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Galerie: Test Ford Galaxy

Test: Ford Galaxy

Per Anhalter im Galaxy

23.10.2006

In Douglas Adams Erfolgsroman reist der Erdenbürger Arthur Dent per Anhalter mit einem Vogonenraumschiff durch die Galaxis. Andersrum ist es bei Ford: Im Galaxy kommt man zwar nicht bis zu den Sternen, dafür kann der geräumige Van problemlos sechs Anhalter mitnehmen.

Nein, man muss für einen Ford Galaxy nicht extra die Erdkugel sprengen, um Platz zu machen für eine Hyperraum-Express-Route, wie in „Per Anhalter durch die Galaxis“ geschehen. Obwohl, Platz braucht die große Familienkutsche schon auch.

Galerie: Test Ford GalaxyDer Van ist mit seinen 4,82 Meter Länge durchaus kein Kleiner. Durch den riesigen Aufbau allerdings wirkt der Ford so massig, dass ich mir selbst mit 1,93 Meter Körpergröße ziemlich zierlich vorkomme.

Endlose Weite

Genau das ist die Stärke des großen S-Max-Bruders. Platz noch und nöcher, Beinfreiheit auf allen sieben Sitzen und ein Raumgefühl, das seinesgleichen sucht. Vom Fahrersitz aus betrachtet scheinen die Passagiere in galaktische Ferne gerückt, man wünscht sich eine Gegensprechanlage.

Galerie: Test Ford GalaxyDoch Platz allein macht noch nicht glücklich. Das wussten die Designer und haben sich alle Mühe gegeben bei der Inneneinrichtung. Dekoreinlagen in Alu- oder Holzoptik, ansprechende Kunststoffe und eine saubere Verarbeitung sprechen für den Ford.

Tasten-Flut

Das Dashboard ist übersichtlich und gut ablesbar. Verwirrung schaffen dagegen die 16(!), an ein Raumschiff erinnernden Lenkradtasten für Bordcomputer, Entertainmentsystem und Tempomat. Die Mittelkonsole wird von einem großen Touch-Screen dominiert, über den Navi, Radio und Klima eingestellt werden.

Galerie: Test Ford GalaxyAllerdings erweißt sich das System nicht immer als besonders kooperativ. Hin und wieder wird ein Blick in die Bedienungsanleitung nötig. Ein bisschen erinnert das System an den depressiven Androiden-Roboter Marvin, als wolle es sagen: Was soll ich mich bemühen, mich hat doch eh keiner lieb.

Temperamentvoll

Gar nicht depressiv dagegen ist der Motor. Abgesehen von dem deutlich wahrnehmbaren Dieselgeräusch ist das 2.0 Liter große Aggregate ein wahres Gedicht. Der Selbstzünder leistet 140 PS und stemmt bei 1.750 bis 2.240 Umdrehungen 320 Newtonmeter auf die Kurbelwelle.

Galerie: Test Ford GalaxyBereits unterhalb der 2.000 Touren hängt der Motor ordentlich am Gas. Der darüber einsetzende Turboschub katapultiert den Ford kraftvoll nach vorne. Allerdings reißt dabei das stolze Drehmoment recht heftig an der Lenkung des Fronttrieblers.

Verwaltet wird die Kraft von einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Die Gänge lassen sich exakt und leichtgängig wechseln. Und der sechste Gang ist der perfekte Sprit-Spar-Gang: Niedriger Verbrauch ist eine Paradedisziplin des Galaxys. Auf der Autobahn genehmigt sich der Familientransporter teilweise unter sechs Liter, kombiniert sind es 7,8 Liter pro 100 Kilometer.

Gemütlichkeit statt Hetzerei

Galerie: Test Ford GalaxyAbseits der Autobahn, auf der Landstraße, ist der Unterschied zum kleinen Bruder S-Max deutlich spürbar. Der Galaxy ist lange nicht so sportlich und dynamisch.  

Das weicher abgestimmte, auf Komfort getrimmte Fahrwerk muss in flotten Kurven der Gemütlichkeit seinen Tribut zollen. Dennoch: Der Galaxy wirkt bei weitem nicht schwerfällig. Vor allem die leichtgängige, genau Lenkung trägt ihren Teil zur Agilität bei.

Gute Aussicht

Im Stadtverkehr hinderlich ist die breite B-Säule, versperrt sich doch zu oft den Blick auf Radfahrer. Davon abgesehen überzeugt der Galaxy mit bester Rundumsicht. Das große Panaromadach sorgt für ein luftiges Raumgefühl.

Galerie: Test Ford GalaxyDie hohe Sitzposition erleichtert den Einstieg. Auf den straff gepolsterten Sesseln lassen sich auch längere Strecken problemlos überstehen, allerdings wäre mehr Seitenhalt wünschenswert.

Komfort auf allen Plätzen

Die einzeln verschieb- und ausbaubaren Plätze in der zweiten Reihe sind problemlos zugänglich und bieten ähnlich guten Komfort wie Fahrer- und Beifahrersitz. Der Zustieg zur dritten Reihe ist naturgemäß etwas beschwerlicher, hat man aber einmal Platz genommen, hält man es auch hier einige Zeit aus.

Ist der Galaxy vollbesetzt, bleibt allerdings nicht mehr allzu viel Stauraum übrig. Als Fünfsitzer bietet er sehr gute 1.130 Liter, bei sieben Passagieren sind es nur noch 308. Klappt man auch die zweite Sitzreihe um, stehen maximal 2.325 Liter zur Verfügung.

Der Preis für soviel Stauraum liegt bei mindestens 26.350 Euro, der von uns getestete Galaxy mit 2.0-TDCi-Motor ist ab 29.200 Euro zu haben. Ford bietet drei Ausstattungsvarianten und alle erdenklichen Extras an. Bereits die Basis ist mit ESP, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und längs- sowie höhenverstellbarer Lenksäule gut ausgestattet.

Fazit

Engegefühle kennen Galaxy-Fahrer nicht. Egal ob nun sechs Anhalter oder eine halbe Fußballmannschaft in den großen Ford passen alle rein. Allerdings ist der Galaxy nur dann die erste Wahl, wenn man wirklich öfters zu sechst oder siebt unterwegs ist. Für nur fünf Passagiere empfiehlt sich weiterhin der sportlichere S-Max mit seinen dynamischeren Fahreigenschaften.

 
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