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Galerie: Test Jeep Renegade

Test: Jeep Renegade

Der schockt

17.09.2014

Jeep-Freunde müssen jetzt ganz stark sein, denn erstens hat es seit dem Ur-Jeep, der gerade 3,30 Meter maß, kein so kleines Modell der Marke gegeben, außerdem wird der neue Renegade als erster Vertreter seiner Marke nicht in den USA, sondern im italienischen Melfi produziert und rollt im Oktober für mindestens 19.900 Euro zu den deutschen Händlern. Das erste Gemeinschaftsprojekt des US-italienischen Konzerns ist zudem auch der erste Jeep, der sich bei drei Varianten auf Frontantrieb beschränkt. Genug für einen Kulturschock unter den hartgesottenen Jeep-Fans und gleichzeitig ein Aufbruch in ein neues Segment und Kundenkreise für die Marke.

Mit einer Länge von 4,25 und einer Breite von rund 1,80 Metern gehört der Renegade zu den kompakten SUV, einem der am schnellsten wachsenden Marktsegmente. Warum sollen wir diesen Markt unseren Mitbewerbern überlassen, fragten sich die Jeep-Verantwortlichen und entwickelten in einer transatlantischen Gemeinschaftsarbeit den Renegade, dessen Name bei den Hardcore-Fans der Marke durchaus umstritten ist. Schließlich stand der Name einmal für eine V8-Version des Klassikers Wrangler.

Italo-amerikanisches Projekt

Während in den USA das Design und die Allradtechnik entwickelt wurde, kümmerten sich die italienischen Ingenieure um die Fahrwerkstechnik. Die Plattform des kompakten Jeeps nimmt Anleihen an der des Fiat 500 L, allerdings wurde die Hinterachse für den sich automatisch zuschaltenden Allradantrieb vollständig neu entwickelt. Produziert wird der Renegade im italienischen Melfi, wo auch der Punto vom Band rollt.

Galerie: Test Jeep RenegadeTrotz seiner kompakten Abmessungen ist der Renegade auf den ersten Blick als Jeep-Familienmitglied zu erkennen. Die unverzichtbaren sieben Schlitze in der Frontmaske gehören ebenso dazu wie die Rundscheinwerfer, die an den Urahn aller Jeeps erinnern. Das gesamte Design transportiert die traditionellen Markenwerte, nur eben in einem kleineren Maßstab. Das setzt sich im Innenraum fort, in dem die Designer ein angenehmes Ambiente entwickelten, zumindest wenn man die höherwertige Ausstattungsversionen wählt. Zweckmäßige Details wie der Haltegriff für den Beifahrer unterstreichen den Jeep-Charakter. Leider fehlt es allerdings an Ablagemöglichkeiten. Trotz seiner kompakten Abmessungen reicht der dank der Wagenhöhe großzügige Innenraum, um vier Personen komfortabel zu transportieren. Der Fahrer schätzt unterdessen die hohe Sitzposition und die logisch angeordneten Bedienelemente, die zum Teil aus der Cherokee-Baureihe übernommen wurden. Die Armaturentafel wird von dem bis zu 17,8 Zentimeter messenden Bildschirm für das serienmäßige Uconnect-System dominiert.

In Europa kommt der Renegade mit sechs Motorvarianten auf den Markt. Mit 168 PS ist der 1,4-Liter-Fire-Motor aus dem Fiat-Regal die stärkste Wahl bei den Benzinern. Ein 1,4-Liter mit 140 PS sowie ein 110 PS-starker 1,6-Liter runden das Benzin-Angebot ab. Daneben sorgen ein Zweiliter-Turbodiesel mit 140 PS oder 170 PS für Vortrieb. Ein Turbodiesel mit 1,6-Liter mit 120 PS bildet die Basis beim Dieselangebot.

Unaufgeregt

Galerie: Test Jeep RenegadeAuf der Straße zeigt sich der Renegade von seiner unaufgeregten Seite. Dank der guten Dämmung kommen die Motorgeräusche in annehmbarem Maße im Innenraum an. Der immerhin 1,5 Tonnen wiegende Kompakt-SUV lässt sich auch vom Basis-Diesel durchaus zügig über Landstraßen bewegen. So lange der Fahrer die physikalischen Gesetze berücksichtigt, stellt ihn das Fahrwerk nicht vor Probleme. Dank der hohen Sitzposition genießt der Chauffeur die gute Rundumsicht, und auch auf kurvigen und schlechten Straßen sorgt das klug abgestimmte Fahrwerk für eine angenehme Fahrt, wozu das leichtgängig schaltende Sechsganggetriebe beiträgt. Daneben steht erstmals in diesem Segment eine Neungang-Automatik zur Wahl. Bei gelassener Fahrweise steht am Ende ein Verbrauch von rund sieben Litern im Display.

Jeep bietet den Renegade in vier Ausstattungsvarianten an, wobei die Basisversion Sport unter anderem eine Klimmanlage bietet. Longitude und Limited sind die nächst höheren Varianten, und an der Spitze steht die besonders für Geländefahrten ausgerüstete Version Trailhawk.

Die Allradversionen besitzen die aus den größeren Modellen bekannte Geländeautomatik Selec Terrain, bei der zwischen den Einstellungen „Auto“, „Snow“, „Sand + Mud“ (Sand und Matsch) sowie „Rock“ (Felsen) gewählt werden kann. Die Version Trailhawk ermöglicht auch die Passage von besonders anspruchsvollen Geländeformen. (sp-x)

 
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