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Galerie: Test Peugeot 207

Test: Peugeot 207

Große Reise mit dem Kleinen

23.10.2006

Der Peugeot 207 ist mit einer Gesamtlänge von über vier Metern eigentlich kein Kleinwagen mehr. Wir nehmen das zum Anlass und gehen mit dem Franzosen auf große Reise. Mal sehen, wie sich der 88 PS starke 1,4-Liter-Benziner anstellt, wenn er drei Personen nebst Gepäck von München an den Südzipfel des Gardasees und wieder zurück bringen soll. Und wie es nachher den Passagieren ergeht.

Größe hin oder her, angesichts einer Vier-Stunden-Fahrt kommt vor Reiseantritt doch die Diskussion darüber auf, wer hinten sitzen muss. Wir machen ernst und verfrachten ein ausgewachsenes Mannsbild in den Fond. Um es vorweg zu nehmen: Viel Platz hat der Gute nicht, weder um die Knie, noch nach oben hin.

Galerie: Test Peugeot 207Als wirklich unangenehm entpuppt sich die zu kurze Oberschenkelauflage an der Rückbank. Glück für unseren Mann in der zweiten Reihe: Da der Kofferraum mit regulär 270 Liter für unser Gepäck ausreicht, kann er bei Bedarf in die Lümmelhaltung gehen und die Sitzbank komplett nutzen.

Angenehmes Ambiente

Für Fahrer und Beifahrer ist großzügig Platz vorhanden. Der weite Verstellbereich des Lenkrads (Höhe und Tiefe) und die bequemen Sitze erlauben eine entspannte Haltung. Einziges Manko sind die sehr eng zusammenstehenden Pedale. Schön: Dank der vielen Ablagen und großen Türfächer befindet sich vom Geldbeutel über das Handy bis zur Wasserflasche stets alles in Griffweite.

Galerie: Test Peugeot 207Ausgesprochen angenehm ist auch das Flair im Innenraum. Die Materialien sehen hochwertig aus, die schön gezeichneten Rundinstrumente lassen sich bestens ablesen und die großflächigen Seitenscheiben lassen viel Licht in den Innenraum.

Warum nicht schneller?

Dass der 1,4-Liter-Vierzylinder mit seinen 88 PS hart zu schleppen hat mit dem vollbeladenen Peugeot, wird schon auf den ersten Metern klar. Kultiviert, aber wahrlich nicht spritzig, bringt der Motor den Wagen in Fahrt bis bei 5.000 Touren dann doch ein störendes Brummgeräusch auftritt.

Galerie: Test Peugeot 207Wer es öfters eilig hat, dürfte mit der kleinen Motorisierung also kaum glücklich werden. Jenseits der 160 km/h geht es auch ohne Ballast nur noch zäh voran, die offizielle Höchstgeschwindigkeit von Tempo 180 braucht sehr viel Geduld und freie Strecke.

Gut, der Einwand, ein Kleinwagen müsse ja auch keine 180 Sachen laufen, mag grundsätzlich berechtigt sein. Doch aufgrund des souveränen Geradeauslaufs und der leisen Wind- sowie Abrollgeräusche hat man im 207 immer das Gefühl, man könnte locker noch schneller fahren.

Sportlicher Franzose

Galerie: Test Peugeot 207Ähnlich verhält es sich auf kurvigen Landstraßen. Die Schaltung ist exakt geführt, die Lenkung reagiert direkt und arbeitet genau, das Fahrwerk ist sportlich-straff ausgelegt. Von wegen Franzosen-Schaukel, der 207 bietet jede Menge Fahrspaß. Nur nicht auf welliger Autobahn, da tritt hoppelnd zutage, dass der Kleine etwas überdämpft ist.

Und wie schlägt er sich in der Stadt? Einfach souverän. Dank der leichtgängigen Lenkung und des superkleinen Wendekreises wird sogar das Einparken zum Kinderspiel. Das man weder vorne noch hinten sieht, wo das Auto endet, ist zwar störend - aber leider eben Usus bei modernen, windkanalgeschliffenen Autos.

Kosten im Griff

Galerie: Test Peugeot 207Preislich ist der Peugeot 207 ein faires Angebot. Mit dem 88 PS-Benziner ist er ab 12.350 Euro zu haben. Als Viertürer und in der empfehlenswerten Ausstattungslinie Tendance kommt er auf 14.450 Euro. Neben elektrischen Fensterhebern, der Zentralverriegelung und den vier Standard-Airbags sind hier zusätzlich durchgehende Vorhangairbags, eine Außentemperaturanzeige und eine Klimaanlage serienmäßig. Kritikwürdig: Für den elektronischen Schleuderschutz ESP verlangt Peugeot 450 Euro Aufpreis.

Beim Spritverbrauch hält sich der 1,4-Liter-Benziner angenehm zurück. Im Schnitt genehmigt er sich um die sechs Liter Superbenzin pro 100 Kilometer. Nur wer latent Vollgas gibt, treibt den Konsum auf acht bis elf Liter hoch.

Fazit

Für die große Reise mit mehr als zwei Erwachsenen taugt der Peugeot 207 mit 88 PS-Benziner nur bedingt. Zu eng ist es im Fond, zu schwer tut sich das Aggregat mit dem zulässigen Gesamtgewicht. Für alle anderen Einsätze ist der 207 der ideale Partner: wendig und agil in der Stadt, fahraktiv und trotzdem sparsam auf der Landstraße. Und ganz nebenbei sieht er auch noch richtig gut aus.

 
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