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Galerie: Test Audi A3 Sportback

Test: Audi A3 Sportback

Für die schnelle Truppe

05.04.2005

Von Hilde Gerg bis Martina Ertl: Die schnellsten deutschen Skirennläufer fahren Audi. Da liegt es nahe, mit einem schnellen Audi die Wintersportsaison zu beenden. Das Sportgerät: ein Audi A3 Sportback 2.0 TFSI Quattro mit satten 200 PS. Das Ziel: die steilen Pisten der Zillertal Arena. Einziges Manko: der Audi darf da nicht hinauf.

Schon vorher begann der Morgen mit einer kleinen Enttäuschung: Ohne Skiträger kann man zu Viert nicht in den geliebten Wintersport starten. Zwar sitzen auch zwei Erwachsene erstaunlich gut im Fond. Doch die aufpreispflichtige Durchreiche in der Rückbank (€150) fasst gerade so drei Paar Carving-Skier. Selbst zu Dritt ist es besser, die schmale Seite der Rückbank umzuklappen. Der Audi A3 Sportback ist zwar mehr als bloß die fünftürige Variante des A3, aber eben doch kein echter Kombi.

Die drei privilegierten Sportfreunde werden jedoch ab dem ersten Meter Straße entschädigt. Wie ein Schlepplift mit zu kurzem Seil reißt der 200-PS-Turbomotor an. Sieben Sekunden und nur einen kurzen Schaltweg später sind Tempo 100 erreicht. Im sechsten Gang kommt die Tachonadel erst etwas über 240 km/h zum Stehen (effektiv 234 km/h). Da freut man sich, dass man doch so früh aufgestanden ist und die Flut von Tagesausflüglern erst später die Autobahn verstopfen wird.

Am Limit

Galerie: Test Audi A3 SportbackAngesichts eines Volllast-Verbrauches von mehr als 16 Litern Super pro 100 Kilometer kommt die österreichische Grenze und mit ihr ein Tempolimit von 130 km/h gar nicht so ungelegen. Schließlich will man ohne Zwischentanken zumindest am Ziel ankommen. Bei konstant moderater Geschwindigkeit sinkt der Verbrauch auf etwas über 10 Liter.

Schnell gefahren, früh angekommen: 8 Uhr morgens im Zillertal da bleibt noch etwas Zeit für einen kleinen Abstecher Richtung Hochfügen. Eng schmiegt sich die schmale Straße an den Berg, macht mit Serpentinen-Passagen viele Höhenmeter gut. Der Asphalt ist trocken, der Verkehr noch schwach ideale Bedingungen also für den Ingolstädter Kompakt-Sportler.

Slalom auf Asphalt

Galerie: Test Audi A3 SportbackHier kommen nun endlich das Sportfahrwerk und die passgenauen Sportsitze voll zur Geltung. Trotz Winterbereifung lässt sich der A3 mit erstaunlich hohem Tempo um die Kehren hetzen. Blitzschnell flutscht der Schalthebel durch die Kulisse. Zweiter Gang, Gas: Bis 7.000 dreht der Motor hoch, kurz in den Dritten Bremsen, zurück in den Zweiten. Wie Slalom-Carver mit perfekt geschliffenen Kanten beschleunigt der vierradgetriebene Sportback aus den Kurven heraus. Die gefühlvolle Lenkung erlaubt millimetergenaues Navigieren.

Wenn der Wagen rutscht, dann gutmütig über alle vier Räder, bis das ESP das automobile Slalomtraining einbremst. Und die blassen Beifahrer, die vorsichtig daran erinnern, dass es langsam Zeit wird fürs Skifahren.

Schade, und auch nicht

Angekommen an der Talstation in Zell, musste der Audi auf dem staubtrockenen Parkplatz zurückbleiben. Aber nicht lange. Schon am frühen Nachmittag verhängten zähe Wolken die Gipfel. Der phänomenale Blick ins Tal war passé, und wenig später auch die Sicht auf die breiten, steilen und noch immer gut befahrbaren Pisten.

Galerie: Test Audi A3 SportbackNun heißt es schnell raus aus dem Zillertal bevor es alle tun. Doch schon jetzt zeigt der Navi-Bildschirm (Navigationssystem „plus“ ab €2.860) eine ellenlange Liste von Staumeldungen, darunter eine für die Autobahn Richtung Deutschland und weiter bis München. Die Alternative heißt Landstraße, ist kaum befahren und ab Kufstein wieder schön kurvig.

Fazit

Dass der Audi A3 Sportback mit 200 PS starkem Turbomotor Spaß macht, steht außer Frage. Auch, dass er im Vergleich zum Dreitürer ein deutliches Plus an praktischem Nutzwert bietet.

Abkühlung verschafft dem Gemüt nur der Blick in die Preisliste: 29.050 Euro kostet der 2.0 TFSI. Die wichtigsten Sicherheits- und Komfortfeatures sind inklusive, ebenso 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225er Breitreifen, Sportfahrwerk und Sportsitze. Nützliches auch wenn es sich um Kleinigkeiten handelt kostet Aufpreis, etwa die Durchreiche (€150), Netze im Kofferraum (€95) oder Getränkehalter (€15). Addiert man nun noch einige für den Wiederverkauf relevanten Dinge wie Metallic-Lack (€600), Navigationssystem (ab €1.360), Xenon-Licht (€750) oder Lederausstattung (ab €1.350) kommt der kompakte Audi schnell auf weit über 30.000 Euro.

Wirklich gutes Sportgerät kostet eben eine Menge Geld.

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