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Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDi

Test: Hyundai i30 1.6 CRDi

Erste Liga

17.07.2008

Neues Design, neuer Modellname, neue Technik: Hyundais i30 hat deutlichen Abstand zu seinen Vorgängern gewonnen. Sein Aufstieg in die Erste Liga der Kompaktklasse dürfte ihm einen größeren Teil des C-Segment-Kuchens bescheren. Der i30 mit kleinem Diesel ist ein moderner Kompakter zum attraktiven Preis.

Von wegen Korea-Barock: Das unaufdringliche Blechkleid des i30 wurde in Deutschland entworfen. In Hyundais europäischem Designzentrum in Rüsselsheim wurde das gelungene Design entwickelt. Für ein zeitgemäßes Erscheinungsbild sorgen unter anderem große Klarglasschweinwerfer, Chromschmuck und Lichtkanten im Blech. Besonders markant ist eine horizontale Falz in der Heckklappe. Sie erinnert wohl an den BMW 1er, während die senkrecht stehenden Heckleuchten der Mercedes A-Klasse ähneln.

Geräumig und variabel

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiHinter der Heckklappe des i30 befindet sich ein 340-Liter-Kofferraum. Dank der einfach im Verhältnis 60 zu 40 umklappbaren Rückbank kann man deutlich mehr Platz schaffen. Wer den maximal 1.250 Liter großen Stauraum will, muss allerdings etwas umständlicher noch die Sitzfläche der Rückbank nach vorne klappen. Zwar ist der i30 kein Stauraummeister, das sauber verarbeitete Gepäckabteil bietet dafür aber ein vollwertiges Ersatzrad und weitere kleine Staufächer. Gepäckhaken, ein Gepäcknetz und Ösen runden den positiven Eindruck ab.

Alternativ zum Transport großer Gegenstände können auch bis zu drei Passagiere hinten Platz nehmen. Dank 2,65 Meter Radstand bei 4,25 Meter Gesamtlänge sitzen Erwachsene dort mit guter Beinfreiheit und die Kopffreiheit ist hinten ebenfalls gut. Außerdem gibt es drei Dreipunktgurte und drei vollwertige Kopfstützen.

Moderner Arbeitsplatz

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiAuch vorne sind das Platzangebot gut, die Sitze bequem. Das i30-Cockpit wurde modern und ansehnlich gestaltet. Die Verarbeitung ist ordentlich, die Materialien von durchschnittlicher Qualität. Trotz sogar unterschäumter Softoberflächen: Ein VW Golf wirkt dennoch edler. Regelrecht billig ist die Integration des Navisystems auf dem Armaturenbrett des i30. Weder Gerät GPStar von Bi-Automotive noch die Einbauqualität überzeugen. Obwohl der digitale Wegweiser sich in der Praxis als nützlich erwies, würden wir ein günstigeres Stand-Alone-Gerät dieser Zubehörlösung vorziehen.

Während die Bedienung des Navis Einfühlvermögen und Nerven kostet, geben die sonstigen Bedienelemente des i30 keine Rätsel auf. Klassische Rundinstrumente im Armaturenträger und dazu zwei bläulich illuminierte Displays zeigen dem Fahrer übersichtlich alle relevanten Fahrinformationen und mehr an. An heißen Sommertagen hinterließ die Klimaautomatik unseres schwarz lackierten Testexemplars jedoch einen etwas angestrengten Eindruck.

Macht Druck

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiDies kann man vom kleinen 1,6-Liter-Dieselmotor nicht sagen. Der Turbomotor schüttelt immerhin 116 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment aus seinen vier Zylindern. Laut Hyundai knackt der 1,4-Tonner damit den 100-km/h-Sprint in 11,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h. Wir haben selbst gemessen und fuhren mit 11,3 Sekunden in der Sprintdisziplin sogar einen besseren Wert heraus. Als Höchstgeschwindigkeit ermittelten wir 184 km/h. Die Tachonadel stand dann übrigens bei 195 km/h.

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiWährend der Motor im unteren Drehzahlbereich noch leicht brummig klingt, wirkt er bei höheren Touren recht leise für einen Diesel. Wobei insgesamt das Fahrgeräuschniveau im i30 noch Verbesserungspotenzial bietet. Ansonsten fehlt dem leicht hakeligen Fünfgang-Handschaltgetriebe noch ein sechster Gang. Unten rum hat der Motor etwas wenig Drehmoment. In der Stadt kann man deshalb nur vier Gänge einsetzen, der lang übersetzte fünfte Gang ist gerade so ab 60 km/h fahrbar.

Eine Spreizung auf sechs Fahrstufen könnte den Verbrauch noch etwas drücken. Laut Hyundai ist der i30 mit 4,7 Litern zwar ein genügsamer Wagen. Nach unserer verbrauchsgünstigen Testrunde haben wir allerdings 5,9 Liter verfahren. Während der Gesamttestdauer lag der Durchschnittsverbrauch bei rund acht Litern, bei allerdings weitgehend schnell gefahrenen Autobahnkilometern.

Autobahn-Express

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiSchnelle Autobahntouren kann man im Hyundai übrigens entspannt abspulen. Bei Höchstgeschwindigkeit liegt der Wagen satt auf der Straße, die Lenkung verhärtet angenehm. Der i30 wäre sich auch für Geschwindigkeiten jenseits der 200 keineswegs zu schade. Der Komfort ist gut, allerdings wirkt das Fahrwerk leicht unterdämpft und könnte die Federung noch etwas feinfühliger arbeiten.

Gegen einen flotten Kurvenstrich hat der i30 dafür nichts einzuwenden, das serienmäßige ESP bremst ihn allerdings früh ein. Der Wagen hat relativ viel Traktionsprobleme und schiebt schon früh über die Vorderachse. Hierfür sind sicherlich die schmalen 185er-Reifen mitverantwortlich.

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiDer recht große Wendekreis und die nur durchschnittlichen Bremsen trüben die Freude über die insgesamt doch gelungene Fahrwerksabstimmung. Mit warmen Stoppern haben wir einen Bremsweg von 43 Metern aus 100 bis 0 km/h gemessen. Ein gerade noch akzeptabler.

Toller Preis

Die große Stunde des i30 schlägt vor allem beim Kapitel Ausstattung und Preis. Für den modernen, viertürigen Kompakten werden mit starkem Diesel samt Rußpartikelfilter lediglich 17.290 Euro fällig. Die Ausstattung heißt dann Classic und umfasst sechs Airbags, ESP, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, CD-Radio mit USB-Anschluss, elektrische Fensterheber und eine Klimaanlage. Will man einen ähnlich ausgestatteten VW Golf mit 105 PS starkem Diesel, muss man über 5.000 Euro mehr auf den Tisch legen.

Galerie: Test Hyundai i30 1.6 CRDiDie Preisliste des i30 wurde sehr übersichtlich gestaltet. Für den 1.6 CRDi gibt es neben der Ausstattung Classic noch die umfangreichen Varianten Comfort (19.390 Euro) und Style (20.790 Euro). Als Zusatzausstattung sind übrigens nur Metallic-Lack und ein Panorama-Schiebedach bestellbar.

Fazit

Trotz des kleinen Preises: Eine Verzichtserklärung ist der Hyundai i30 keineswegs. Vielmehr bekommt man einen modernen Kompakten, der sich keine ernsten Schwächen leistet. Der rundum gelungene Koreaner erreicht nicht ganz das Qualitätsniveau eines VW Golf, kann diesen dafür beim Preis deutlich ausstechen. Wer also Gutes zum günstigen Preis will, findet im Hyundai i30 eine interessante Alternative.

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