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Galerie: Test Ford S-Max

Test: Ford S-Max

Ford für Sport

29.08.2006

Zwischen klassischem Van und sportlichem Kombi wollten die Ford-Planer den S-Max angesiedelt sehen und damit auch eine neue Gattung schaffen. Der passende Begriff dafür wurde gleich mitgeliefert: Sport-Van.

Der S-Max will also der sportliche Ableger der großen Familienkutsche Galaxy sein. Dabei unterscheiden sich die beiden Brüder gar nicht mal so sehr, zumindest für den ungeübten Beobachter. Gerade mal fünf Zentimeter ist der S-Max kürzer als sein Vorbild.

Gleiche Basis

Galerie: Test Ford S-MaxBeide teilen sich auch die Bodengruppe, Bremsanlage, die Lenkung und die Motorenauswahl. Zwei Benziner und zwei Diesel von 145 bis 220 PS haben die Kölner im Programm. Unser Testwagen wurde vom stärkeren der beiden Selbstzünder angetrieben.

Der 2,0-Liter-Vierzylinder mit 140 PS erweist sich im Test als echtes Schmankerl. Ist die dieseltypische Anfahrschwäche unterhalb von 2.000 Umdrehungen einmal überwunden, gibt sich das Aggregat enorm durchzugsstark. Bis zu 320 Newtonmeter stehen zur Verfügung.

Seidenweich

Galerie: Test Ford S-MaxWer ein raues Arbeitstier erwartet, der irrt. Der Motor überzeugt durch seinen geschmeidigen Lauf und verhält sich äußerst geräuscharm. Selbst bei 220 km/h Höchstgeschwindigkeit können sich die Insassen noch angenehm unterhalten. Auch beim Verbrauch hält sich der Diesel zurück: Zwischen 5,5 und sieben Liter hat sich unser Testwagen im Durchschnitt gegönnt.

Kombiniert ist der Duratorq-Diesel serienmäßig mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe, dass die Kraft an die Vorderräder leitet. Der optimal in der großen Mittelkonsole platzierte Schalthebel liegt gut in der Hand, die Gänge lassen sich leicht und geschmeidig wechseln.

Schaltzentrale

Galerie: Test Ford S-MaxVom Fahrersitz (in der Titanium-Ausstattung serienmäßig elektrisch verstellbar) aus hat man alle Knöpfe, Drehregler und Schalter gut um Griff. Die beiden großen, puristischen Rundinstrumente sind gut abzulesen. Einen genaueren Blick erfordert da schon die Vielzahl an Tasten auf dem griffigen Volant. Entertainmentsystem, Bordcomputer und Tempomat lassen sich vom Lenkrad aus bedienen.

Ebenso erfordert das optional erhältliche Navigationssystem mit Touchscreen (ab 2.750 Euro) etwas Einarbeitungszeit. Die Menüführung ist nicht immer logisch, nicht alle Symbole sind selbsterklärend.

Nur fliegen ist schöner

Galerie: Test Ford S-MaxZum sportlichen Charakter des Ford S-Max passen die großzügig verteilten Kunststoff-Dekoreinlagen, die an gebürstetes Aluminium erinnern sollen. Die unterschäumten Oberflächen unterstreichen zusammen mit der sehr guten Verarbeitung den Wohlfühlfaktor. Mehr futuristisch als sportlich kommt der einem Schubhebel im Flugzeug gleichende Handbremsgriff daher, der quer im Mitteltunnel platziert ist.

Was nun am nur 1,66 Meter hohen S-Max soviel sportlicher sein soll, als beim Galaxy, merkt man beim Fahren. Der Ford vermittelt nicht das Gefühl, dass man eine Zwei-Zimmer-Wohnung bewegt. Man fühlt sich wie in einem normalen PKW.

Das Fahrwerk ist straff, aber nicht zu hart. Schlaglöcher und Querfugen werden gut abgefedert, allerdings lässt es spürbar höhere Kurvengeschwindigkeiten zu, als im Galaxy. Zudem liegt der S-Max satter auf der Straße, die direkte Lenkung macht in agil und wendig. Die straff gepolsterten Sitze bieten vor allem in der ersten Reihe reichlich Seitenhalt.

Praktisch sportlich

Galerie: Test Ford S-MaxEin weiterer Pluspunkt: Trotz sportlicher Auslegung muss man auf Praxisnutzen nicht verzichten. Die drei Sessel in der zweiten Reihe lassen sich beliebig verschieben und die Lehnenneigung bis in die Horizontale verstellen. Auch größere Menschen genießen noch ausreichen Kopf- und Beinfreiheit.

Auf Wunsch können im 755 Liter großen Kofferraum (Basisvolumen) zwei weitere, klappbare Sitze geordert werden (ab 755 Euro). Die geräumige Ladefläche mit der niedrigen Ladekante kann zur Not auch mal als Nachtlager dienen.

Bestens gerüstet

Galerie: Test Ford S-MaxAngeboten wird der S-Max in drei Ausstattungsvarianten. Die Basis „Ambiente“ ist ab 24.625 Euro erhältlich und beinhaltet bereits ESP, elektrische einstellbare Außenspiegel, Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn und Klimaanlage. Auch das Lenkrad ist schon bei der Basis in Höhe und Weite verstellbar.

Die „Trend“-Linie (ab 25.800 Euro) ergänzt den Serienumfang um elektrische Fensterheber hinten, Klimaautomatik, Lederlenkrad und die empfehlenswerten Sportsitze vorn. Das Topmodell „Titanium“ verfügt zusätzlich über eine Umfeldbeleuchtung, einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz, Sitzheizung vorn, automatisch abblendenden Innenspiegel sowie Licht- und Regensensor.

Wichtigstes Extra der Aufpreisliste: Der Park-Pilot für 490 Euro. Aufgrund der langen, flachen Haube ist es schwer einzuschätzen, wo der S-Max vorne aufhört. Zudem sind alle nur erdenklichen Komfortextras erhältlich. Bi-Xenonlicht (935 Euro), Standheizung (1.480 Euro) und Tabletts an den Rücklehnen der Fordersitze (70 Euro) sind nur Beispiele.

Fazit

Die Zeit, in der Vans spießige Familienkutschen waren ist vorbei. Der S-Max ist die gelungene Kombination aus Fahrspaß, frischem Design und hohem Nutzwert. Wem fünf Sitze ausreichen, ist bestens bedient. Die zwei optionalen Plätze im Heck sind nicht viel mehr als Notsitze. Mit ein paar Extras wird der S-Max aber schnell teuer. Unser Testwagen brachte es auf knapp 40.000 Euro.

 
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