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Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR

Test: Mazda 6 2.5l MZR

Schön vernünftig

06.11.2008

Mittelklasseautos waren früher Familienkutschen, die eher praktisch denn schön waren. Vernunftentscheidungen eben, die aus rationalen Gesichtspunkten getroffen wurden. Mittlerweile beweisen aber immer mehr Hersteller, dass sich diese Überlegungen auch mit schickem Design und Fahrspaß in Einklang bringen lassen. Im Test: Der Mazda6 mit 170-PS-Benziner.

Bevor wir uns dem Schöngeistigen widmen, zuerst die Pflicht: Auf 4,76 Meter länge passen problemlos vier Passagiere in den Mazda6. Für den Fünften wird’s auf der Rückbank wie üblich eng, doch selbst der Notsitz bietet auf kurzen Strecken ausreichend Platz. Vor allem über die Beinfreiheit kann man im Fond nicht klagen, nach oben wird es etwas enger. Auf den bequemen Sitzen lassen sich auch längere Strecken bestens absolvieren, Fahrer und Beifahrer wünschen sich aber mitunter etwas mehr Seitenhalt.

Umgeben von weichen Soft-Touch-Oberflächen kommt im Mazda6 schnell Wohlfühlambiente auf. Das Bedienkonzept ist einleuchtend, über Lenkradtasten lässt sich nicht nur das Radio ansprechen sondern zum Beispiel auch die Temperatur justieren. Die rot-blau illuminierten Optitron-Rundinstrumente sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch perfekt abzulesen. Einzig ein paar Ablageflächen mehr würden dem Cockpit den letzten Schliff verleihen.

Mehr Platz, weniger Gewicht

Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR Fürs Gepäck bietet der um knapp sieben Zentimeter gewachsene Mazda ausreichend Stauraum. In den leicht zugänglichen Kofferraum passen 519 Liter und bei Bedarf lässt sich die im Verhältnis 40: 60 geteilte Rückbank mit einem einfachen Handgriff umklappen. Trotz des Größenzuwachses - und einer erweiterten Serienausstattung - konnten die Ingenieure das Leergewicht um 35 Kilogramm reduzieren.

„Normalerweise müsste der neue Mazda6 mindestens 90 Kilogramm mehr wiegen“, betont Programmmanager Ryuichi Umeshita, der für den konsequenten Leichtbau verantwortlich zeichnet. Stolz verweist er auf den gestiegenen Anteil fester und hochfester Stähle, die das Gewicht niedrig halten.

Frisches Design

Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR Für den Spaß an der Mittelklasse sorgt zum einen das schicke Design des Japaners. Mit kurzen Überhängen, scharf gezeichneten, mandelförmigen Scheinwerfer und futuristischen Rückleuchten wirkt der Mazda frisch und dynamisch. Der biedere Charme früherer Modell-Generationen ist nun endgültig einem sportlich-modernen Auftritt gewichen.

Die schicke Optik ist das eine, doch weit mehr noch trägt das potente Triebwerk zum Fahrvergnügen bei. Schließlich markiert der 2,5 Liter große Vierzylinder die Leistungsspitze bei den Ottomotoren - und dieser Verantwortung wird er durchaus gerecht. Nur eine kleine Anfahrschwäche hemmt die durchzugsstarke Kraftentfaltung des 170 PS starken Aggregats.

Kultivierter Antrieb

Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR Ist die Hürde überwunden, legt sich der Benziner mit seinen 226 Newtonmeter Drehmoment ins Zeug und treibt die Tachonadel in acht Sekunden in den dreistelligen Bereich. Schluss ist bei 220 km/h. Obwohl der 2.5er der stärkste Vertreter seiner Baureihe ist, hält er sich beim Verbrauch einigermaßen zurück. Angegeben ist die Limousine mit 8,1 Litern, unser Testverbrauch lag bei neuneinhalb Litern je 100 Kilometer.

