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Galerie: Test Lexus NX

Test: Lexus NX

Auffallend anders

10.10.2014

Rund 550 Autos hat Lexus im ersten Halbjahr 2014 in Deutschland verkauft, das ist zu wenig. Mit einem neuen Modell wollen die Japaner den Absatz jetzt beflügeln. Das könnte klappen, denn der NX trifft den Nerv der Zeit: ein nicht allzugroßes SUV mit außergewöhnlicher Optik.

Was er ist.

Im Grunde ist der NX “nur” ein weiterer Vertreter des stetig wachsenden SUV-Marktes. Zwar ist Lexus dort mit dem RX schon lange vertreten, doch kostet der große Offroader rund 20.000 Euro mehr, als das neue Modell, das zahlreiche neue Kunden erreichen soll. Und das versucht der NX vor allem mit ausgefallener Optik - nicht rundgelutscht wie ein Audi Q5 oder langweilig wie ein VW Tiguan, sondern mit zahlreichen Knicken und Kanten. spitzen Winkeln und rießigem Kühlergrill - so fällt der Lexus im Straßenverkehr auf.

Trotz der coupéartigen Dachlinie bietet auch der Fond des 4,63-Meter-SUV genügend Platz für erwachsene Mitreisende. Auch das Kofferraumvolumen geht mit 555 bis 1.600 Liter in Ordnung, und in den höheren Ausstattungsvarianten lässt sich die Rückbank sogar elektrisch umklappen. Allerdings wird der Ladeboden nicht topfeben.

Was er kann.

Galerie: Test Lexus NXLexus wäre nicht Lexus, gäbe es den NX nicht als Hybrid - und zwar vorerst ausschließlich; ein Turbobenziner soll erst im zweiten Halbjahr 2015 folgen. Der derzeitige Antrieb setzt sich aus einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 155 PS und einem 105-Kilowatt-E-Motor, der in das stufenlose Getriebe integriert ist, zusammen; wer Allradantrieb ordert bekommt einen weiteren E-Motor mit 55 Kilowatt an der Hinterachse. Die Gesamtleistung steigt dadurch allerdings nicht, beide Versionen kommen auf addierte 197 PS und 210 Newtonmeter. Da das Extra-Gewicht für den Allradantrieb mit nur rund 70 Kilogramm (1.785 kg) gering ausfällt, steigt auch der Verbrauch nur um 0,1 auf 5,3 Liter je 100 Kilometer - in der Theorie.

Wie auch die anderen Hybrid-Modelle des Toyota-Konzerns speichert der NX seinen Strom in einem Nickel-Metallhydrid-Akku. Die rein elektrische Reichweite liegt bei ein, zwei Kilometern - und nur, wenn man das Fahrpedal streichelt. Ansonsten dient der E-Antrieb als Unterstützer des Verbrenners. Bis das SUV auf Tempo 100 kommt, vergehen trotzdem 9,2 Sekunden, und bei Tempo 180 ist Schluss. Obwohl er damit nicht zu den schnellsten zählt, fällt es schwer, den Normverbrauch in der Praxis zu erzielen: eine sieben oder acht vor dem Komma ist realistischer.

Wie seine artverwandten Hybrid-Geschwister, fährt sich auch der NX tadellos; solange man nicht zu stürmisch ans Werk geht. Fordert man verstärkt Leistung, dreht der Benziner hoch und nervt mit lautem Geheule. Ansonsten verhält sich das Aggregat unauffällig und der rollt Lexus kultiviert dahin - bis die ersten Querfugen kommen, denn die Federung darf durchaus als straff bezeichnet werden.

Das wird mitunter zum Hinderniss, wenn man gerade dabei ist, das Multimediasystem zu bedienen, was über ein Touchpad auf dem Mitteltunnel erfolgt. MIit ein wenig Übung schafft man es aber, den Curso zielsicher zu manövrieren, und auch der Überblick über die nachwievor zahlreichen Schalter und Tasten ist schnell verschafft. Praktisch ist auch das Head-up-Display, das relevante Informationen in die Windschutzscheibe projiziert.

Was er kostet.

Galerie: Test Lexus NXDie Basisvariante steht für 39.800 Euro bei einem der nur wenigen Lexus-Händler, und rollt bereits serienmäßig mit LED-Licht, Leichtmetallrädern, Klimaanlage, Rückfahrkamera, Radio mit CD-Spieler und elektrischen Fensterhebern vom Hof. Die Business-Edition des NX – zum Preis von 45.350 Euro speziell für gewerbliche Kunden konzipiert – erhält zusätzlich Komfortsitze mit Heizung, einen Tempomat, den Parkpiloten, Navigation und ein drahtloses Ladesystem für Smartphones. Darüber kommt die Executive Line für 46.000 Euro mit elektrischer Sitzverstellung, Lederbezügen, Dachreling und 18-Zoll-Rädern.

Ausschließlich mit Allradtechnik sind die Versionen F-Sport und Luxury-Line zu haben, sie kosten 52.800 und 56.600 Euro. Hier öffnet die Heckklappe elektrisch betrieben, die Geschwindigkeitsregelanlage arbeitet adaptiv, das Lederlenkrad ist beheizbar und das Audio-System stammt vom Premium-Hersteller Mark-Levinson (Luxury Version). Und trotzdem gibt es noch extras: 1.100 Euro kostet das gläserne Schiebe-Hebedach, 2.200 Euro sind für das Head-Up-Display einschließlich Fernlicht- und Spurhalteassistent fällig. Das Premium-Navigationssystem gibt es in der Luxury Line serienmäßig, in der F-Version werden stolze 3.100 Euro gefordert, die 360-Grad-Kamera kostet zusammen mit dem Totwinkel- und dem Rückraum-Assistenten 1.350 Euro.

Wer ihn braucht.

Wer ein nicht allzugroßes SUV sucht und dabei nicht das will, was alle haben, wird bei Lexus fündig. Der NX hebt sich optisch von der Masse ab und bescheinigt seinem Fahrer einen ausgefallenen Geschmack.Ein billiges Vergnügen ist der neue Lexus allerdings nicht. Für den Preis des Grundmodells gibt es auch andere SUV, die bereits mit Plug-In-Technik arbeiten und wirkliche Elektromobilität bieten.

 
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