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Galerie: Test Ford Mustang GT

Test: Ford Mustang GT

Freude schöner Pferdestärken

07.04.2016

Er gehört zu den wenigen Autos, die polarisieren - mit denen man entweder gar nichts anfangen kann oder von denen man schon seit Kindertagen träumt. Hin oder her, eines ist gewiss: Mit dem Ford Mustang bekommt man richtig viel PS für relativ wenig Geld. Und nun wurde der amerikanische Bolide auch noch salonfähig gemacht für Europa und ist seit 2015 direkt beim heimischen Ford-Händler zu erwerben. Eine hervorragende Gelegenheit für uns, das frisch importierte Pony – und zwar das Starke, mit 421 PS – um einen ersten Ausritt zu bitten.

Dicke Hose

Galerie: Test Ford Mustang GT Ja, der Ford Mustang ist schon eine Erscheinung. Das gilt für Augen, genauso wie für Ohren: Das Coupé ist kantig und markant geschnitten, trägt eine scharfe Frontpartie, die von vorne ziemlich respekteinflößend wirkt, und eine wuchtige Motorhaube, die nicht im Ansatz kaschieren will, was unter ihr schlummert. Und das sind nicht weniger als acht Zylinder mit fünf Litern Hubraum, von denen die Umwelt zweifelsohne was zu hören kriegt. Für den Cowboy hinterm Steuer könnte es dagegen kaum behaglicher zugehen: Statt hartem Sattel gibt’s für ihn Couchflair auf weich gepolsterten Sitzen und ein schick gestaltetes Innenraumambiente mit originellen Details.

Lieber nicht so eilig

Der Sportsgeist des Ford Mustang erinnert an das Motto “Können ja, Wollen nein”. Klar lassen 421 PS und ein maximales Drehmoment von 530 Newtonmeter hoffen, dass da einiges geht. Aber die Vorfreude wird schnell getrübt, wenn man auf der Autobahn Gas geben will. Dann wird die Ausfahrt nämlich zum Rodeoritt, weil der Mustang ab Geschwindigkeiten von 160 km/h ziemlich laut wird, munter über Bodenwellen hüpft und die Motorhaube im Takt dazu mit rauf- und runterschwingt. Ganz anders das Fahrgefühl über Land: Hier ist der Mustang daheim, hier beweist er, dass er sich in allen sechs Gängen austoben kann und seine Kraft sehr wohl auf die Straße bringt. Und wenn das Pony doch mal gebändigt werden muss, dann packen Lenkung und Bremse ordentlich mit an.

Und der Durst?

Ein Schwachpunkt des V8-Mustang ist und bleibt sein großer Durst: Mehr als 500 Kilometer weit kommt man mit dem 61-Liter-Tank auch bei sparsamster Fahrweise nicht. Im Gesamtdurchschnitt haben wir das Pony jedoch mit 12,5 Litern auf 100 Kilometer bewegt - was überraschenderweise noch einen Liter unter dem von Ford angegebenen Wert liegt.

Nur mit schmalem Gepäck

Galerie: Test Ford Mustang GT Auch Praktikabilität ist eindeutig nicht das Steckenpferd des Ford Mustang. Wer ein Auto sucht, das sich leicht beladen lässt, bei dem man auch mal Leute auf der Rücksitzbank mitnehmen kann und mit dem es sich geschmeidig in der Stadt rangieren lässt, der stößt beim Mustang auf eine Kofferraumluke, durch die sich gerade so ein Getränkekasten manövrieren lässt, eine Rücksitzbank, auf der maximal Kinder entspannt sitzen können und eine Rundumsicht, die in einem U-Boot nicht viel schlechter sein könnte.

Kleiner Preis, viel PS

Verladefans und Stadtkutschierer können mit dem Ford Mustang vermutlich nichts anfangen. Was dieser jedoch allemal bietet, das sind viele Pferdestärken für wenig Geld: Mit 42.000 Euro Grundpreis für den GT ist man dabei. Dafür müssen zwar auch PS-Fanatiker ein paar Einschränkungen hinnehmen, vor allem in der Verarbeitungsqualität, aber mehr Leistung für weniger Geld gibt’s sonst nirgendwo. Der sportliche Charakter des Ponycar bringt viel Fahrspaß, und das bequeme und detailreiche Innenraumflair lässt zumindest für Fahrer und Beifahrer kaum Wünsche offen.

  • Technische Daten

Zweitüriges, viersitziges Sportcoupé; Länge: 4,78 Meter, Breite: 1,92 Meter (mit Außenspiegeln: 2,08 Meter), Höhe: 1,38 Meter, Radstand: 2,72 Meter, Kofferraumvolumen: 408 Liter

5,0-Liter-V8-Benziner, Sechsgang-Handschaltgetriebe, Hinterradantrieb, 310 kW/421 PS, maximales Drehmoment: 530 Nm bei 4.250 U/min, 0-100 km/h: 4,8 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 13,5 Liter/100 Kilometer, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: G, Testverbrauch: 16,1 Liter

Preis: ab 42.000 Euro (Coupé, Handschaltung)

 
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