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Galerie: Test Lexus GS 300

Test: Lexus GS 300

Reisegleiter

13.02.2006

Dass sich Toyota bei der Namenssuche für die hauseigene Edelmarke Lexus von „Luxus“ hat inspirieren lassen, liegt auf der Zunge. Und im Falle des GS trifft das auch uneingeschränkt zu, wie unser erster Fahrbericht zeigte. Allerdings fand dieser Termin in Spanien statt, was ein hierzulande für Business-Limousinen wichtiges Testszenario ausschloss: Kilometerfressen auf der Autobahn.

Wer gegen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse bestehen will, muss auch auf der schnellen Langstrecke überzeugen. Hier zählen neben der Motorleistung vor allem Geräusch-, Federungs- und Sitzkomfort.

Der Reihe nach: Der Sechszylinder im GS 300 schöpft aus drei Litern Hubraum 249 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmetern bei 3.500 Touren bereit. Damit sprintet der GS 300 in 7,2 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 240 km/h schnell. Gute Werte, die sich im Wettbewerberumfeld sehen lassen können.

Ruhe im Sturm

Galerie: Test Lexus GS 300Beeindruckender noch als die vorbildliche Drehfreude und Kraftentfaltung ist die extreme Laufruhe des V6. Beinahe heimlich verrichtet das Aggregat seinen Dienst, gibt nur unter Last ein weit entferntes Knurren von sich. Gepaart mit der gepflegt die Gänge sortierenden Sechsgangautomatik beschleunigt der GS 300 dermaßen unaufgeregt, dass erst der Blick auf den Tacho Aufschluss über die (in der Regel hohe) Reisegeschwindigkeit gibt. Bei Tacho 240 pendelt sich die Nadel des Drehzahlmessers gerade einmal bei knapp über 4.000 Touren ein. So übersteigt der Durchschnittsverbrauch auch auf langen Speed-Etappen selten die 13-Liter-Marke.

Doch nicht nur der Motor, auch Karosserie und Fahrwerk sind ganz auf entspanntes Schnellfahren ausgelegt. Sänftengleich schwebt der GS über den Asphalt, lässt Abroll- und Windgeräusche nur erahnen. Einst sagte man Rolls-Royce nach, im Innenraum sei nur das Ticken der Analoguhr zu hören. Der Lexus hat eine Digitaluhr - man hört also nichts. Oder konzertsaalwürdige Musik aus der hervorragenden Audioanlage von Mark Levinson mit 14 Lautsprechern (Bestandteil der Ausstattungslinie Luxury Line).

Kühle Eleganz

Galerie: Test Lexus GS 300Das Ambiente ist edel, die Materialien werden höchsten Ansprüchen gerecht. Besonders schön anzusehen sind die von hinten beleuchteten Ziffernblätter in Metall-Optik. Einzig die roten Holzintarsien verbreiten unwürdigen Kirschbonbon-Chic, obwohl unter der dicken Lackschicht tatsächlich kanadisches Edelholz verbaut wird.

Galerie: Test Lexus GS 300Fahrer und Beifahrer finden auf zigfach verstellbaren und sehr bequemen Sesseln schnell die ideale Sitzposition. Großgewachsenen allerdings versperrt die sehr schräg stehende A-Säule den ungehinderten Blick zur Ampel. Im Fond ist ebenfalls Platz satt. Eine Einschränkung auch hier: Die Sitzhöhe ist etwas zu gering. Doch zum Glück ist genügend Knieraum vorhanden, um die Beine zu verschränken. Nicht eben üppig ist der Kofferraum, der lediglich 430 Liter schluckt und zudem über eine schmale Luke beladen werden muss. Dafür gibt es den Skisack serienmäßig.

Galerie: Test Lexus GS 300Ab 41.500 Euro bietet Lexus den GS 300 an. Die Serienausstattung ist bereits in der Basisausführung sehr gut, beinhaltet unter anderem Front-, Knie-, und Seitenairbags vorne sowie Kopfairbags rundum, Xenonlicht mit dynamischem Kurvenlicht, 17-Zoll-Aluräder, Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, ein Audiosystem und Velourssitze. In der Executive-Ausstattung (€ 4.500) kommen u.a. Seitenairbags hinten, eine Einparkhilfe und Lederausstattung hinzu. Nur auf den ersten Blick teuer scheint die Luxury-Ausstattungslinie. Genauer betrachtet sind die zusätzlichen 5.900 Euro gut investiert, denn zu den Executive-Extras kommen unter anderem noch das Mark Levinson-Audiosystem, DVD-Navigation mit Touchscreen und 18-Zoll-Bereifung. So ist der GS 300 für dann knapp 52.000 Euro ein mit allen erdenklichen Extras versehener Luxusliner.

Fazit

Galerie: Test Lexus GS 300Der Lexus GS 300 mit der empfehlenswerten Topausstattung Luxury Line ist ein hervorragendes Langstreckenauto mit höchsten Komforteigenschaften. Als echte Alternative im Business-Segment - besonders zur ebenfalls komfortbetonten Mercedes E-Klasse - eignet er sich Dank seiner unaufgeregten Schnelligkeit und hervorragenden Geräuschdämmung für Job wie Familie gleichermaßen. Gestresste Manager finden in ihm die nötige Ruhe auf dem Weg zum nächsten Termin, und wenn endlich der Familienurlaub ansteht ist genügend Platz für Partner, Kinder und Gepäck.

Galerie: Test Lexus GS 300

 
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