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Galerie: Test Opel Insignia Country Tourer

Test: Opel Insignia Country Tourer

Landeier aufgepasst!

09.12.2014

Wer auf dem Land lebt und auf die Ausübung der individuelle Mobilität angewiesen ist, weiß nicht nur im Winter – aber besonders in der Kältesaison – Allradantrieb zu schätzen. Kein Wunder, dass hier gerne SUV gekauft werden. Wer zwar Platz benötigt, aber nicht ganz so hoch sitzend unterwegs sein möchte, greift dagegen auf einen Allrad-Kombi wie den Insignia Country Tourer zurück. Wir baten den Opel, der unter anderem gegen Audi A4 Avant Allroad oder Volvo XC 70 antritt, zum Alltagstest.

Diese Modellvariante des Insignia Sports Tourer spielt optisch die rustikale Karte aus. Schwarze Kunststoff-Beplankung, robuste Stoßfänger sowie eine um zwei Zentimeter höhere Bodenfreiheit im Vergleich zu den anderen Insignia-Versionen signalisieren eine gewisse Matsch- und Geröllaffinität und passen gut zur nicht ganz neuen, aber gern zitierten „Landlust“.

Damit es nicht bei den schmutzigen Konnotationen bleibt und die Fahrten über Schotter, schlammige Feldwege oder auf schneebedeckten Straßen problemlos mit viel Traktion sowie aufgewirbelten Dreck auf der Karosserie gelingen, gibt es den County Tourer auch mit Allrad. Zum Einsatz kommen ein Schlecht-Wege-Fahrwerk mit Unterbodenschutz sowie ein elektronisch gesteuerter 4x4-Antrieb, der übrigens auch bei dem konventionellen Insignia-Kombi seinen Dienst verrichtet. Die Elektronik variiert je nach Schlupf die Drehmomentverteilung stufenlos von null bis 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse und dank eines elektronischen Sperrdifferenzials auch zwischen den Hinterrädern. Das hat zur Folge, dass der 4x4-Country Tourer bei trockenen Wetterbedingungen nur über die Vorderachse angetrieben unterwegs ist. Das soll natürlich den Treibstoffverbrauch in Grenzen halten.

Galerie: Test Opel Insignia Country TourerSoweit die Theorie: In der Praxis gelingt dies bei dem von uns gefahrenen 2,0-Liter-Turbo-Direkteinspritzer mit 184 kW/250 PS natürlich nur in dem vom Fahrer gesetzten Rahmen. Das spritzige Aggregat animiert zum Schnellfahren, das gute Fahrwerk sowie ein Drehmoment von 400 Nm zügeln auch nicht gerade die Lust am Beschleunigen und Tempo. Die Quittung kommt aber dann an der Tankstelle: Wer die 250 Pferde artgerecht so richtig losstürmen und/oder auf der Autobahn die Richtgeschwindigkeit weit hinter sich lässt, sieht die Tanknadel im freien Fall. Der Normwert von 8,1 Litern rückt so in weite Ferne. Mit etwas mehr Zurückhaltung und Besonnenheit kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 9,5 Litern. Vernünftigerweise entscheidet man sich besser für einen der angebotenen 2,0-Liter-Diesel. Sie werden mit 163 PS oder 195 PS offeriert und verbrauchen durchschnittlich 5,6 und 6,6 Liter.

Aber zurück zu den angenehmen Seiten des Landmanns: Dank der etwas höher gelegten Karosserie sitzt man etwas erhabener ohne dass man wie bei einem SUV klettertechnisch geschult sein muss, um hinter dem Volant Platz nehmen zu können. Apropos Sitzen: Vielfahrer freuen sich über die vielfach verstellbaren sowie vom AGR (Aktion Gesunder Rücken) ausgezeichneten Sitze. Fahrer und Beifahrer, sofern man 300 Euro extra für den besonders guten Sozius-Platz gezahlt hat, können je nach Lust und Laune sowie Rücken-Rückmeldung ihre Justierung individualisieren.

Lustvoll Spielen kann man nun auch an dem überarbeiteten Bediensystem fürs Infotainment. Die zuvor zu vielen und zu kleinen Bedienknöpfe wurden ja mittlerweile aussortiert und durch zeitgemäße Nutzerkonzepte ersetzt. Tasten, Sprachsteuerung, Befehle über ein Touchpad oder via Berührung auf dem Bildschirm: Der Nutzer kann sich aussuchen, wie er am liebsten mit Bordcomputer, Navigationssystem oder Klimaanlage kommunizieren möchte.

Übersichtlich ist hingegen das Kofferraumvolumen geblieben. Wer mit dem 4,92 Meter langen Kombi gerne zum Baumarkt, sollte sich mit dem Volumen (540 bis 1.530 Liter) und Innenraummaßen vorher vertraut gemacht haben. Bei umgeklappter Rückenlehne passen Gegenstände bis zu 1,91 Meter Länge in das Gepäckteil. Aber Landeier haben mit dieser nicht wirklich überragenden Ladekapazität meist kein Problem. Schließlich gibt es ja Anhänger und Platz, um das Gespann zu parken. (sp-x)

 
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