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Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-D

Test: Mitsubishi Outlander 2,0 DI-D

Neue Freiheit

27.04.2007

In seiner zweiten Generation soll der Mitsubishi Outlander endlich den Durchbruch schaffen. Dafür musste das SUV insgesamt größer, das Design entschärft werden und - ganz wichtig - endlich ein Dieselmotor ins Programm. Der 2,0 DI-D im Test.

Optisch unterscheidet sich der neue Outlander deutlich von seinem glücklosen Vorgänger. Die strittige, platt gedrückte Nase wurde gestutzt, nun schaut der Outlander aggressiver, aber irgendwie austauschbar drein. Letzteres trifft auch auf die schlanke, kaum konturierte Silhouette zu. Wenn im Laufe des Jahres die baugleichen Geschwister Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser auf den Markt kommen, wird es schwierig mit der Unterscheidung. Von hinten erkennt man den Mitsubishi am leichtesten anhand der serienmäßigen LED-Rückleuchten.

Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-DDrinnen hat der Outlander gewonnen - zumindest was die Platzverhältnisse betrifft. Fahrer und Beifahrer sitzen auf elektrisch verstellbaren Ledersesseln (Serie bei Ausstattungslinie Instyle), die angenehm straff gepolstert sind und guten Seitenhalt gewähren. Unverständlich: Das Lenkrad lässt sich nach wie vor nur in der Höhe, nicht aber längs verstellen. Praktisch sind die zahlreichen Ablageflächen und Staufächer, beispielsweise die in den Armaturenträger integrierte, groß dimensionierte Box.

Theoretisch ein Siebensitzer

Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-DFlexibel zeigt sich der Outlander im Fond. Die Sitzbank ist geteilt verschiebbar und umklappbar. Letzteres geht per Schlaufenzug denkbar einfach: Die Lehne klappt nach vorne und nimmt quasi in einem Schwung die Sitzfläche mit. So passen maximal bis zu 1.691 Liter hinter die teilbare Heckklappe. Nicht optimal steht es allerdings um die Kopffreiheit. Schon mittelgroße Passagiere stoßen mit dem Kopf am Schiebedachschacht an. Die dritte Sitzreihe (ab Ausstattungslinie Intense) ist nicht mehr als eine Notpritsche, die - wenn nicht benötigt - komplett im Kofferraumboden verschwindet.

Das Cockpitdesign ist klar, im Vergleich zum verspielten Vorgänger fast ein wenig zu nüchtern. Zu bedienen ist der neue Outlander dafür simpel. Mit einfachen Drehknöpfen wird das Klima reguliert, ebenso zwischen den jeweiligen Allrad-Einstellungen gewechselt. Die bienenwabenartigen Kunststoffoberflächen sehen robust aus, das silberne Plastikdekor weniger ansprechend. Nervig: Das kleine Radio/Uhr-Display erblindet bei der geringsten Sonneneinstrahlung.

Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-DApropos Sichtprobleme: Die Übersichtlichkeit des 4,64 Meter langen SUVs ist bauartbedingt schlecht, vor allem nach hinten sieht man wegen der dicken C-Säulen kaum etwas. Blöd, dass die reguläre Aufpreisliste keine Einparkhilfe beinhaltet.

Alter Bekannter

Angetrieben wird der Outlander von einem Vierzylinder-Turbodiesel mit zwei Litern Hubraum. Wer sich jetzt einige Zeilen zurückerinnert und einen PSA-Selbstzünder vermutet: Falsch geraten! Der Motor wird von Volkswagen zugekauft, ist jener 140-PS-TDI, der bei VW, Audi, Seat, Skoda, aber auch in diversen Dodge-  und Jeep-Modellen Verwendung findet. Schön, dass er im Outlander deutlich besser gekapselt ist als in so manch genanntem Konkurrenten.

Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-DWas die Leistungsentfaltung betrifft ist alles beim Alten: Bei niedrigen Touren rührt sich nichts, bis der Turbolader mit einem Schlag für mächtigen Schub sorgt. Wird der durchzugskräftige und drehfreudige Motor auf über 2.000 Touren gehalten, hat er dank 310 Nm Drehmoment keine Probleme mit den mehr als 1,7 Tonnen Leergewicht. Tempo 100 erreicht der Outlander nach 10,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 187 km/h.

Wer die sechs Gänge ständig ausdreht, braucht sich nicht über Verbrauchswerte zwischen elf und dreizehn Liter wundern. Im normalen Betrieb beträgt der Durchschnittskonsum acht bis neun Liter Diesel je 100 Kilometer. Nur ganz zurückhaltende Zeitgenossen können Werte um die sechs Liter erreichen.

Entfernte SUV-Erinnerungen

Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-DBeim Fahrwerk ist nicht mehr viel von SUV zu spüren. Der komfortabel, aber keineswegs schaukelig abgestimmte Outlander erinnert mehr an einen großen Kombi denn an einen hochbeinigen Kraxler. Eher weisen die etwas gummiartige Lenkung und der nervöse Geradeauslauf auf die tatsächliche Bauform hin. ESP und Traktionskontrolle sind übrigens serienmäßig an Bord.

Das SUV nicht gleich Geländewagen bedeutet wird beim Outlander einmal mehr offensichtlich. Sein permanenter Allradantrieb AWC (elektronisch geregelte Lamellenkupplung) lässt sich trotz Lock-Funktion nicht vollständig sperren, dafür aber komplett deaktivieren. Hierbei macht die Kupplung ganz auf, die Antriebskraft geht ausschließlich an die Vorderräder. Zur Ehrenrettung sei gesagt: Auch mit einem soften Allradantrieb kommt der Profi im Gelände weiter als es der Laie sich und seinem Auto je zumuten würde.

Galerie: Test Mitsubishi Outlander 2,0 DI-DDie Preisspanne für den Outlander DI-D reicht von 28.990 Euro für die Basisausstattung Inform bis hin zu 35.190 Euro für den von uns getesteten Instyle. Allrad, Airbags rundum, Lichtautomatik, CD-Radio mit MP3-Funktion, Funkfernbedienung und eine Klimaautomatik gehören stets zum Serienumfang. Die Topausstattung beinhaltet dann Annehmlichkeiten wie Ledersitze, eine Premium-Audioanlage, schlüssellosen Zugang, die dritte Sitzreihe, Xenon-Licht und 18-Zoll-Felgen.

Fazit

Der Mitsubishi Outlander ist ein grundsolides, gut gemachtes SUV mit geringem optischem Reibungspotential. Dazu bietet der Wagen viel Platz für Gepäck und Passagiere, Fahreigenschaften auf Pkw-Niveau und einen soften, permanenten Allradantrieb. Man spürt, dass Mitsubishi nichts falsch machen wollte. Letzteres trifft auch auf den von VW zugekauften Turbodiesel zu, der kräftig, kultiviert und vergleichsweise sparsam arbeitet.

 
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