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Galerie: Test Audi TT Roadster

Test: Audi TT Roadster

Lightning lebt

12.02.2015

Vielen dürfte er aus Kinderzimmern vertraut sein - Lightning McQueen, der Star aus Disneys Erfolgsstory ‚Cars‘. Jetzt kann Papa bald schwer beim Nachwuchs beeindrucken, wenn er sich den neuen Audi TT Roadster der dritten Generation in die Garage stellt. Denn: Von vorne betrachtet ähneln sich der Ingolstädter und der Held aus Hollywood doch ein wenig. Und nicht nur der Kinderheld rauscht mit Vollgas mitten ins Herz, auch der neue Ingolstädter weiß bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Galerie: Test Audi TT RoadsterDas neue Cabrios am Anfang des Jahres, vor Beginn der oben ohne Saison vorgestellt werden müssen, steht außer Frage. Und so flüchtete sich Audi zur Vorstellung des neuen Audi TT Roadster auf die balearische Insel Mallorca. Doch machte der Wettergott auch dort einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Nicht nur das es auf der Mittelmeerinsel regnete, nein, es schneite sogar. Wir haben die zehn Minuten Trockenphase bei drei Grad plus trotzdem genutzt, um einen ersten Eindruck vom oben ohne Gefühl im neu aufgedeckten Audi TT Roadster zu bekommen.

Maßgeschneidert

Galerie: Test Audi TT Roadster

Gleich nach dem Einsteigen sorgen die Sportsitze, die sich wie ein maßgeschneiderter Anzug an den Körper schmiegen, dafür, dass man sich wohlfühlt und in den Kurven bieten sie besten Seitenhalt. Auch findet man sich im Audi schnell zurecht: Die schon aus dem Coupé bekannte, aufgeräumte Mittelkonsole macht es möglich und mit dem „Audi Virtual Cockpit“, welches sich hinter dem Lenkrad breit macht, ist man schnell vertraut.

Galerie: Test Audi TT RoadsterDas volldigitale Cockpit leuchtet im Vergleich zum Coupé übrigens doppelt so hell, um auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar zu sein. Für eine gute Verbindung zur Außenwelt sorgt außerdem das aus dem R8 bekannte Gurtmikrofon, durch dass die Freisprechanlage auch bei offenem Dach gut nutzbar sein soll. Apropos nutzbar: Die beiden sogenannten Rücksitze nutzt man besser als Ablage – sitzen möchte dort niemand.

Knackiger Fahrspaß

Einmal auf den Startknopf gedrückt und der Antrieb erwacht zum Leben. Binnen 5,2 Sekunden schafft der Neue es mit dem 310 PS starken Top-Aggregat im TTS auf 100 km/h, begleitet von einem – zumindest im Sportmodus - für einen Vierzylinder überzeugend tiefen Brummen aus der Abgasanlage. Fahrtechnisch gibt der 4,18 Meter lange Roadster wie zu erwarten keinen Anlass zu meckern: Sein Fahrwerk ist sportlich knackig, ohne dabei bretthart auf der Straße zu liegen und die Lenkung folgt unseren Befehlen anstandslos direkt, so dass das engagierte Kurvenwedeln zum Kinderspiel wird – zumal der Allradantrieb sich selbst im nassen Asphalt fest krallt.  

Galerie: Test Audi TT RoadsterEin Blick nach oben zeigt uns den geeigneten Moment für offenes Fahren an. Also runter vom Gas, auf 50 km/h abgebremst, denn bis zu dieser Geschwindigkeit lässt sich das Verdeck während der Fahrt öffnen. Niedrige Temperaturen sind für den Roadster übrigens noch lange kein Grund geschlossen zu fahren, denn das Windschott bietet den Verwirbelungen des Fahrtwindes formidabel Einhalt und die Kopfraumheizung sorgt für angenehme Temperaturen. Der Himmel verdunkelt sich allerdings schnell wieder und die ersten Schneeflocken fallen, doch auch das ist für den Audi kein Problem: Zehn Sekunden dauert es nur, bis das Verdeck wieder geschlossen ist.

Drei Motoren zum Start

Ende März 2015 bereichert der neue Audi TT Roadster unsere Straßen. Zum Verkaufsstart stehen drei Motorisierungen zu Wahl. An der Spitze steht der sprintstarke TTS mit seinen 310 PS, Sechsgang-Schaltung und quattro-Antrieb zum Preis von 52.300 Euro. Als zweite Benzinvariante bietet Audi den Zweiliter-TFSI mit 230 PS an, der dank 370 Newtonmeter in nur unwesentlich längeren 6,1 Sekunden den Standardsprint absolviert; er ist ab 35.000 Euro erhältlich, und für 2.250 Euro fährt auch er mit Allradantrieb vor . Beide Modelle reißen übrigens die 250-km/h-Marke. Dritter im Bunde ist der 184 PS starke Selbstzünder. Der Zweiliter-Diesel ist für 38.700 erhältlich und mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,3 Litern – auf dem Papier – der genügsamste.

Galerie: Test Audi TT RoadsterAber auch die beiden Benziner können in Sachen Verbrauch überzeugen: Mit fünf bis sechs Litern ist der Ingolstädter durchaus sparsam unterwegs. Nicht zuletzt, weil Audi aufs Gewicht geachtet hat. So wiegt die neue Stoffmütze zum Beispiel nur 39 Kilogramm und bringt der Roadster  nur knapp über 1,3 Tonnen auf die Waage – rund 90 Kilogramm mehr als das Coupé.

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Der Audi TT Roadster bietet alles was, man sich wünscht: Fahrspaß, Cabriogenuss und - aufgrund der bequemen Sitze und der äußert geringen Geräuschkulisse bei geschlossenem Verdeck – sogar Vielfahrerqualitäten. Nur der kleine Kofferraum könnte ihm hierbei als Manko ausgelegt werden: Mit seinen 280 Litern die er im Gepäckraum bietet, ist er wahrlich kein Packesel und muss man sich beim Wochenendtrip schon ein wenig einschränken. Zwar bleibt der Stauraum auch bei geöffnetem Dach unverändert, doch sollte Käufern eins klar sein: Er ist eben doch mehr Spielzeug für Singles und Zweitwagen. Und deswegen darf er auch ein bisschen nach Lightning McQueen aussehen…
 
 

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