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Galerie: Test Lorinser S06

Test: Lorinser S06

Showstar

08.12.2006

Dass Passanten neugierig stehen bleiben, um sich ein Auto anzusehen, passiert auch uns Autotestern nur in Ausnahmefällen. Bei einem Aston Martin zum Beispiel, oder einem Lamborghini. Bei der von Lorinser veredelten S-Klasse gehören verdrehte Hälse dagegen zur Tagesordnung. Dabei steckt unter dem protzigen Blechkleid des S06 ein harmloser S350.

Lorinser hat die eher konservativ-zurückhaltende S-Klasse auf Prunk und Protz getrimmt. Vor allem die Kiemen an den vorderen Kotflügeln, so groß, dass man Angst hat, kleine Kinder einzusaugen, fallen sofort ins Auge.

Auf die beiden Spoilerlippen, oberhalb der Heckscheibe und am Kofferraumdeckel, hätte man getrost verzichten können, sie verleiten mehr zum Schmunzeln denn zum Staunen. Das breite Heck hingegen wird durch eine mächtige Schürze mit integrierten, trapezförmigen Endrohren noch wuchtiger. Vor allem aber verhilft die Sportauspuff-Anlage dem Sechszylinder zu einem satten, tiefen Klang, der allein schon für Aufsehen sorgt. Galerie: Test Lorinser S06

Kaum Mehrleistung

Die Mehrleistung, die Lorinser mittels Modifikationen an Krümmer, Kat und Kennfeld herausholt, beträgt gerade einmal 26 PS. Das fällt bei knapp zwei Tonnen Auto kaum ins gewicht. Positiv macht sich allerdings der spontanere Antritt und die direktere Gasannahme bemerkbar.

Galerie: Test Lorinser S06Mit seinen nun 298 PS soll der S06 dank Vmax-Aufhebung nun 280 km/h laufen. Sagt zumindest der Tuner. Die Realität sieht etwas anders aus, ab Tempo 230 wird’s zäh, jedes km/h darüber erfordert viel Anlauf und damit Platz auf der Autobahn.

Gestrafft

Immerhin hat sich in punkto Fahreigenschaften einiges getan. Dank Tieferlegung und sportlicherer Abstimmung des Airmatic-Fahrwerks liegt die S-Klasse spürbar satter auf der Straße. Das überarbeitete Fahrwerk hält den Lorinser auch bei flotter Kurvenfahrt sicher auf dem vorgegeben Kurs.

Galerie: Test Lorinser S06Den Innenraum hat Lorinser kaum angefasst. Sieht man von den Fußmatten mit Lorinser-Schriftzug ab, hat der Veredler aus Winnenden einzig die Dekorleisten in Karbonoptik beigesteuert. Der Rest ist gewohnt schick und komfortabel. Vor allem die Massagefunktion der bequemen Sessel lernt man auf längeren Fahrten schnell schätzen.

Heikle Sache

Eine etwas heiklere Angelegenheit sind die Räder. Keine Frage, die 21-Zoll-Alufelgen im Turbinen-Design stehen der S-Klasse verdammt gut und füllen die breiten Radhäuser perfekt aus. Mit einer 265/30-Bereifung haben die Pneus aber gerade mal einen Querschnitt von nicht ganz acht Zentimetern. Der Randstein wird zum natürlichen Feind, Schrammen an den Felgen sind vorprogrammiert. Da hilft auch die Rückfahrkamera mit den auf das Display übertragenen Hilfslinien nicht viel.

Die Frage ist: Hat man es nötig, sich mit so einem Gefährt in enge Parklücken zu quälen? Wohl kaum, zum Image des S06 passt eher das provokative Parken in zweiter Reihe. Und wer die rund 36.000 Euro für den Komplettumbau übrig hat, kann sicher auch das ein oder andere Knöllchen finanzieren.

 

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