besonders sauber wäre es, den Strom allein aus regenerativen Quellen wie Windkraft zu beziehen. Dann würde man mit dem C30 Recharge nahezu klimaneutral unterwegs sein. (mh)

 
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