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Galerie: Test Kia Sportage

Test: Kia Sportage

SUV mit Sportabzeichen

13.02.2007

Kaum einer hat bemerkt, dass der Name Sportage einige Jahre aus den Kia-Preislisten verschwunden war. Im Januar 2005 sind die Koreaner mit dem kompakten SUV zurück gekehrt, doch mit seinem gleich lautenden Vorgänger hat er nicht mehr viel zu tun: sportlich-elegant statt robust-kantig macht sich aktuelle der Sportage auf, seinem Namen gerecht zu werden.

Die Konkurrenz des Kia Sportage ist schnell ausgemacht. Vor allem auf Toyota RAV4 und Honda CR-V haben es die Koreaner abgesehen und präsentieren gleich eine Marktforschungsstudie, nach der der Kia im Außendesign deutlich besser abschneidet als die beiden Mitbewerber.

So subjektiv Design auch ist, der Sportage wirkt unbestritten gefällig. Die serienmäßigen 16-Zoll-Leichtmetallräder stehen ihm gut, genauso wie die steil stehende Windschutzscheibe und die senkrecht abfallende Heckklappe.

Hausmannskost

Galerie: Test Kia SportageDas Interieur ist hausbacken, schlicht und einfach gestaltet. Vielleicht gerade deswegen fühlt man sich auf Anhieb wohl und findet sich schnell zurecht. Klima, Radio und das optionale Navigationsgerät von Becker bedienen sich fast wie von selbst.

Erfreulich sind vielen Ablagen in der Mittelkonsole sowie ein separates Fach in der Armlehne. Das drumherum verbaute Hartplastik kann sich durchaus sehen lassen, die Alu-Dekoreinlagen gehen ebenfalls in Ordnung. Dass es mit echtem Wurzelholz nicht mithalten kann, dürfte jedem klar sein.

Geräumig

Galerie: Test Kia Sportage2,63 Meter Radstand, das bedeutet ausreichend Platz, nicht nur in der ersten Reihe. Während der Fahrer höchstens mit dem nicht in der Länge verstellbaren Lenkrad zu kämpfen hat, gibt es im Fond eher Probleme mit der geringen Sitzhöhe. An Bewegungsfreiheit hingegen mangelt es hier wie da nicht.

Hinter der Heckklappe mit separat zu öffnender Scheibe verbergen sich 573 Liter Stauraum. Mit einem einzigen Handgriff klappt sich die (im Verhältnis 60:40 teilbare) Rückbank ein, die Sitzflächen senken sich ab und eine ebene Ladefläche bietet Platz für bis zu 1.411 Liter. Die nach vorne klappbare Beifahrersitzlehne schafft zudem Platz für den Ikea-Schrank.

Otto lebt

Galerie: Test Kia SportageWider dem momentanen Diesel-Trend entschieden wir uns bei unserem Testwagen für einen 2,0-Liter-Benziner - und haben die Wahl nicht bereut. Den 141-PS-Motor zeichnen vor allem seine Drehfreude und die direkte Gasannahme aus. Die maximale Kraft beträgt 184 Newtonmeter bei 4.500 Umdrehungen.

Der Sportage 2.0 wird ausschließlich mit einem ausreichend exakt geführten Fünfgang-Getriebe ausgeliefert. Die insgesamt kurze Übersetzung der Gänge erlaubt ausreichende Beschleunigung, lässt aber auf der Autobahn den sechsten Gang vermissen. Zwar erreicht der Sportage eine Höchstgeschwindigkeit von 174 km/h. Doch schon ab 4.500 Umdrehungen klingt der Motor heißer.

Zwei oder Vier

Während der Zwei-Liter-Benziner in der Basisausstattung LX mit Frontantrieb vorfährt, verfügen alle anderen Versionen und Motorisierungen serienmäßig über einen permanenten Allradantrieb. Die Kraftverteilung erfolgt elektronisch, bis zu 50 Prozent können an die Hinterachse geleitet werden.

Galerie: Test Kia SportageBis 35 km/h lässt sich die gleichmäßige Verteilung per Schalter erzwingen, danach wechselt der Sportage in die automatische Verteilung. Ab Tempo 40 schließlich werden stets zu 100 Prozent die Vorderräder angetrieben: Das spart Kraftstoff und schont die Reifen.

Selbst bei flotter Kurvenfahrt vermisst die Kraft an den Hinterrädern nicht wirklich. Das straffe Fahrwerk hält den Sportage sicher auf der vorgegebenen Bahn. Allzu sportliche Fahrer werden vom ESP in die Schranken gewiesen. Nur in der LX-Basisversion ist der Helfer nicht serienmäßig an Bord.

Gut bestückt

Galerie: Test Kia SportageSechs Airbags, die geteilte Rückbank, eine Klimaanlage und elektrische Fensterheber gehören bereits bei der Basisausstattungslinie LX zum Standard, die Allrad-Versionen verfügen zudem über ein CD-Kassetten-Radio. Die bessere EX-Version wird unter anderem durch eine Klimaautomatik, Bordcomputer, Alu-Dekor, Nebelscheinwerfer und einen automatisch abblendenden Rückspiegel aufgewertet.

Der günstigste Sportage (2.0 mit Frontantrieb, nur als LX) ist ab 19.995 Euro erhältlich, der Einstieg in die Allrad-Welt beginnt bei 23.785 Euro. Die EX-Version kostet gegenüber der Basis 1.850 Euro mehr. Neben dem Zwei-Liter-Benziner hat Kia einen 2,7-Liter-V6 (ab 31.820 Euro) sowie einen Zwei-Liter-Diesel im Angebot (ab 27.150 Euro)

 
Fazit

Michael Gebhardt

Guter Motor, ansprechendes Design und praktischer Innenraum - der Sportage hält, was Kia immer verspricht: Man bekommt viel Auto für sein Geld. Wer gerne ein SUV fährt, aber nicht auf das dynamischere Fahrverhalten eines PKW verzichten will, findet im Kia Sportage den passenden Kompromiss. Erfreulich: Der Kia begnügt sich mit dem günstigen Normalbenzin, im Testdurchschnitt schluckte er knapp neun Liter je 100 Kilometer.
 
 
Fazit

Michael Gebhardt

 
 

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