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Galerie: Studie VW Space Up Blue

Studie: VW Space Up Blue

Up jetzt auch mit Brennstoffzelle

15.11.2007

Im September 2007 gab VW auf der IAA mit der Studie Up den Ausblick auf eine neue Kleinwagen-Generation. 2010 wird sogar eine komplette Up-Familie auf den Markt kommen. Ein weiteres Mitglied dieser künftigen Baureihe stellte VW im Oktober mit dem Microvan Space Up auf der Tokyo Motor Show vor. Auf der LA Auto Show (16. bis 25. September 2007) folgt nun mit dem Space Up Blue die dritte Variante. Das Besondere: Der mit der Tokio-Studie weitgehend identische Microvan verfügt über einen Elektroantrieb und eine Brennstoffzelle der neuesten Generation. Das Konzeptauto gibt damit Ausblick auf einen Null-Emissions-Antrieb der ferneren Zukunft.

Die Karosserie von Space Up Blue und Space Up sind nahezu gleich. Der nur 3,68 Meter lange Microvan bietet vier Passagieren Platz und hat zudem einen variablen Kofferraum für bis zu 1.005 Liter Gepäck. Optische Besonderheiten des Blue sind ein champagnerfarbener Metallic-Lack und vier Dachfenster. Letzteres ist eine Reminiszenz an das kultige VW Bus Sondermodell Samba aus der Zeit der Wirtschaftswunderjahre. Darüber hinaus verfügt der Space Up Blue über Strom generierende Solarzellen auf dem Dach – ein klarer Hinweis auf seine umweltfreundliche Antriebstechnologie.

Ausreichend flott

Galerie: Studie VW Space Up BlueAngetrieben wird der Space Up Blue nämlich ausschließlich elektrisch. Ein 61 PS starker Elektromotor kann den knapp 1,1 Tonnen schweren Wagen in 13,7 Sekunden auf Tempo 100 wuchten und maximal 120 km/h schnell machen. Für nahezu alle Verkehrssituationen ist die VW-Studie also ausreichend motorisiert.

Den Strom für den Antriebsmotor kann der Space Up Blue aus zwei Quellen beziehen. Zunächst liefert ein Verbund von zwölf Lithium-Ionen-Batterien genügend Energie für 100 Kilometer. Sind die Akkus leer, muss man zum Aufladen an die Steckdose oder fährt alternativ mit dem Strom aus einer neuartigen Hochtemperatur-Brennstoffzelle weiter.

Neuartige Brennstoffzelle

Galerie: Studie VW Space Up BlueDie Brennstoffzelle der neuesten Generation kann laut VW mit dem bis zu 3,3 Kilogramm komprimierten Wasserstoff genügend Strom produzieren, um weitere 250 Kilometer zu fahren. Insgesamt hat der Space Up Blue also eine Reichweite von 350 Kilometern. Erst danach muss man entweder an der Steckdose die Batterien laden und/oder neuen Wasserstoff tanken.

Eines der gravierenden Probleme bisheriger Brennstoffzellen-Generationen kann die neue Technik im Space Up Blue umgehen: Alle bislang realisierten Brennstoffzellen arbeiten nur in einem bestimmten Temperaturbereich. Wird es zu warm, funktioniert die Energiegewinnung nicht mehr. Entsprechend aufwendig und groß ist deshalb die Kühl- und Befeuchtungstechnologie. Die neue Hochtemperatur-Brennstoffzelle im Space Up Blue kann hingegen dank einer neuartigen Membran und darauf abgestimmten Elektroden bei gleicher Leistungsausbeute in einem Temperaturbereich von bis zu 160 Grad gefahren werden. Für den Fahrzeugbetrieb ist einen mittlere Betriebstemperatur von 120 Grad vorgesehen. Eine aufwendige Kühltechnik ist bei dieser Hochtemperatur-Brennstoffzelle nicht mehr nötig. Deshalb kann sie kompakter sowie günstiger gebaut werden und soll zudem effizienter arbeiten, so VW.

Fernziel Wasserstoffantrieb

Sofern der Strom zum Laden der Akkus und der Wasserstoff zum Betrieb der Brennstoffzelle aus regenerativen Quellen stammen, fährt man mit dem Space Up Blue sogar klimaneutral. Bei VW verfolgt man das Fernziel, solche Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Doch ist man bei der technischen Entwicklung noch nicht ganz so weit. Darüber hinaus muss erst noch eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden, um Fahrzeuge mit möglichst klimaneutralem Wasserstoff flächendeckend zu versorgen. So richtig festlegen mag sich kein Hersteller über den Zeithorizont, doch vermutlich wird man nicht vor 2020 in Deutschland in größerem Umfang mit Wasserstoffautos fahren können. (mh)

 

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