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Galerie: Test Audi S3 Cabriolet

Test: Audi S3 Cabriolet

Der Luft-Schnapper

22.05.2015

Jetzt ist Cabrio-Zeit, da kommt uns der offene, mit allerlei optischen S-Insignien versehene S3 von Audi gerade gelegen. Zumal er nicht nur Frischluft-Vergnügen verspricht, sondern dank 300-PS-Benziner auch jede Menge Fahrspaß.

Galerie: Test Audi S3 CabrioletObwohl uns das Cabriolet wie ein guter Bekannter vorkommt, macht ein Blick in die Historie klar: Der offene Ingolstädter ist sowohl in der bürgerlichen A3-Version als eben auch als S3 erst seit März letzten Jahres auf dem Markt. Vielleicht liegt es an den seit einigen Jahren bei dieser Marke immer nur sehr vorsichtigen Designänderungen, dass einen der offene Kompakte trotz des sportlichen Auftritts zunächst kaum anmacht und man auch auf der Straße relativ wenig Aufsehen erregt. Sicher liegt es auch am Format, denn wegen des Verdecks basiert das A3/S3 Cabriolet selbstverständlich nicht auf der bekannten und erfolgreichen Schrägheck(Sportback)-Version, sondern auf der selten zu sehenden, optisch noch unauffälligeren Limousine.

Innere Talente

Egal, schließlich wollen wir nicht oberflächlich sein, sondern die inneren Talente des S3 Cabrios wertschätzen. Und da ist natürlich in erster Linie die Motorisierung zu nennen: Glatte 300 PS schüttelt der 2,0-Liter-Turbobenziner aus dem Ärmel. In Verbindung mit der sechsstufigen sogenannten S-Tronic, womit ein Doppelkupplungsgetriebe gemeint ist, ergibt das rasante Beschleunigungen und bis zu 250 km/h Spitze. Wobei das im Vergleich zur normalen Limousine rund 150 Kilo schwerere Cabrio auf dem letzten Abschnitt hin zur Vmax dann doch etwas kämpfen muss.

Galerie: Test Audi S3 CabrioletWas dem auch dank serienmäßigen Allradantrieb und einem hart, aber nicht zu hart abgestimmten Sportfahrwerk großen Fahrspaß natürlich kaum Abbruch tut. Der Verbrauch lag im Alltag bei 9,2 Litern, der Normwert von 7,1 Litern wurde also wie heute üblich, verfehlt, ohne dass man dies dem Auto besonders ankreiden könnte, zumal wir durchaus zügig unterwegs waren.

Es zieht

Allerdings sind die beiden theoretisch verlockenden Möglichkeiten schnell fahren und offen fahren in der Praxis dann doch nicht ganz so souverän zu verbinden. Denn schon bei mittleren Geschwindigkeiten zieht es doch ganz schön im Nacken, das Windschott sollte auf jeden Fall angebracht werden.

Galerie: Test Audi S3 CabrioletWenn man denn es nicht vergessen hat zu bestellen. Denn wer glaubt, Audi liefert das Ding bei 49.000 Euro Grundpreis einfach so mit aus, hat sich getäuscht. Die Bayern sind in Sachen Aufpreispolitik auch nicht anders als die Schwaben, von denen hatten wir das aber auch nicht anders erwartet. Also, Windschott 320 Euro. Und wenn wir schon bei Kleinig- und Kleinlichkeiten sind: Selbst Licht- und Regensensor kosten im Paket 125 Euro, genau so viel die beheizbaren Außenspiegel. Der automatisch abblendbare Innenspiegel steht mit 245 Euro in der Preisliste, die für ein Cabrio dieser Klasse eigentlich obligatorische Sitzheizung mit 240 Euro. Und dann haben wir über die richtig teuren Extras wie Navi (ab 1.160 Euro), Leder (ab 1.280 Euro) oder Assistenzsysteme noch gar nicht gesprochen.

Unter 60.000 Euro geht nichts

Der Grundpreis von 49.000 Euro ist also reine Augenwischerei, weil einige Dinge in so ein Cabrio einfach rein müssen (Sitzheizung), andere wirklich sinnvoll sind (Licht- und Regensensor) und wiederum andere allein wegen des Wiederverkaufs auf der Optionsliste angekreuzt werden müssen (Navi). Unter 60.000 Euro geht da nichts. Gut wenn man das Dach offen hat, da fällt das nach Luft schnappen leichter.

Galerie: Test Audi S3 CabrioletUnser Testwagen hatte natürlich ganz viele solcher Extras an Bord und dann macht das S3 Cabrio natürlich noch mehr Spaß und zwar sowohl offen als auch geschlossen, gerne auf der Landstraße. Das Vergnügen ist allerdings vor allem eines für zwei Personen, die gerne in den wie maßgeschneidert wirkenden Sportsitzen Platz nehmen, eventuell noch ergänzt durch zwei kleinere Menschen, die keine Probleme mit dem engen Fond und dem zumindest in geschlossenem Zustand nicht gerade einfachen Zugang haben. Wer Schwiegermutti hinten Platz nehmen lassen will, sollte um des Familienfriedens willen vorher mindestens das Verdeck öffnen. Das geht übrigens ganz einfach, dauert nur 18 Sekunden und funktioniert sogar noch bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Falls Schwiegermama wieder aussteigen will (mg/sp-x)

  • Technische Daten
Zweitüriges, viersitziges Cabrio der Kompaktklasse
Länge: 4,43 Meter, Breite: 1,79 Meter (mit Außenspiegeln: 1,96 Meter), Höhe: 1,39 Meter
Radstand: 2,60 Meter, Kofferraumvolumen: 285 Liter
2,0-Liter-Turbobenziner, 221 kW/300 PS
maximales Drehmoment: 380 Nm zwischen 1.800 und 5.500 U/min
0-100 km/h: 5,4 s, Vmax: 250 km/h
Normverbrauch: 7,1 Liter, CO2-Ausstoß: 164 g/km
Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C
Testverbrauch: 9,2 Liter
 

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