Der kultivierte Motor läuft weitgehend geräuscharm, erst bei hohen Touren dringt ein kerniger Sound in den ansonsten ruhigen Innenraum. Die sportliche Auslegung wird von dem knackigen, kurz übersetzten Sechsgang-Getriebe unterstrichen. Eine Automatik ist dagegen nicht lieferbar und wird es auch in Zukunft nicht geben. Schaltfaule Fahrer müssen zur schwächeren Zwei-Liter-Version greifen.

Straff abgestimmt

Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR Dem sportlichen Charakter macht auch das Fahrwerk alle Ehre. Von gemütlicher Familienkutsche keine Spur, der Mazda6 ist betont straff ausgelegt. Zusammen mit den serienmäßigen 18-Zoll-Rädern geht das mitunter zu Lasten des Komforts. Querfugen schlagen teilweise hart durch, hin und wieder wirkt der Mazda etwas hölzern.

Zum Spaßhaben eignet sich die Fahrwerks-Abstimmung dagegen hervorragend. Präzise dirigiert die straffe Lenkung den Japaner um die Kurven und nur selten greift das serienmäßige ESP ein. Wer will, kann den elektronischen Helfer auch deaktivieren, ohne dass der Mazda dadurch unberechenbar wird. Gut beherrschbar schiebt die Limousine im Grenzbereich über die Vorderräder.

Umfangreiche Ausstattung

Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR Spaß macht auch das Bestellen des Japaners, denn die Limousine kommt mit nahezu kompletter Serienausstattung. Der ab 29.000 Euro erhältliche Mazda6 Dynamic verfügt ab Werk unter anderem über Teilleder-Sitze mit Sitzheizung, ein Bose-Soundsystem mit CD-Wechsler und Aux-Eingang, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Tempomat, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer und Regensensor.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Mazda 6 2.5l MZR
Ausstattungsvariante   Dynamic
Abmessung und Gewicht    
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.755 / 1.795 / 1.440
Radstand (mm)   2.725
Wendekreis (m)   11,8
Leergewicht (kg)   1.395
Kofferraum (Liter)   519
Bereifung Testwagen   225/45 R 18
Motor    
Hubraum (ccm) / Zylinder (Zahl, Bauart)   2.488 / 4, Reihe
Leistung (PS)   170
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   226 / 4.000
Antriebsart   Frontantrieb
Getriebeart   manuelles 6-Gang-Getriebe
Verbrauch    
Krafstoffart   Benzin
Kombiniert laut Werk (l/100km)   8,1
CO2-Emissionen (g/km)   192
AS24-Verbrauch (l/100km)   9,5
Fahrleistungen    
Werksangabe 0-100km/h (s)   8
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k. A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k. A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   220
Preise    
ab (Euro)   29.000
Empfohlene Extras   elektrisches Glasschiebedach (790 Euro), DVD-Navigationssystem (2.300 Euro)
 
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Auf der Liste der Sonderausstattungen bleiben nur noch drei Punkte offen: das Glasschiebedach (790 Euro), ein DVD-Navigationssystem mit Touchscreen (2.300 Euro) und das Professional-Paket (960 Euro), dass eine Alarmanlage, das schlüssellose Zugangssystem „LogIn“ und eine Einparkhilfe umfasst.

Galerie: Test Mazda 6 2.5l MZR Fazit

Mazda beweist: Mittelklasse muss nicht langweilig sein. Mit dem Mazda6 schicken die Japaner einen äußerst schicken, sportlichen Vertreter ins Rennen um die Kundschaft. Während den einen die Fahrwerksabstimmung vielleicht etwas zu straff sein mag, erfreuen sich die anderen an der Fahrdynamik. Die Familientauglichkeit ist durch ausreichend Platz für Passagiere und Gepäck gesichert. Die umfangreiche Serienausstattung bei einem vergleichsweise günstigen Preis ist zudem ein weiteres Kaufargument.

 
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