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Galerie: Test Citroën C4 Picasso

Test: Citroën C4 Picasso

Wir sind dann mal weg

13.08.2007

Ähnlich wie Hape Kerkeling in seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg“ haben wir uns mit dem Citroën C4 auf eine weite Reise begeben. Wie der Entertainer waren auch wir gespannt, zu welcher Erkenntnis wir am Ende der Reise gelangen werden. Erweist sich der C4 als alltagtaugliches Familienauto? Der Trip von München an die deutsche Ostsee gab uns die Antwort.

Optisch ist der C4 auf jeden Fall ein Gewinner. Die geschwungenen Linien stehen für Dynamik, das in die Motorhaube eingearbeitete Citroën-Logo verleiht dem Pampersbomber zusätzlich eine sportliche Note. Gerade die große Panoramascheibe ist von innen wie von außen ein echter Hingucker. Steht die Sonne ungünstig, genügt es die Sonnenblende vorzuschieben - schon ist die Aussicht wie früher.

Klappe zu

Galerie: Test Citroën C4 Picasso Nicht nur wer eine Wanderung unternimmt muss sich genau überlegen, was er mitnimmt. Auch in dem von uns getesteten Fünfsitzer ist das Platzangebot begrenzt. Doch geschickte Lademeister bringen ihr Hab und Gut sogar ohne Verschieben der Rückbank unter.

Was 576 Liter Kofferraumvolumen wirklich bedeuten, konnten wir beim Beladen exakt feststellen: Jeder Millimeter wurde genutzt. An Bord waren ein Reisebett, eine zusammenklappbare Matratze, ein großer Koffer, zwei Tüten mit Reiseproviant, zwei kleinere Sporttaschen und last but not least ein Kinder-Buggy!

Es kann losgehen

Galerie: Test Citroën C4 Picasso Ist alles verstaut und sitzt jeder bequem auf dem straffen Ledergestühl, kann die Reise los gehen. Die Bedienung des Navis geht über die sinnvoll angebrachten Tasten am Lenkrad leicht von der Hand. Generell ist das so genannte NaviDrive-Hifi-Paket (2.720 Euro) inklusive fünffach CD-Wechsler (in dem Kerkelings Hörbuch lag) auch ohne Handbuch bedienbar. Nur das Einstellen einzelner Sender erweist sich als Sisyphusarbeit.

Auf der Autobahn zeigt der Citroën, dass er wirklich ein Famlilienvan mit Langstreckenqualitäten ist. Unebenheiten werden sanft abgefedert, der 136 PS starke Vierzylinder-Diesel läuft ruhig und geschmeidig. Dieser Meinung war auch unser zehn Monate alter Mitreisender, der während der ganzen Fahrt nicht eine Unmutsäußerung von sich gab. Das kennt man gar nicht – lag es etwa doch am Auto?

Der aus dem PSA-Konzern bekannte Motor sorgt für ein flottes und bequemes Vorankommen. Bei 4.000 Umdrehungen liegt die maximale Leistung an, schon bei 2.000 Touren stehen die 320 Newtonmeter parat. Selbst vollbeladen ist es kein Problem noch ein Überholmanöver zu starten.

Extras, die keine sind

Galerie: Test Citroën C4 Picasso Dass die Franzosen bei der Ausstattung mitgedacht haben, sieht man an den kleinen Komfort-Extras, die in der Serienausstattung inbegriffen sind. So kann zum Beispiel der Fahrer über einen kleinen Spiegel (direkt über den Rückspiegel) den Fond beobachten.

Außerdem an Bord: Ein Kühlschrank in der Mittelkonsole, ein Einkaufstrolley (!) im Kofferraum, Tabletts an den Rückenlehnen inklusive Beleuchtung, Sonnenrollos an den Seitenfenstern der zweiten Sitzreihe, und, und, und… Einzig ein paar Becherhalter im Fond wären von Vorteil.

Galerie: Test Citroën C4 Picasso Musste sich Hape Kerling auf dem Jakobsweg selbst motivieren um seine Pilgerreise fortzusetzen, war es bei uns das genaue Gegenteil: Der C4 lädt zu Ausflügen entlang der Ostseeküste förmlich ein. Während die Insassen regelmäßig auf die gekühlten Getränke zurückgreifen können, muss der Franzose circa alle 700 km an eine Zapfsäule. Fährt man den Citroën familientypisch, ist ein Durchschnittsverbrauch von acht Liter Diesel auf 100 Kilometern realistisch.

Hintern-Massage

Galerie: Test Citroën C4 Picasso Auf der Autobahn macht einem der C4 deutlich, wie blinkfaul man eigentlich ist. Der Spurassistent (für 780 Euro) zwingt einen immer schön den Blinker zu setzen - sonst vibriert die entsprechende Seite unter dem Fahrerhintern. Neben der Vermeidung des Sekundenschlafs nützt dieses System auch bei sehr widrigen Bedingungen. So half es mir bei  wolkenbruchartigen Regenfällen und sehr eingeschränkter Sicht immer brav die Spur auf der Autobahn zu halten.

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, werden die Fahrzeuginsassen durch sieben Airbags beschützt. Doch dank der präzisen, drehzahlabhängigen Servolenkung lassen sich Hindernisse leicht umschiffen. Praktisch: der Parkplatzassistent. Wer kennt nicht die leidige Diskussion mit seinen Beifahrer ob die Parklücke groß genug ist. Der elektrische Helfer gibt schon im Vorbeifahren die richtige Antwort.

Galerie: Test Citroën C4 Picasso Das Ganze hat natürlich seinen Preis. In der Basisversion liegt der HDi 136 FAP bei 30.350 Euro. Das Ende der Fahnenstange ist dann aber noch in weiter Ferne, da die Aufpreisliste zu kostspieligen Erweiterungen verleitet. Der Parkassistent etwa kostet 780 Euro Extra, das Panoramadach schlägt mit 670 Euro zu Buche.

Fazit

Eins ist sicher: Wir sind von unserer Tour durch die Republik mit Sicherheit ausgeruhter zurückgekehrt als Herr Kerkeling vom Jakobsweg. Aber auch wir gelangten am Ende unserer Reise zu einer Erkenntnis - nämlich dass ein Familienauto nicht immer aus deutschen Landen kommen muss. Der fünfsitzige C4 verfügt über jede Menge Details, die im Alltag wie im Urlaub Gold wert sind. Nur leider ist der Preis für eine junge Familie doch noch ein wenig zu hoch.

 
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